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Condorcet
ten („8ur le, asrembleez provincinles", später in der „ssibliotbegno äe 1'bornmsPublic" und der „keuille vH!.i"eo>5e^ keinen andern Beweggrund voraussehenals jenen Enthusiasmus für das Große und Gute, der ihn wol manchmal über dieGrenzen deü zunächst Erreichbaren täuschte. Seine Feinde haben versichert, daßdie Verweigerung der Stelle als Lehrer des Dauphin, um die er angehalten hatte,ihn in die Volkspartei gestürzt hätte. Je gemäßigter sein Äußeres war, desto mehrwar der Sturm seiner aufgeregten Leidenschaftlichkeit zu fürchten. D'Alembert ,der ihn zu einem seiner Testamentsvollstrecker ernannt hatte, verglich ihn einemschneebedeckten Vulkane. Einsiuß verschaffte ihm s. „beuille villsgeoise", woriner die ersten Grundzüge des Staatshaushalts und der Staatenverhültnisse einfachvortrug. Auf die Nachricht von der Flucht des Königs stellte er (in einer damalsbewunderten Rede) die Königswürde als eine antisociale Einrichtung dar. Demkönigl. Schah, bei dem er seit 1191 als Eommifsair angestellt war, gab man aufseinen Antrag den Namen: Nationalschatz. Endlich ward er von Paris zum Ab-geordneten in der gesetzgebenden Versammlung gewählt und bald, so wenig auchseine Körperkräfte ihn dazu zu eignen schienen, zum Secretair der Versammlungernannt. Zm Febr. 1792 ward er zum Präsidenten ernannt, verfaßte die Kund-machung an die Franzosen und an Europa , wodurch die Abstellung derKönigS-würde erklärt ward, stimmte in der Narionalconvention, wo er als Deputirter desAisnedepartementS seinen Platz hatte, zwar meist mit den Girondisten, dann imProceß über Ludwig für die härteste Strafe, die aber nicht die Todesstrafe sein dürfe,und trug zugleich darauf an, die Todesstrafe in Zukunft ganz abzuschaffen, die nurbei Verbrechen gegen den Staat stattfinden solle. Diese Theilnahme am Pro-cesse des Königs war der Grund, weshalb sein Name aus der Mitgliedschaft derPetersburger und berliner Akademien gestrichen ward. Die Revolution vom 31.Mai 1793 verhinderte, daß eine von Condorcet ausgearbeitete Eonstitution nichtin Kraft trat. Die durch jenen Tag herbeigeführte, die er ohne Schonung undRückhalt mißbilligte, ward der Anlaß seiner Anklage vor den «schränken am 8.Zuli. AlsBrissot'sMitschuldiger ward er am 3. Oct. in den Anklagezustand ver-seht. Gezwungen, sich zu verbergen, ward er außer dem Schutz des Gesetzes er-klärt. Eine edle Frau, Madame Vernev, verbarg ihn 8 Monate lang und sorgtefür sein Leben und seine Erheiterung, selbst durch kleine Gedichte. Zu dieser Ver-borgenheit entwarfC., ohne alle äußere Hülfsmittel und von den Schrecken um-geben, die seine Lage herbeiführte, jene vortreffliche „kl?gui,se c?u„ tuble-,,, >,i.,io-rigue lle8 pro»,,', äe. l'ospi it noch voll Enthusiasmus für jene Frei-
heit, deren Entartung er so eben hart büßte. Als Erwiderung der tröstenden Worte,mit der seine Beschützerin ihn zuweilen erheiterte, schrieb er die „bpiire cl'u,, I'o-lonoi, oxile eil8il>erie ä lei>>r»e", voll der Gesinnungen, die der edlere Grund-zug seines Lebens waren. Endlich erfuhr er durch die öffentlichen Blätter, daßTodesstrafe Denen drohe', welche Geächtete aufgenommen hätten. Troh allerBitten der großmüthigen Frau verließ er sie nun, ging verkleidet aus Paris , irrteeine Zeitlang umher, bis er, von Hunger getrieben, in einem schlechten Wirths-hause zu Clamar von einem Mitgliede des Revolutionötribunals von Clamar alsverdächtig angehalten und bis auf weitere Untersuchung in einen Kerker gesperrtwurde. Am andern Morgen (den 28. März 1794) fand man ihn todt auf demBoden des Zimmers, wahrscheinlich durch ein Gift geködtet, das er schon längstbe, sich trug, und von dessen früherm Gebrauche ihn nur die Liebe zu einer Gat-tin und einer Tochter abhielten. Rivarol urtheilt über C.'S Schreibart: „Erschrieb mit Opium auf bleierne Tafeln". Von seinen zahlreichen Schriften ist 1804zu Paris eine vvllständ. Sammlung erschienen, in der überfeine mathematischenWerke nicht mit aufgenommen sind. '„Oeuvre, ecuuplete,, publies pur Onrutet 0-.I,»»>,"> 21 Bde.). Das vollständigste Verzeichn, derselben gibt eine ,dioti,:e