Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Classe

studirte seit 1785 in Cambridge , mit Mangel kämpfend, anhaltend fleißig, wobeier aber seinen eignen Weg ging. Er besaß ein seltenes Gedächtniß, schnelle'Fassungaber keine überlegene llriheilskraft. 1790 bereiste er Wales , Irland und daswestliche England. Zwei Jahre darauf begleitete er den jungen Lord Berwick durchFrankreich, Deutschland, die Schweiz, Italien und Holland . 1797 durchreisteer LLchottland, die Hochlande und die Hebriden bis St.-Kilda. 1799 schiffte ersich mit seinem Reisegesellschafter Cripps nach Dänemark ein, von wo er Norwe-gen, Schweden, Lappland, Finnland, Rußland , die Provinzder dänischen Kosacken,das Land am Kuban, die Takarei, die Krim und endlich Konstantinopel besuchte.'Als die Briten ihre Expedition nach Ägypten unternahmen, trat er seine Reisennach dem Orient an und sammelte interessante Nachrichten inKleinasien, Syrien ,Agypre» und Griechenland . Nachdem er Thrazien und Macedonicn bereist hatte,veranlaßte ihn 1812 sein Hauptstudium, die Mineralogie, sich über die Bulgareiund Walachei in die ungarischen Bergwerke zu begeben, von wo er über Deutsch-land und Frankreich nach England zurückkehrte. Die Universität Cambridge er-nannte ihn zum Tutor des .M,„; Seit 1807 hielt er Vorlesungen

über Mineralogie, mit Hinsicht auf die mechanischen Künste und die Bedürfnissedes Lebens, wie auch auf Geschichte. Den Vorstehern der Universität schienendiese Vorlesungen von so großem Nutzen, daß sie die Professur der- Mineralogiestifteten, welche dem I). C. übertragen wurde. In dieser Stelle führten ihn s.chemischen Versuche auf die Erfindung des GlaslöthrohreS. 1817 ernannte manihn zum Universitätsbibliothekar. Er hat der Bibliothek in Cambridge viele aufseinen Reisen gesammelte Marmors, besonders die kolossale Statue der cleusinischcnCeres geschenkt, über welche er 1803 eine Abhandlung schrieb. (V. das Derz. s.Schriften in dem „Iliopr. Net. ol t!,v livin^ .intlioi, »k <4r. I!>. .nick l,.")Ihm verdankte England denBcsitz des berühmten Sarkophags mit derInschrift in8 -sprachen. Er schrieb darüber: „11>e toml> vl Alexinxler, üi^skil.iii»» ont!>e »i>rc»j>bs!;n5 bion^bt lrn», .Oox.inOria <i,nl »ow in t!ie Ilriti;!, mu-emn"(4.1805). Dagegen hat H. von Hammer (in seinen „Topographischen Ansichten,gesammelt auf einer Reise in die Levante", Wien 1811), behauptet, daß er, undnicht C., die Ruinen von SaiS entdeckt, und daß C. ihm die Statue der Isis,welche setzten Cambridge ist, weggenommen habe, obgleich in gedachter Disser-tation die Lache anders vorgestellt sei. C.'S Reisebeschreibung (6 Bde., 4., 1810fg.) ward in England-mit einem Beifall aufgenommen, dessen sich vielleicht keinandres Reisewerk unserer Zeit zu erfreuen gehabt hat; den» Cadell und DavieSwachten von diesem kostbaren Reifewerke 3 starke Anst. Eine 4. in 8 Bdn. er-schien 1816. Ein Ergänzungsband ,,Ir:>ve!x nunnych 11oin».irli, NveOen,I.-Ipünxl, diorev.. I'inl. . 11,0 K,US5." erschien nach C.'S Tode (London 1823,4.).Vollständ. in 11 Bdn. in 4. und in 8. erschienen E. D. C.'S „Luve!, in virinu5raunt, iex ak Luropa. .Isi.i sock Akim.i" (Lond. 1819 — 24). Die UniversitätOxford hat seine griechischen und orientalischen Manuskripte gekauft. Unter denerstern ist der berühmte Codex des Plako, welchen er auf der Insel Patmos ent-deckte. C. starb den 9. März 1822. Begeisterung und Wohlwollen waren dieHauptzüge seines Charakters. Sein Freund W. Otter gab das Leben und diehinterlassenen Papiere dieses Gelehrten (meistens Briefe, durch Form und Inhaltanziehend) heraus, mit C.'S Bildnisse, das man auch in der prachtvollen „IMitisKSaliers" (bei Cadell) findet. 62.

Classe, eine Abtheilung oder ein größerer Theil eines Ganzen, welchesDinge mit gewissen gemeinschaftlichen Eigenschaften umfaßt, und diese ähnlichenDinge zusammengenommen selbst. So werden die Naturreiche in Classen, dieseClassen wieder in Ordnungen, und diese in Geschlechter, Gattungen und Arten ab-CoiMksatrons-Lericon. Dd. ll. 45