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Zweiter Band. Bo bis C.
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CircuS

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Circulationspapiere

derGüter nöthig ist (derAnschaffung von Metallmünzen), in einem gewissen Gradeerspart. Soll ihr Nutzen weiter getrieben und etwa dadurch alles baare Geld über,flüssig gemacht und Papier an dessen Stelle gesetzt werden, so setzt sie sich allenGefahren des Papiergeldes aus und bringt alle Nachtheile über das Volk, welchedas Papiergeld so leicht nach sich zieht. (S. Papiergeld.)

Circulationspapiere sind Creditscheine und Wechsel, die für einigeZeit das baare Geld vertreten sollen, ohne daß ein bestimmter solider Fonds auf ihresichere Bezahlung hindeutet. So sind z.B. die Wechsel solide Creditpapiere, wennder Werth, auf welchen sie lauten, sich in Dessen Händen befindet, der sie zuletztbezahlen soll. Sind sie aber bloß auf den Credit des Andern gezogen, sodaß sie zuDem, welcher sie ausgestellt hat, zuletzt zurückkehren, um von ihm eingelöst zuwerden, und die Zwischenleute, zu deren Bezahlung sie dienen, sie bloß um desCredits willen, den sie den Indossanten zutrauen, an Zahlungsstatt nehmen,oder muß der Aussteller aus andern Wegen dafür sorgen, daß Die, welche seine »ndseiner Zwischenhändler Papiere annehmen, die Zahlnüttel erhalten, so sind sie bloßeCircularionspapiere und dienen bloß den AuSstellem einige Monate lang durch Cre,dit Zahlnüttel zu verschaffen. Die Reverse (s. d.), welche in den Handelsstädtender Ostsecprovinzen üblich sind, gehören unter denselben Begriff; jedoch unterschei-den sie sich von den CirculationSwechseln dadurch, daß diese einen ander» Fondsvorspiegeln, als ihnen zum Grunde liegt, da hingegen in den Reversen bestimmtausgedrückt ist, daß sie bloß auf den Credit des Ausstellers gegründet sind. InEngland sind die papors ol'uiiLuI.ilion sehr bekannt. (S. Scheinwechsel.)

CircumvallationSlinie, die Umschanzung, womit Diejenigen,welche eine Festung belagern, ihr Lager umgeben, um sich gegen äußere Anfälle,gegen Entsatz zusichern. Contravallationslinie, die Umschanzung, womitdas Lager gegen die Ausfälle der Festungsbesahung geschützt wird. Da die Cir-cumvallationSlinie außerhalb der Schußweite um die Festung laufen muß, so be-kommt sie einen Umfang, der sowol ihre Erbauung als ihre Vertheidigung schwie-rig macht. Daher findet sie nur selten Anwendung, und man stellt lieber eineignes Beobachtungscorps auf.

CircuS, bei den Römern diejenige Art von Gebäuden ohne Dach, woöffentliche Wettrennen zu Wagen und zu Pferde und andre Spiele des Fechtensund R'ngens gegeben wurden. Sie waren rechtwinklige Vierecke, nur daß die einekurze Seite einen Halbzirkel machte. Der Eingang befand sich in der geradenkurzen Seite. Inwendig waren zu jeder Hand 6 Hallen (omcoies), wo diePferde und Wagen ihren Stand hatten. An den beiden langen und der gekrümm-ten Seite befanden sich die stufenweise über einander erhöhten Sitze der Zuschauer,die auf festen Gewölben ruhten, und unter denen noch ein breiter Wassergraben,Euripus genannt, die wilden Thiere von den Zuschauern abhielt. Innerhalb be,fand sich ein offener Platz (->ro,m), der mit Sand bestreut war, und wo die Schau-spiele gegeben wurden. Dieser Platz war der Länge nach durch eine Mauer (>ss,>.i)in 2 Hälften getheilt, die 12 Fuß breit und 6 hoch, und mit kleinen Tempelcben,Altären, Statuen, Obelisken, Pyramiden und kegelförmigen Thürmen geschmücktwar. Von diesen letztern (inet.m) befanden sich 3 an jedem Ente. Sie warenals Ziele aufgerichtet, um welche die Umläufe geschahen. Bei der ersten Mera,der bogenförmigen Seite des CircuS gegenüber, befanden sich 7 andre Säulen,welche entweder eine ovalrunde Gestalt oder ovalrunde Kugeln (cn a) auf ihrer Spitzehatten. Für jeden Umlauf wurde eine dieser Kugeln heruntergenommen. DonAußen war der CircuS mit Säulenreihen, Galerien, Kramläden und öffentlichenPlätzen umgeben. Das größte dieser Gebäude in Rom , der (iie», maximn,, lagin dein elften Bezirke der Stadt, von ihm ebenfalls Lircus genannt,

und zwar auf dem Platze, wo Rvmulus die Spiele gab, während welcher die Sa-