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Chiaroseiiro Chile
ohne Lebendigkeit, ohne komischen Aufschwung, sein Dialog ohne Eigenthümlich-.kett und Wahrheit und fällt jeden Augendlick in Ziererei oder Mattigkeit. Er schriebauch 4 Tragödien: sie wurden jedoch so ungünstig aufgenommen, daß er davon ab-stand. Sehr bejahrt ging er wieder nach Brescia , wo er 1787 oder 1788 starb. Ei-nige von seinen Romanen sind mehr werth, als seine Komödien, aber sie malen imGanzen geringfügige Gegenstände und zeigen keine tiefe Kenntniß des menschlichenHerzens. „l..i gnuooatrice <11 lotlo", „l.a Lallerina onorata", „ 1.-1 sl.inl.itricsl>er ,>i,^r.-,7.i->" interessiren wenig, und gleichwol sind es die bessern. Außerdem ha-ben wir von ihm: „keltere reelle", Gellere kloroüebe", 1-etterv rerilte «1aklonn.-, cli renno « «li rpirilo per .ainaerlrainento ,IeI ruo sm-inte" u. a. M.
Ehiaroscuro, s. Grau in Grau und Helldunkel.
Chiffre, 1) eine geheime Schrift, die vorzüglich bei dem Briefwechselder diplomatischen Agenten mit ihren Höfen gebraucht wird und früher auf man-cherlei Weise zusammengesetzt und versteckt war. Jetzt ist die gewöhnliche Chiffre-schrist, die eigentlichen Worte nur mit andern Zeichen, und zwar mit wechselndenZeichen zu schreiben. 2) Der verzogene Name oder die ineinandergeschlungenenAnfangsbuchstaben der Vor - und Zunamen einer Person. — Chifsriren, mitgeheimen Zeichen schrecken. (Vgl. Dechiffrirkunst.)
Chilc, spr. Tschilc (nicht Chili), ein von, 24° 20' bis zum 43° 50' S. B.ausgedehnter, schmaler Küstenstrich am westl. Abhänge der Cordilleren in Süd-amerika , das von der Natur durch die herrlichsten Vorzüge ausgezeichnetste Landder neuen Welt. Es hat auf 10,812 800,000 Einw., darunter 80,000
von span. Abkunft, und 580,000 Indios fideles. Außerdem zählt man noch400,000 unabhängige Indios bravos. Der wirklich colonisirte strich ist 300 geogr.Meilen lang, 10 bis 90 breit und hat nur 5548 d)M. mit 602,000 E. Chile grenzt im Ö. an Tucuman , Cujo (auch Ostchile genannt, das durch die Andenkettevon dem eigenilichen Chile getrennt ist) und Patagonien; gegen S. an das Ma-ghellanische Land; gegen Westen an das Südmeer und gegen N. an Peru . Einedreifache Abstufung des Bodens bildet drei natürliche Abtheilungen: den GebirgS-streifen, zum Theil eine hohe Bergwüste mit Klippen und Abgründe», zum Theilein fruchtbares Thalland; den mittlern, größkenrhcils ebenen, und den niedrig lie-genden Streifen, oder das Küstenland, das 42 Flußthäler, die von den Anden ab-fallen, durchschneiden. Sechszehn feuerspeiende Berge und Erderschütterungcn,welche man jedes Jahr 3 bis 4 Mal, jedoch nicht heftig, fühlt, rechtfertigen dieVorsicht, womit die Straßen und Häuser in den Städten angelegt sind. Berg-und Seewinde mäßigen die Hitze; daher ist die Luft ebenso gesund als mild. DerBoden ist so fruchtbar, daß eine gewöhnliche Ernte im Mittellande 60- und 70-,am Meere 40- und 50fültig trägt, weßhalb Chile als die Kornkammer von Süd-amerika angesehen wird. In den Andenthälern ist die Kraft derVegetation am größ-ten, und man kennt an 200 Pflanzen, die Arzneikräfte haben. Am zahlreichsten istdie Coeospalme verbreitet. Auch gedeihen alle aus Europa nach Chile verpflanztenGewächse vortrefflich. Unter den einheimischen Thierarten sind die Vicogna undder Guanoeo vorzüglich nutzbar; die europäischen Thiere übertreffen hier denS tamm an Größe und Güte. Die Baien und Flüsse sind überaus fischreich. Manfängt bei den Chiloe-Jnseln Stockfische in Menge; auch wird an den Küsten Wall-fischfang getrieben. Noch gibt es viele Arten genießbarer Schalthiere und andresSeegewürm. Giftige Thiere werden nicht gefunden, und unter den Raubthierenist der Pagi, oder der chilesische Löwe, nur den zahmen Thieren, nicht den Metischengefährlich. Die Jnsektenwelt ist bunt und mauuigfaltsg. Mau findet die schönstenund größten Schmetterlinge. Seidenzucht wird erst seit kurzem getrieben. Amwichtigsten ist der Metallrcichthum. Fast kein Berg ist ohne Gold, das man auchim Flußsande findet. Kupfer und Silber, Eisen, Arsenik, Schwefel, Zink und