Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Ciinbern

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sche Höft berufen, »m heroische und komische Opern zu sehen. Zu lehtern vor-züglich zeichnete er sich durch Neuheit, Feuer, Laune und Lebendigkeit der Ideenund durch eine große Kenntniß der Bühne aus. Wenige Tonseher haben einegrößere Menge jener glücklichen Motive erfunden, die, nach dem Aufdrucke derItaliener, cki piimu intcnniniie sind, und diese Fülle derGedanken hat zu derBe-haiiptung Anlaß gegeben, eine Finale von Cünarosa enthalteSkoff zu einer ganzenOper. Mehre seiner Opern glänzen nicht minder durch die Mannigfaltigkeit derBegleitung als durch die Reinheit und Anmuth des Gesanges. Unter seinen120 Opern sind die berühmtesten, außer den oben genannten, die Opera s> , ie;„I'i-iiOopr"; „Oll Orurj e 0,iri.i7.j"; „,VrIii5erse" und ,I> leinisui cli MuL-e.iu", welche lehtere ihn der Tod nicht ganz beendigen ließ; unter s. Opera bückeaber: „b'lt.ilüioa i» bon<!ea"; „I?uniur cnstunte"; „be lrame ckeluse";„l.ünipresiirio in .aii^ustie"; „II pitlore p.irigüno"; „1 uemiei ^enerns!";„I.'iinp, iiilriilo i'orluiialo"; „U crciluio"; „I.a b.ackcrina .anunile"; „Oia-Iiiii.', e bernanlonu", und seine sehte: „II I„strii„o,iin per r.>bA"c,"; und dieIntermezzi: „II »,.,<5ir<i <Ii eapellu", „II cul/.vl.ire". Zlllgememen Enthusias-mus erregtes. kom.Oper: „I! »i.itrimnnio se^reto", die er nach seinerRückkehraus Rußland als kaiserl. Capellmeister 1791 zu Wien schrieb, und der die einzigeEhre widerfuhr, auf Kaiser Leopolds Befehl an einem Abend 2 Mal gegeben zuwerden, wie sie denn auch 1793 zu Neapel , unter der eignen Leitung ihres VsS.,57 Mal hinter einander in ^ ><aenwart des Hofes aufgeführt wurde. Don Wienging er nach Neapel und wurde dort in die revolutionnairen Bewegungen verwickelt.Erstarb zu Venedig den 11.Jan. 1801 andenFolgen derihm im Gefängniß wider-fahrenen Mißhandlungen. Im Pantheon zu Rom wurde 1816 seine Büste vonCanova neben Sacchini und Paesiello aufgestellt.

Cimbern oder Cimmerier waren das erste deutsche Volk, welchesdie Griechen kennen lernten. Dies geschah bald nach dem trojanischen Kriege, wodie Eünbern aus ihrenWohnplähen inTaurien und der europ. Tatarei in Kleinasien einfielen. Damals mußten die Scythen vor denMaffagelen von der Ostfeite deskaspifchen Meeres weichen und zogen sich westlich gegen die Cimmerier. Diese' waren unschlüssig, ob sie, nach dem Willen ihrer Könige, sich den Ankömmlingenmit gewaffneter Hand widersetzen, oder, wie eine andre Partei rieih, auswandernsollten. Es kam zwischen Beiden zu einem Treffen, in welchem die königlichePartei unterlag. Nachdem man die Todten am TyraS (Dmester) begraben, woHerodot noch ihre Grabmäler sah, stob die geschlagene Partei um die Nord-undOstfeite des PonkuS herum und siel in Asien ein, wo sie den Griechen bekannt wur-den; der andre Theil zog an die Weichsel und »och weiter zurück. Es blieb unterden Griechen Nichts als die Sage von diesen Cimmcriern übrig, daß sie nordwest-lich gezogen. Daher hielten die Griechen, als sie in den nordwestlichenOcean ka-men, die dortigen Völkerschaften für Cimmerier, und aus demselben Grunde be-kam die jetzige dänische Halbinsel den Namen der cimbrischen oder cünmerhchen.Homer fand eine Sage vor, welche die Cimmerier in den wilden Höhlenbewohnernum den Avernus suchte; und Pvtheas hielt eine Menschengattung, die er aus derdänischen Halbinsel fand, für Cimmerier. Diese Fabeln dienten nur dazu, Ver-wirrung in die Geschichte zu bringen. Die wahren Cimmerier waren nie so weitnachNorden hinaufgekommen, sondern wohnten an derWeichsel, von wo sie unterdem Namen der Cünbern gemeinschaftlich mit den Teutonen sich den Römernfürchterlich machten. 114 v. Chr., als die Römer schon Herren von einem Theileder östlichen Alpen im heutigen Krain, Istrien >c. waren und sich in Dalmatien und Illyric,im längs der Küste festgesetzt hatten, erschien plötzlich ein migeheurerHaufe fremder Völker, welche denTonfulPapiriuS Carbo im heutigen «teiermarkschlugen, aber, statt nach Italien einzudringen, auf der Nordseite fortzogen und