Comines
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tionslehre auf die AnalysiS. Dieser fruchtbare Theil der AnalysiS ist durch Hinden-burg zu Leipzig seit 1778 zu einer selbständigen Wissenschaft ausgebildet. (S.Weingärtner's „Lehrbuch der combinatorischen AnalysiS", 2Thle., Leipz. 1801.)Man unterscheidet Verbindungen mit und ohne Wiederholung. Die beiden Lotterie»nunimern 1 und 5 z. D. lassen sich in der doppelten Gestalt4,5 oder 5,4 verbinden;beide Verbindungen geben nur Eine Ambe. Man kann die gegebenen Elementeferner entweder permutirend oder combinirend oder variirend verbinden. Die Fragez. B., wie oft können 3 nebeneinanderstehende Personen ihre Stellung verändern?bezieht sich auf Permutation; die Eingangs ausgeworfene auf Combination derElemente. Variationen endlich sind Combinationen mit allen möglichen Versetzun-gen der vorkommenden Elemente.
Comenius (Johann Amos ), ein Wohlthäter der Menschheit durch Ver-besserung des Schulwesens, geb. den 28. März 1592 in dem Dorfe Komna beiBrumau in Mähren, daher nannte er sich Comenius ; sein wahrer Name ist unbe-kannt. Seine Ältern, die zu der Gemeinde der mährischen Bruder gehörten, ließenihn zu Herborn stutiren. 1614 ward er Rector in Prerau und 1616 in Fulneck.Diese Stadt ward 1618 durch die Spanier geplündert und verbrannt; C. verlorseine Bücher, seine Handschriften, seine ganze Habe. Um der wider ihn und alle«katholische Prediger gerichteten Verfolgung zu entgehen, stoh er nach Lissa in Po-len , wo er an derLchule arbeitete und 1632 zum Bischofder böhmischen und mäh-rische» Brüter gewählt wurde. Hier gab er 1631 s. „äauua lin^uu, »», resciulu"heraus, die in Zeit von 26 Z. Ubeisehungen in 12 europäische Sprachen, außer-dem ins Arabische, Persische und Mongolische erlebte. C. zeigte darin eine fürseine Zeit neue Methode, die Sprachen zu lehren, die anschauliche sinnliche Lehr-ark, wodurch die sprachen, als Schlüssel zu nützlichen Sachkenntnissen, der Ju-gend auf eine ihr angenehme Weise beigebracht werden, und das langlveilige Er-lernen trockener Wortverzeichnisse erspart wird. Ebenso allgemein bekannt ist sein„(>,lÜ8 pialus, oder die sichtbare Welt", welche zu Hanau 1659, Nürnberg 1666 w. erschien, das erste Bilderbuch für Kinder und durch Umfang und Auswahlnützlich. C. wurde 1641 nach England berufen, um den Schulen eine andre Ein-richtung zu geben; aber da der Bürgerkrieg die Ausführung dieses Plans hinderte,ging er nach Schweden , wo der Kanzler Openstierna sein großer Gönner wurde.Von da ging er nach Elbmgen, Schlesien, Siebenbürgen und kehrte wieder nachLissa (1656) zurück, wo er abermals seine Bücher und einen Theil seiner Hand-schriften verlor, als nach Karls X. Gustav Rückzug das kaiserlich-polnische Heerdiese Stadt verbrannte. Er ging daraus nach Schlesien, Brandenburg, Hamburg ,und ließ sich zuletzt in Amsterdam nieder, wo er noch einige Werke herausgab undden 15. Oct. 1671 starb. In seiner letzten Lebenszeit gab er sich der religiösenSchwärmerei etwas hin, entdeckte in der Offenbarung Iohannis den damaligenZustand von Europa und erwartete das tausendjährige Reich im I. 1672. DieBourignon (s. d.) verehrte er als eine Gotibegeisterle. Atelung gibt die Anzahlseiner Werke auf 92 em, wir besitzen aber nur noch 54; doch hat er mehr geschrie-ben, aber wenig, was jetzt noch gelesen zu werden verdiente. Auf seme phil-anthropischen Ideen hat neuerdings Fr. Krause wieder aufmerksam gemacht.
Comines (Philippe de), Herr v. Argenton, geb. 1445 aus dem schlösseComines bei Menin in Flandern , verlebte seine Jugend an dem Hofe der Herzogevon Burgund, Philipps des Guten und Karls teü Kühnen. Er genoß das Ver-trauen des Letzter» und trug wesentlich dazu bei, ihn lind Ludwig X I. mit einanderauszusöhnen. Auch bei andern Verhandlungen benahm er sich mit Geschicklichkeit.1464 lra: er in die Dienste Ludwigs XI., wahrscheinlich durch den heftigen unbe-sonnenen Charakter Karls und die Versprechungen Ludwigs zu diesem Schritte be-wöge». Ludwig überhäufte ihn mit Zeichen des Wohlwollens. — Als nach dem