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steriums in gut geschriebenen Artikeln einer scharfen Kritik zu unterwerfen. SeineFlugschrift: „Öl! !'-,bo>itio » <Iu I-, oenguie", worin er den Satz aufstellte, daßohne Preßfreiheit die repräsentative Regierung nichts tauge, fand großen Beifall.1825 erschien s. beredte und freimüthige „lVute«»r I.i krcre", welche die Lacheder Griechen empfahl, für welche C. auch in der Kammer mit großem Nachtrucksprach. Zuletzt beschäftigte ihn die Herausgabe (.„Oenviev cnnizilötes" in25Bdn.(davon 13 angedruckte), wofür ihm der Buchhändler Lavocat ein Honorar von550,000 Fr. bezahlt hat. 1829 ging er als franz. Botschafter nach Rom , wo erzu Torre Vergata AuSgrabitngen veranstaltete und vor den Cardinälen des Conclaved. I. eine merkwürdige Rede hielt, in welcher er (antijesuitisch) den Fortschritt derZeit und der Civilisation bemerkbar machte. — Unter den übrigen Schriften desBicomte nennen wir s> „Uerno ,e,, Icltre» et piecez nnlbentigner, tciiioli.vntIn v!c et la ,n>>, t (In eine >Ie lierr^". Auch war er eine Zeitlang Hauptredacreurdes „floiivervaieui"; doch hörte diese von Fievüe fortges. Zeitschrift auf, als da<Censurgeseh erschien. C.'ü Schriften athmen poetisches Leben. Er schreibt mitWärme, bilderreich, geistvoll und nicht ohne Kraft; insbesondere kann man vieleseiner Schilderungen trefflich nennen; allein den Ideen fehlt es an Tiefe undZusammenhang. Wenn ihm also auch seine Darstellungsgabe einen ausgezeich-neten Rang uncer den Lieblingsschriftstellern erworben hat, so kann doch keinSseiner Werke classisch in dem Sinne genannt werden, in welchem dieser Rangnur den Werken eines hohen und freien Geistes gebührt, welche Idecnreichthummit Tiefe und Gründlichkeit vereinigen, ohne die Wahrheit durch sophistischeWendungen oder durch Träume einer sich selbst täuschenden Phantasie und durchden Bombast einer üppigen Redeform zu entstellen. Viele seiner Schriften sindinö Engl. übersetzt; sie werden aber in England weniger geschäht als in Frank-reich, und in Amerika noch weniger als in England. Lady Morgan nennt ihn deneinsamen und unerreichten Nachfolger der Coucy, Nesle, Chatillon und Mont-fort; den letzten der Kreuzfahrer und edlen Pilgnme von Europa !
Chateauroux (Marie Anne, Herzogin v.), aus dem erlauchten HauseNesle, vermählte sich 1134 mit dem Marguis de la Tournelle. Im 23. JahreWitwe, ward sie von der Duchesse Mazarin, ihrer Tanke, aufgenommen, verloraber bald diese Stütze. Nachdem ihre beiden Schwestern (Vintünille und Mailly)Eine nach der Ander» das Herz Ludwigs X V. beherrscht halten, flößte sie demKönige eine lebhafte Leidenschaft ein. Sie ward zur Palastdame der Königin undin der Folge zur Herzogin Chateauroux ernannt und erhielt eine Pension von80,000 Livres. Auf ihren Antrieb halte sich Ludwig XV. an die Spitze der Heerein Flandern und im Elsaß gestellt, um den Fortschritten des Feindes Einhalt zuthun. Er wurde zu Metz krank; man gab sein Leben auf und nöthigte ihn, in dieEntfernung der Herzogin zu willigen. In Paris fand sie bei Richelieu Zuflucht,der nach der Genesung des KönigS Beide wieder mit einander aussöhnte. Sieerlangte einen vollständigen Triumph und sollte zu dem wichtigen Posten einerSurinlendante bei bei Dauphine erhoben werden, als sie 1144 starb. Zu Paris erschien 1806 eine Sammlung von ihren Briefen, in 2 Bdchn.
Chatel<! t. Als Paris noch aus den Umfang der Altstadt (tute.) beschränktwar, konnte man nur über 2 Brücken (!o zieiit ><r,i>t und >e pon> -n, cb^ii^e)hineinkommen. Jede war durch 2 Thürme befestigt: einen kleinern nach der Ltadtzu, in der Stadtmauer, und einen größer» vor der Brücke, nach dem Felde zu. Diesebeiden äußern Thürme sind das Or.vncl und l'ctit lüftetet. Daß das 6>->>nIObawiät von Julius Cäsar erbaut worden sei, war eine sehr unsichere, obwol selbstvon Gelehrten (La Marre in s. 'l'ruiiü poiioe", Bd. 1, S. 81) angenommeneSage; aber zur Zeit der normannischen Belagerung (885) stand der große Thurmbereits. Das 6,s,icl (lbstclet war das Schloß der Grafen von Paris , und daher