Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Coloinbo

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nach, Einer Richtting gefahren war, ohne etwas Andres als Himmel lind Wasser zusehen, da erhob sich Muthlosigkeit und Unzufriedenheit unter der Mannschaft.Man gehe, sagten sie, dem sichern Untergänge in diesen Wasserwüsien entgegenund müsse den Befehksbaber zur schleunigen Rückkehr zwingen, ja die Verwegen-sten riechen, ihn über Bord zu werfen. Während T. aller Geistesgegenwart be-durfte, die Muthlosen zu erheben und die Aufrührer in Schranken zu halten, zeigtensich Erscheinungen, die auch ihn in Erstaunen setzten. Die Magnetnadel wich umeinen ganzen Grad vom Nordpol ab und schien unsicher zu schwanken, dann zeigtesich plötzlich das Meer wie mit Gras bewachsen und lies Untiefen und verborgeneKlippen befürchten. Dagegen erschienen aber auch, als Vorboten des nicht mehrferne» Landes, Vcharen von Vögeln, deren Fluge T. nun entgegensteuerte. Mansetzte mit neuem Muthe die Reise noch mehre Tage fort, bis endlich die Unzufrieden-heit so allgemein ansbrach, daß E. die Rückkehr gelobte, wenn binnen 3 Tagen keinLand erschienen sei. Fest überzeugt, daß er dem Lande nahe sein müsse, versprach erDemjenigen eine Belohnung, der es Zuerst erblicken würde. Alles blieb die Nachtüber munter, und nachdem bereits am Abend des 1k. Oct. C. selbst einigen Vertrau-ten das von ihm zuerst wahrgenommene Land gezeigt hatte, erscholl um Mitternachtvon dem Mastkorbe des voransegelnden Schiffs der bestätigende Zuruf: Land!Guanaha ni war die Insel, welche vor ihnen lag und bald darauf von E., in dereinen Hand die Fahne, in der andern das entblößte Schwert, zuerst betreten wurde,während die erstaunten Einwohner sich um ihn versammelten, und seine Soldaten,beschämt über ihren Kleinmuth, sich ihm zu Füßen warfen, Gott für ihre Rettungdankend, ihren Anführer aber als Admiral und Vicekönig begrüßend. E. pflanztesofort die Fahne auf, nahm Besitz von dem Lande im Namen seines Königs undnannte es, zum Andenken an die bestandenen Gefabren, SamSalvador. Auf dieNachricht der Einwohner, daß nach S. ein reiches Goldland liege, richtete E. seinenLauf dahin, entdeckte Tuba und HiSpaniola, beschloß aber, da eins seiner Schiffegescheitert und das andre von ihn, getrennt war, die Nachricht von dem Erfolge sei-ner Unternehmungen nach Lwanien zu bringen. Nachdem er die Trümmer desgescheiterten Schiffs Zur Erbauung eines hölzernen Forts angewandt und eine Be-satzung von 30 Freiwilligen darin zurückgelassen hatte, trat er im Jan. 1193 dieRückreise an, auf welcher sich schon am folgenden Tage das verloren geglaubteSchiff wieder mit ihm vereinigte. Ein schrecklicher Sturm überfiel beide Schiffeauf der Fahrt und brachte sie dem Untergänge nahe. C., weniger mit seiner Ret-tung als mit der Erhaltung seiner Entdeckung beschäftigt, verzeichnete dieselbe auf ei-ner Pergamentrolle, die er in einem Fasse wohlvei wabrt dem Meere übergab, inder Hoffnung, daß die Flut sie irgendwo anS Land treiben werde. Kaum war ermit dieser Arbeit fertig, als der Sturm sich legte. Am 15. März lief er unter demJubel des Volks, dem Donner der Kanonen und dem Geläute aller Glocken inPalos ein. Er eilte sogleich nach Barcelona , wo Ferdinand und Isabelle ihrenHof hielten, zog feierlich daselbst ein, indem er die Erzeugnisse der neu entdecktenLänder im Triumph vor sich aufführte. Ihm war ein Sessel neben dem Thronebereitet, auf welchem sitzend er seinen Bericht erstattete, der Bewunderung erregte.Nachdem er zum Granden erhoben und mit allen Zeichen der königl. Huld über;häuft worden, lief er am 25. Sept. 1493 mit 17 Schiffen und 1500 M. vonEadi.r zum zweiten Male aus und kam am 2. Nov. wieder auf Hispanioka an.Da er die zurückgelassene Tolonie vernichtet fand, ließ er eine befestigte Stadt er;bauen, die er der Königin zu Ehren Isabella benannte, und zu deren Gouverneurer seinen Bruder Diego einsetzte. Er lief sogleich auf neue Entdeckungen aus, be-suchte unfeiner 5monatl. Reise Iamaica, und fand sich, als er krank von dieserUnternehmung zurückkehrte, auf das freudigste überrascht durch die Gegenwart sei-nes Bruders Bartolomeo, welcher der Gefangenschaft entronnen war und der §v;