Circe
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Cinque Ports
logna, Siena und selbst zu Paris gelehrt habe, ist zweifelhaft; gewiß aber, daßer 1334 unter den Professoren der Universität von Floren; war. Er lehrte das Ti-vilrecht. Falsch ist es, daß Petrarca und Boccaccio seine Schüler gewesen. C. war1336 nach Pistoja zurückgekehrt, als er erkrankte und noch in demselben I. oder zuAnfange des folgenden starb. In der Kathedrale zu Pistoja sieht man s. Denkmal.Sein Commentar übertrafAlles, was in dieser Art bisher erschienen war, und wurdemehre Male gedruckt. Als italien . Dichter gehört er zu den besten jener frühen Zeit.Don allen Vorgängern des Petrarca ist er demselben am ähnlichsten. Seine Ge-dichte, deren Hauptgegenstand die obengen. Selvaggia ist, wurden zum ersten Male1558 zu Rom von Pilli herausgegeben, später sind sie zu Venedig mit einem 2.Theil vermehrt erschienen, den man jedoch für unecht hält, und u. d. T. „lUiue" zuPisa 1813. Die vollständigste Auög. ist von Ciampi (Florenz 1812,2. Aufl.), nebstdem Leben des Dichters.
Cingue Ports, die Fünfhäfen. So heißen seit Wilhelm demEroberer fünf auf ter engl. Küste von Kent und Sussep gegen Frankreich zu lie-Zende Häfen (Dover, Sandwich, Romney, Hiche und Hastings ), die vor allen an-dern vor Landungen zu sichern waren, und obgleich später noch 2 andre (Winchelseaund Rye) hinzukamen, so ward doch die obige Benennung beibehalten. Um die Be-wohner dieser Städte desto inniger an das Interesse Englands zu knüpfen, verwil-ligte man ihnen vieleFreiheiten und gab ihnen einen besondern Aufseher, iln> I.„rd^V-irck't'u (Dberamtmann) ol'iü« <üi>guu >>ort5, der jährlich 3000 Pf. Gehalt be-zieht. Er hat außerdem Admiralitäts-Iurisdiction. Der Zweck dieser Einrichtunghat nun zwar insofern schon längst aufgehört, als diese Häfen gegenwärtig dergestaltverschlämmt sind, daß sie zu Landung bedeutender Kriegsflotten nicht mehr taugen;die alten Vorrechte sind ihnen aber, wenigstens zum Theil, verblieben. Dahin ge-hört u. A-, daß jede dieser 1 Städte, so unbedeutend sie auch sind, 2 Parlaments-glieder erwählt, daß ihre Bürger sich Barone nennen und bei den Krönungen derKönige von England den Prachthimmel tragen, der nach Beendigung der Feierlich-keit ihr Eigenthum wird. Auch die Aufseherstelle besteht noch als Sinecure undwird gewöhnlich einem begünstigten Host oder Staatsmanne zu Theil.
Cipriani (Giambattista), Maler und Kupferstecher, geb. 1716 zu Pistoja,starb 1785 zu London. Man kennt s. Lehrer nicht, weiß aber, daß Correggio seinMuster war. 18 I. alt kam er nach Rom , um sich in s. Kunst zu vervollkomm-nen. Bald erwarben ihm s. Talente einen glänzenden Ruf. Einige Engländer,die sich dort befanden, bewogen ihn nach London zu gehen. Hier ward er eins derersten Mitglieder der 1769 gestift. königl. Akademie. C.'S Zeichnung ist correct, s.Köpfe haben Anmuth und Lieblichkeit. Sein Colorit ist harmonisch, und der allge-meine Eindruck s. Composition einnehmend. Zu Ariosto's „Rasendem Roland ."lieferte er eine Reihe kleiner Kupfer, worin man die ganze Anmuth s. Talents findet.Mehre artige Kupferstiche von Barkolozzi sind in C.'S Manier.
Circe , eine mächtige Zauberin, nach Einige» des Helios und der Persa,einer Qceanide, nach Andern des Hyperion und der Asterope Tochter; des A-'tesund der Pasiphaö Schwester. Sie wohnte auf einer an der Westküste Italiens gelegenen Insel in einem Thale , wo ihr von glänzenden Steinen erbauter Palastauf einem freien Platze stand, den gebändigte Löwen und Welse umfchweiften,Ihre Beschäftigung bestand im Weben, wobei sie sich mit Gesang ergötzte; ihreDienerinnen waren 4 Berg - und Flußnymphen. Als Ulysses auf feiner Irrfahrtauf ihrer Insel gelandet war, schickte er den Eurylochus mit einem Theile depMannschaft aus, um die Gegend zu erkunden. Sie kamen zum Palaste depCirce, welche sie mit Speise und Wein bewirthete, sie dann aber mit ihrem Zair,berstabe berührte und in Schweine verwandelte. Nur Eurylochus war durch vor,sichtigeEnthaltung von dem Zaubertranke der Verwandlung entgangen und benach.