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Colombo
lonie Lebensmittel und andre Bedürfnisse zugeführt hatte. Unterdeß war aber umker C.'s Begleitern eine allgemeine Unzufriedenheit ausgebrochen. Diese waren inder thörichten Meinung ihm gefolgt, in der neuen Welt Reichthümer ohne Mühesammeln zu könne», und fanden statt dessen Arbeit und Beschwerden. Sie räch-te» sich durch Verleumdungen, meldeten, daß der Hof in seinen Erwartungen ge-täuscht worden, und machten die gehässigsten Schilderungen von dem Lande unddem Befehlshaber. T. glaubte seinen Feinden am besten zu begegnen, wenn er sei-nen Gebieten» bedeutende Schätze vorlegte, und ließ zu dem Ende, nicht ohne ge-waltsame Maßregeln, bei den Eingeborenen alles Gold einsammeln. Aguado, einpersönlicher Feind C.'s, erschien alsCommiffair zur Untersuchung der Beschwerde».Der Vicekönig, dem es unter seiner Würde schien, sich in dem Lande, wo er seineMacht ausübte, vor Gericht ziehen zu lassen, ernannte sofort seinen Bruder Bar-tolomeo zu seinem Stellvertreter, ging am 20. März 1196 mit 225-Lpaniern und30 Eingeborenen nach Europa untxr Segel und schlug durch seine Gegenwart undnoch mehr durch die mitgebrachten Schätze alle gehässige Vorspiegelungen seinerFeinde zu Boden. Dennoch wußte» diese die Absendung der Bedürfnisse für dieColonie ein ganzes Jahr und die neuen Rüstungen noch ein Jahr zu verzögern, so-daß E. erst am 4. Juli 1498 seine dritte Reise mit 6 Schiffen antreten konnte.Man hatte, um.diese Fahrzeuge zum Theil zu bemannen, die Gefängnisse geleert:eine Maßregel, zu der C. unbedachtsamerweise gerathen, und die von seinen Feindenmit Begierde vollzogen worden war. Drei seiner Schiffe sandte er auf den» kürze-sten Wege nach Hispaniola , mit den 3 übrigen aber ging er in westlicher Richtungauf neue Entdeckungen aus. Er fand mehre Inseln, u. a. Trinidad , und erreichtedas feste Land von Amerika . Er untersuchte die Küsten von Paria und Tumanaund kehrte, nachdem er sich überzeugt ba te, daß sie festesLand seien, nach Hispaniola zurück. Hier war die Colonie von Jsabella, seiner zurückgelassenen Verfügunggemäß, auf die Gegenseite in eine neuerbaute Stadt verlegt worden, welcher er denNamen St.-Domingo gab. Aber er fand diese Colonie in einem Zustande der Nah-rung, daß er zu ihrer Rettung Maßregeln ergreifen zu müssen glaubte, die seinHerz nicht billigen konnte. Nachdem er durch weise Mäßigung die Ruhe äußerlichhergestellt hatte, schritt er, um dem Mangel an 'Arbeitern abzuhelfen, zu einer Der-theilung der Ländereien und Einwohner, und legte, indem er sie der Willkür ihrerHerren preisgab, den Grund zu jener Sklaverei, die bis auf unsere Zeiten fortge-dauert hat. C.'S Feinde bestürmten unterdessen die Fürsten mit ihren Vorstellun-gen von den Mißbräuchen seiner Gewalt, und daß er nur damit umgehe, sich unab-hängig zu machen, bis endlich auch Jsabella dem schon gewonnenen Gemahle nach-gab und Francesco Bovadilla mir großer Vollmacht nach Hispaniola schickte, umden Vicekönig zur Rechenschaft zu ziehen. Dieser war nicht sobald erschiene»», alser C. vorladen, und als dieser sich unbedenklich einfand, verhaften und in Kettenwelchen ließ. Gleiches Schicksal hatten seine Brüder. Alle Drei wurden, nebsteinem Protokolle über die Aussagen der erbittertsten ihrer Feinde, nach Spanien gesandt. Diese tiefe Schmach ertrug C. mit würdiger Fassung und schrieb, so-bald er am 23. Nov. 1500 in Cadix eingelaufen war, einen Brief an den Königund die Königin, worin er ihrren die erfahrenen Kränkungen meldete. Eine gnä-dige Antwort rief ihn an den Hof, wo ihn die beschämten Monarchen init der ge-wohnten Auszeichnung empfingen. Er rechtfertigte sich in einer einfachen Rede,ward von allen Anklagen losgesprochen und in seine Würden wiedereingesetzt. Fer-dinand willigte sogar in die Absetzung Bovadilla's ein, welcher ker erste Schritt zuder dem Admirale versprochenen Genugthuung sein sollte. Die Zeit indeß än-derte diese Gesinnungen. Man sprach von großen Rüstungen und schickte in-zwischen den Nicolao de Ovando y Lares als Statthalter nach Hispaniola .C. federte dringend, daß ihin die feierlichst gegebenen Versprechen erfüllt würden,