Conclave
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Papst aber, oder seine Stellvertreter, haben den Vorsitz und die Direktion des Con-cils. Der Papst bestätigt die Beschlüsse des Concils; durch diese Bestätigung wirdes urkundlich, daß wirklich der fragliche Beschluß auf gesetzliche Weife durch Stim-menmehrheit gefaßt worden; der Beschluß selbst existirt aber als gültig schon vorder Bestätigung. Das Concilium nimmt in Glaubenssachen die Enrscheidungs-gründe aus der Schrift und Überlieferung, und wird hierbei vorn h. Geiste geleitet.In andern (Disciplinar-) Gegenständen wird den Grundsätzen des Zweckmäßigengefolgt. Über die Benennung der verschiedenen Beschlüsse eines Concils vgl. Ka-li o n. DaS Concilium ist in Sachen des Glaubens und der Sitten unfehlbar, kiesfolgt nothwendig aus den ersten Grundsätzen der geoffenbarten kathol. Religion undist vom grauesten Alterthum der Kirche an angenommen worden. Es ist daherauch das Ansehen aller Concilien gleich, vom ersten Concil der Apostel an bis Zudem von Trient . Es kam, keinen Widerspruch zwischen ihnen geben. In Dis-ciplinarsachen entscheidet aber, bei vorkommenden Verschiedenheiten, das neuesteConcil. Daß auch der Papst dem Concil unterworfen fei, läßt sich annehmen,obgleich es lange ein Gegenstand heißen Kampfes war, wobei es sich übrigensvon selbst versteht, daß das mit dem h. Geiste erfüllte Concil die wesentlichen In-stitutionen der Kirche, worunter auch das Papstthum gehört, nicht angreifen, son-dern nur allenfalls von Mißbräuchen reinigen wollen kann. Der ökumenischenConcilien sind 19: 1) das von den Aposteln zu Jerusalem gehaltene, über dasVerhältniß des Christenthums zu den mosaischen Satzungen; 2) das erste nicäischeConcil von 325, in welchem 318 Bischöfe über die Lehre des AriuS:c. entschie-den; 3) das ersteConcil zu Konstantinopel (s. d.) von 381 unter Kaiser Theo-dosius d. Gr., auf ihm befanden sich 150 Kirchenvater; 1) das erste ephesinischevon 433 unter TheodosiuS dem Jüngern, welches aus 200 Bischöfen bestand;5) das zu Chalcedon von 451, unter Kaiser Marcian , es waren 630 Kirchenva-ter versammelt; 6) das zweite zu Konstantinopel von 553 unter Kaiser Iustinian ,es saßen darauf 165 Kirchenväter; 7) das dritte zu Konstantinopel von 681 unterKaiser Konstantin 1'. PogonatuS; 8) das zweite Concil zu Nicäa von 787, unterder Kaiserin Irene und ihrem Sohne Konstantin , es bestand aus 530 Vatern;9) das vierte Concil von Konstantinopel von 869 unter Kaiser Basilius undPapst Adrian II.; 10) das erste lateranensische Concil zu Rom von 1122 unterKaiser Heinrich V., und berufen durch den Papst Calixtus II. , auf ihm warenüber 400 Kirchenväter versammelt (es wurde veranlaßt durch den Investitur-streit; ihm folgte das deßfallsige Calntinische Coneordat); 11) das zweite la-teranensische von 1139 unter Kaiser Konrad III. und Papst Innocenz II., aufihm waren über 1000 Kirchenväter versammelt; 12) das dritte lateranensischevon 1179 unter Kaiser Friedrich I., berufen vom Papst Alexander III. mit 300Kirchenvatern; 13) das vierte lateranensische von 1215 unter Kaiser Friedrich II.und Papst Innocenz III.; 14) die erste lyoner (ökumenische) Synode von 1245,unter Kaiser Friedrich II. und Papst Innocenz IV.; 15) die zweite lyoner (ökume-nische) Synode von 1275, unter Kaiser Rudolf k. und Papst Gregor X. ; 16) dieSynode zu Vienne von 1311, unter Kaiser Heinrich VII. und Papst Clemens V. ;17) das Concil zu Konstanz von 1414—18; 18) die Synode zu Basel (derenAutorität von dem Zeitpunkte an, wo sie durch den Papst aufgelöst ward, nichtanerkannt wird) von 1431 —40, unter den Kaisern Sigismund, Albrecht II. ,Friedrich III. und den Päpsten Engen IV. und Nicolans IV.; 19) das Conciliumzu Trient unter den Kaisern Karl V. und Ferdinand 1. vom Papst Paul III .1545 ziisamnienberufen. V. e. K.
Conclave (Gemach), theils der Ort, wo sich die Cardinäle zur Wahldes Papstes versammeln, theils die Versammlung der wählenden Cardinäle selbst.Der Papst Gregor X. , dessen Wahl 3 Jahre lang verzögert worden war, schrieb