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Christian VII. (völlig von Dänemark )
Mangel an Bezahlung. Christian, dessen Wuth aufs höchste stieg, befahl den däni-schen Befehlshabern, alle Empörer hinrichte» zu lassen; diese Maßregel beschleu-nigte seinen Wturz. Norby hielt noch Stockholm , Calmar und Abo, 3 Orte, welchefür die Schlüssel des Reichs galten, besetzt; aber bald ward er von den Lübeckern be-unruhigt. Diese versuchten sogar einen Angriffaufdie Küsten Dänemarks . Um anihnen Rache zu nehmen, trat Christian mit demHerzsgev. Holstein in Unterhand-lungen, welche sich aber durch sein empörendes Betragen zerschlugen. Inzwischenließ er 2 Gesetzbücher bekanntmachen, wodurch einerseits die Geistlichkeit beschrankt,andrerseits der Bauernstand gehoben wurde. Diese allerdings weisen und mensch,lichen Maßregeln waren mit andern vermengt, die allgemeinen Unwillen erregenmußten. Man murrte einstimmig über die Verschlechterung des Geldes und überdie unerträgliche Last der Steuern. Die jütländischen Bischöfe und Senatoren,unterrichtet von den Gesinnungen des Adels, entwarfen zuerst den Plan, gegen denKönig aufzustehen. Zu Ende 1522 erklärten sie ihren Unterthaneneid für nichtig,Christian seiner Rechte für verlustig, und boten die Krone dem Herzog von Holstein,Friedrich, an. Der König, der Verdacht geschöpft hatte, berief den jütländischenAdel nachKallundborg in Seeland , und da sich Niemand einfand, von neuem 1523nach Aarhuus in Iütland, wohin er sich selbst begab. Seine Ankunft zwang dieVerschworenen, die Ausführung ihrer Plane zu beschleunigen. Sie versammeltensich in Viborg und faßten daselbst 2 Urkunden ab, in deren einer sie den Königabsetzten und in der andern Friedrich aufloderten, vom Throne Besitz zu nehmen.Der Bürgerkrieg war dem Ausbruche nahe, als Christian seine eigne Sache auf-gab. Er verließ im April 1523 Dänemark , indem er die Königin, seine Kinder,seine Kostbarkeiten und die Reichsarchive mit sich aus die Flotte »ahm. Ei» Sturmzerstreute seine Schiffe, warf ihn auf die norwegische Küste, und erst nach den größ-ten Gefahren erreichte er Neere auf Seeland. Karl V. begnügte sich, sowolFriedrich als dem jütländischen Adel und der Stadt Lübeck zu verbieten, gegenChristian zu handeln. Dieser rüstete indeß ein Heer und eine Flotte aus und lan-dete 1531 zu OpSlo in Norwegen . Aber seine Truppen erlitten neue Verluste.Angegriffen in seinem Lager durch die dänische und hanseatische Flotte, zog er sichin die Stadt zurück; seine schiffe wurden ein Raub der Flammen. Aller Hülfs-quellen beraubt, machte er den dänischen Generalen Vergleichsvorschläge, welcheihm endlich ein sicheres Geleit ausstellten, damit er sich auf der dänischen Flotte nachKopenhagen zu einer persönlichen Zusammenkunft mit Friedrich begeben könne.Im Juli 1532 kam er vor Kopenhagen an; allein Fried, ich verwarf den geschlosse-nen Vertrag, und der Senat verfügte Christians Verhaftung. Dem gemäß brachteman ihn auf das Schloß Eonderburg auf der Insel Assen. Hier verlebte er 12Jahre in der Gesellschaft eines Zwerges und später eines alten Invaliden in einemThurme, dessen Thüre man vermauert hatte. Alles verließ ihn. Als 1513Christian UI. den Thron bestieg, wurde sein Schicksal vermöge eines Vertrags mirKarl 1. gemildert. Er lebte von 1516 an zu Kallundborg von einer ihm ange-wiesenen Rente und starb daselbst den 21. Jan. 1559. Seine Gemahlin Chri-stine, eine Bekennen» des Lutherthums, hatte standhaft bis an ihren Tod 1526sein Unglück getheilt. Er hatte 3 Kinder: Johann, der 1532, 13 I. alt, zuRegensburg starb; Dorothea, mit der sich Friedrich, Kurs. von der Pfalz , undChristine, mir der sich Franz Sforza, Herzog von Mailand , und in zweiter EheKranz, Herzog von Lothringen , vermählte.
Christian VII., König von Dänemark , geb. den 29. Jan, 1719, ausder erste» Ehe Friedrichs V. mit Louise von England, folgte s. Vater am 13. Jan.1766. In denis. I. vermählte er sich mit Georgs Ul. von England Schwerer,Karolme Mathilde. Auf s. Reise von 1767—69 durch Deutschland, Holland , Eng-land und Frankreich besuchte er die ausgezeichnetsten Gelehrten, die Akademie» und