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tigt werden. Isachdem C. in Amerika seine Arbeiten, unter Besiegung von tat»send Geschren, vollendet hatte, kehrte er nach einer 8j,ihrigen Abwesenheit insein Vaterland zurück und begab sich bald darauf nach Rom, wo Benedict.XIV. »hm die erbetene Dispensation gab, sich mit einer seiner Nichten verheirathen zudürfen. Von s. Wißbegierde erzählt man folgende Anekdote. Bei der Hinrich-tung Damiens's mischte er sich, um keinen Umstand dieser schrecklichen Todesartunbeachtet zu lassen, unter die dabei beschäftigten Henker. Man wollte ihn zu-rückweisen, aber der oberste derselben, welcher C. kannte, verhinderte es mit denWorten: „> aixser ^luiirieur, o'ert nr> aniatonr". Seine Hauptwerke sind s.Reisebeschreibung, und s. Schrift über die Gestalt der Erde und über die Ver-messung dreier Grade des Meridians in den Äquatorialgegenden. Außerdem hater Abhandlungen über die Pockenimpfung geschrieben.
Conde (Louis II. deBourbon, Prinz v.)^ (der große Conde), geb. d. 8. Sept.1621, Feldherr, besaß bei einem vortheilhaftcn Äußern Etwas, dasIedenunwillkür-lich an ihn zog. So lange s. Vater lebte, führte er den Titel Herzog von Enghien;er verewigte diesen Namen durch die Schlacht bei Rocroi , in welcher er, erst 22 I.alt, die Spanier schlug (1643). Nachdem er den Abend zuvor Alles für dieSchlachtangeordnet hakte, schlief er so fest ein, daß man ihn, als die Zeit des Angriffs heran-rückte, aufwecken mußte. Wo er hinkam, zeigte er sich als «leger; er war so glücklich,eine Niederlage des MarschallsTurenne wieder gut zu machen; er belagerte (1646)im Angcsichte der spanischen Armee Dünkirchen und brachte diesen Platz zuerst anFrankreich . Nicht weniger glücklich war er bei Stillung des bürgerlichen Krieges,den Mazarin veranlaßt hatte, welcher nachher genöthigt war, sich selbst an C. zuwenden. Eifersüchtig auf den Ruhm des Prinzen und seinen Stolz fürchtend, ließMazarin seinen Befreier 1650 als Gegangenen nach Vincennes bringen, und gabihm erst nach einem Jahre seine Freiheit wieder. Der beleidigte C. trat jetzt in Un-terhandlungen niit Spanien und focht mit solchem Glücke wider sein Vaterland,daß er nach Paris gehen konnte. Er bemächtigte sich der benachbarten Plätze, indeßsich Türe,ine der Hauptstadt näherte, um diese zudecken. Beide Feldherren schlugensich (2. Juli 1652) bei der Vorstadt St.-Antoine so tapfer, daß der Ruhm eines je-den dadurch vergrößert wurde. Kurze Zeit darauf wurde Friede geschlossen, welchemjedoch C. nicht beiirat, sondern sich in die Niederlande begab. Der pyrenäische Friede1659 gab endlich Frankreich den großen C. wieder. Nach Turcnne'S Tode, 1615,befehligte er noch eine Zeitlang das sranz. Heer in Deutschland . Das Podagra nö-thigte ihn endlicb, sich aufsein schönes Landgut zu Chaniilly bei Paris zurückzuziehen,wo er sich den Wissenschaften widmete. Hier besuchten ihn Corneille, Bossuet , Ra-cine, Boileau, Bourdaloue, und freuten sich der geistreichenUnterhaltung des Prin-zen ebenso sehr, als sich dieser der ihrigen. Er starb den II.Dec. 1687 zu Fontaine-bleau. In der Kirche des heil. Ludwig zu ParlS wurde ihm ein Denkmal errichtet.
Condr (Louis Joseph deBourbon, Prinz v.), geb. zu Chantillv 1736,einziger Sohn des Herzogs v. Bourbon und der Prinzessin v. Hessen.Rheinsels.Durch den Tod beiderÄltern kam er im 5. I. unter die Vormundschaft desGrafenCharolais, s. Oheims. DerPrinz ward mit vielcrStrenge erzogen und machteFort-schritte in den Wissenschaften. 1758 vermählte er sich mit der Prinzessin v. Rohan-Soubise , welche ihm den Prinzen Louis Henri Bourbon-Conda den 13.April1756 gebar und 1760 starb. Im siebenjährigen Kriege zeichnete er sich durch Muth undrichtigen Blick aus, und gewann 1762 das Treffen b,s Iohannisbcrg über den Erb-prinzen v. Braniischweig. Der alten Verfassung treu, widersetzte er sich Ludwig XV. wegen Einführung eine? neugestalteten Parlaments, wurde deßhalb verbannt, aberbald zurückgerufen. Die Zeiten dcr Ruhe widmete er den S tudien m freundlicker Ge-selligkeit mit den besten Köpfen s. Zeit und den Verschönerungen von Chantilly , wo ihnPaul I. besuchte. S. ritterlichen Gesiiniungkn bewies s. Duell mit dem Grafen Agoult,