Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
Seite
678
JPEG-Download
 

678 '

Ciuion

bald dararff, in Verbindung mit den Tigurinern, in das Gebiet der Allobrogereinfielen. Die Römer stellten ihnen 2 Heere unter dem Consul L. CafsiuS undunter M. AureliuSLcaurus entgegen; aber Beide wurden geschlagen: Jener vonden Tiguruicrn, Dieser von dem Cimbern. Doch auch jetzt zogen die Sieger nichtnach Italien, sondern überströmten Gallien in 3 Haufen: Teutonen, Cimbernund Ambronen. Zwei neue Heere, mit welchen der Consul C. Manlius und derProconsulD. ServiliusCäpio ihnen entgegeneilten, wurden jenseits desRhodanusebenfalls geschlagen. Die Römer verloren, nach Aötius's Angabe, 80,000 M.Während Rom seine letzte Hoffnung auf Marius setzte, durchzogen die Barbarendas übrige westliche Europa. Gallien ward hart mitgenommen; dieIberier undBelgier aber schlugen sie zurück. Nun ward der Einfall nach Italien beschlossen.Er sollte von den Teutonen und Ambronen auf der Westseite der Alpen , von denCimbern und Tigurinern auf der Ostseite geschehen. Nachdem Marius die Erstendurch 3 volle Jahre erwartet und seine Truppen an ihren Anblick gewöhnt hatte,schlug er 102 v. Chr. an 2 Tagen, am ersten die Ambronen, am zweiten dieTeutonen, bei Aip in Provence , vollkommen. Die Cimbern, welche indeß ander Etsch den Consul Catulus zurückgeschlagen und sich längs dem Po ausgebreitethakten, verlangten von den Römern Land, wurden aber von Marius bei Bercelli101 v. Chr. gänzlich geschlagen. Seitdem verschwinden dieCimbern und Teutonenaus der Geschichte. Ein Theil von ihnen war mit dem Gepäck in Belgien zurück-geblieben. Das sind die Aduatici. Erst später erkannten die Römer in den Cim-bcrn ein deutsches Volk. Lange hielten sie sie, durch ihren Anblick verführt, fürCelten. Das celtenartige Äußere der Cimbern aber läßt sich dadurch erklären, daßsie sich auf ihrem Zuge von der Donau und den Karpathen mit Celten verbundenund vermischt hatten.

Cimon, Sohn des Miltiadeg und der Hegesipyle, Tochter des thrazischenKönigs OloruS, ward, nach Plutarch , sehr nachlässig erzogen und überließsich allenArten von Ausschweifungen. In dem persischen Kriege aber sing er an, sich be-kanntzumachen. Als Themistokleg vorgeschlagen hatte, die Stadt zu verlassenund sich auf die Schiffe zu begeben, um den Krieg zurSee zu führen, erschien C.im Gefolge mehrer Jünglinge auf der Burg, legte den Zaum seines Pferdes imTempel nieder, und nahm dafür von der Mauer einen der Schilde, womit er sichzur Flotte begab. Er zeigte viel Muth in der salamüüschen Schlacht. Aristides ,der ihn bemerkte, schloß sich ihm an, indem er ihn für geschickt hielt, dem gefähr-lichen Einflüsse des Themistokles Schranken zu sehen. Als die Athenienser in Ver-bindung mit den übrigen Griechen eine Florte nach Asien sandten, um ihre dortigenPflanzstadte von dem Perserjoche zu befreien, gaben sie Aristides undC. denOber-befehl derselben, und als bald daraus Aristides nach Athen zurückkehrte, befehligteC. die gesammte griechische Seemacht. Er that sich durch glänzende Unternehmun-gen in Thrazien hervor, schlug die Perser an den Ufern des Strymon und be-mächtigte sich deü Landes. Er eroberte die Insel Scyros, deren Bewohner See-räuberei trieben, und gründete daselbst eine atheniensische Celonie. Hier fand erTheseuS'S Gebeine und brachte sie nach Athen , wo diesem Heroen zuerst ein Tem-pel erbaut wurde. Darauf unterwarf er alle Städte an der Küste von Kleinasien ,und zog der persischen Flotte, welche vor der Mündung des Eurymedon lag, ent-gegen. Die Perser, obwol an Zahl überlegen, wagten nicht, die Schlacht anzu-nehmen, sondern fuhren den Fluß hinauf, um sich unter den Schuh ihres Land-beerS zu begeben. C., der ihnen folgte, griff sie an und nahm oder zerstörteihnen mehr als 200 Schiffe. Darauf landete er und brachte ihr Heer in völlig,-Unordnung. Diese beiden an einem Tage erfochtenen «Liege (469 v. Chr.) schütztenGriechenland vor jedem Angriff der Perser. C. kehrte jetzt nach Athen zurück, zudessen Verschönerung er die gemachte Beute verwandte. Er ließ die Verzäurungen