Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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704
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"704 Clark« (Samuel) Clark « (Eduard Danirl)

gcnder, und je tiefer (folglich je größer die Tlarinetke ist), desto voller ist ihr Ton.Außerdem sind bei jeder Clarinette die liefe», höher» und Mittelköne i» derKlang«art etwas verschieden, wodurch aber auch die Clarinette an Mannigfaltigkeit ge-winnt. Ihre Mittelteile sind die schönste». Die Componisten legen daher dieCla-rinettenpartie bei Otchesiereomposikionen, wo die Clarinette nicht etwaconcerkircndist, zwischen Oboen und Fagotte; h.iufig gehen die Clarinetten aber auch im Ein-klänge mit den erster» fort. In der letzter» Zeit hat man manche Veränderungenin Hinsicht derEinlegung desBlättchens und mit den Klappe» vorgenommen. Derberühmte Clarinettist Iwan Müller hat dieselbe so eingerichtet, daß auf einer Cla-rinette, bei einer hinlänglichen Übung, ein durchaus reines und gleiches Spiel inallen Tonarten möglich sein soll. Nach seiner Einrichtung werden Clarinetten inMainz und in Leipzig gebaut. Zum Unterricht in der Behandlung der Clarinettenach derselben dient die von diesem Virtuosen zuerst st anz, abgefaßte, dann vermehrtu. verbessert (auch niitmehren Übungsstücken versehen) in deutscher Sprache erschie-nene „Clatinettenschtt/e"(Leipz.. b. Hofmeister, 1826). Die größten deutschen Vir-tuosen auf der Clarinette sind außer dem genannten Iwan Müller, Hermstedt (Ca-pellineister in Sontershausen) und Bärmann (Kammermusikus in München ).

Clarke (Samuel), nach Locke und Newton der berühmteste engl. Philo-soph und zugleich geschätzter Theolog, geb. zu Norwich den 11. Oct. 1675, bildetesich auf der Universität zu Cambridge . Obgleich Newton seine Entdeckungen schonbekannt gemacht hatte, so war doch Desearreo's System »och das herrschende.C., dem dasselbe wenig genügte, machte die Philosophie unter Newton'S Anlei-tung, dessen Optik er auch inS Lateinische übersetzte, zu seinem Studium und ver-tilgte nach und nach die Irrthümer der alten Lehre. Mit nicht geringerm Eifertrieb er die Theologie. Der Bischof von Norwich ernannte ihn zu seinem Kapla».§. verlebte in dem Hanse dieses Prälaten 12 Jahre. 1706 bekam er eine Pfarr-stelle zu London , ward bald darauf zum Kapla» der Königin Anna und 1709 zumPfarrer von St.-IameS ernannt. 1712 gab er ein Werk über die Lehre von derDreieinigkeit heraus, von der er leugnet, daß sie der ersten Kirche angehöre.Das Collegium der Bischöfe aber, das weislich alle Streitigkeiten zu vermeidenwünschte, begnügte sich Mit der, wiewol unzulänglichen Erklärung, welche C. gab,und worin er versprach, nie wieder über diesen Gegenstand zu schreiben noch znpredigen. Er schrieb gegen Leibnitz „Istftl<^<ft>>>ir!,l ingiiiri ue»,eer,ii,,^ >>ii,„-nilibersv (London 1715—17, 2 Bde.). Auch kämpfte er sehr rüstig gegen dieFreidenker seiner Zeit. Er starb den 17. Mai 1729 mit dem Rufe eines der ge-lehrtesten Männer und gründlichsten Philosophen seiner Zeit. Unter s. Schriftenist die berühmteste eine zusammenhängende Reihe von 8 Predigten über dasDaseinund die Eigenschaften Gottes, welche er zufolge der von Robert Borste gemachtenStiftung über die Vertheidigung der Grundsätze der natürlichen und geoffenbartenReligion gehalten hat. Hier sichte er Philosophie und Religion zu vereinigen.Sehr geschätzt ist seine Ausgabe des Julius Cäsar. /Von der „IliaS" hatte er die12 ersten Bücher mit Anmerk. und einer latein. Übersetzung herausgegeben; den2.Bd., sowie die „Odyssee", fügte sein Sohn hinzu.

C larke (Eduard Daniel), berühmt durch seine Reisen, war Professor derMineralogie in Cambridge . Sein Vorfahr mütterlicher Seite war der berühmteWvtton; sein Großvater schrieb eine bekannte Abhandlung „Über römische, alt-sächsische und englische Münzen"; seines Vaters „Briefe über die spanische Na-tion" sind zwei Mal ins Deutsche übersetzt (Lenigo und Lübeck 1765), und seinBruder (Ianfts Clarke), Kaplan und Bibliothekar des Königs, ist Verfasser derprachtvollen Biographie Nelson's (1810) und des „lstl'>: <st .l-inwn tlw 8oe»nst",aus der Handschrift dieses KenigS (London 1815, 2 Bde.,1.). Er selbst, geb. zuWtllingdon in Essex, den 5. Juni 1769, erhielt denerstcnUnterricht inTunbridge,