Condottirri
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Congestion
„ir I.-, vio ot In» onvr.iger üe sämcloreet, p.ir kli-in^ero" (1196). Die,M<!ii>nire5 <>« sioixl. nur ><i rövnlut. kr." (Paris 1824) sind ein Machwerk.
Condottieri (Rottenführer), am Ende des Mittelalters in Italien An-führer der Kriegsbanden, welche nicht für ihr Vaterland, sondern des Soldes undGewinnes willen den Krieg führten und suchten, und daher ihren Degen jeder Par-tei, die sie zu bezahlen vermochte, und jeder von dieser «erfochtenen Sache widmeten.Die endlosen Kriege und Fehden der italienischen Staaten und Stände unter einan-der in jener Aeit riefen sie ins Leben, und nach und nach kam alle militairische Machtan sie. Ihre Banden bestanden größtentheils aus Leuten, die zu unfähig oder zuträge waren, ein ehrliches Gewerbe zu treiben, oder sich der Strafe eines begange-nen Verbrechens entziehen wollten. Die Ehrsüchtigern unter den Condottieri streb-ten auch nach höher» Dingen. Ein solcher war Francesco Sforza , der von denMailändern zum Anführer ihres Heeres erwählt, sich 145t zu ihrem Herrn undHerzoge machte, und dessen Geschlecht auch nach ihm Mailand beherrschte.
Confession, Glaubensbekenntniß, z. B. die augsburgische Tonfef-sion. (S. d. und Reformation.) Auch eine Glaubenspartei, z. B. die dreichristl. Confeffionen, die römisch-katholische , evangelische und reformirte. (ioxli-weir, ich bekenne, heißt die Beichte, welche der katholische Geistliche zu Anfangedes Gottesdienstes oder der Messe vor dem Altare ablegt.
Confirmation, ein Gebrauch der Protestanten, den die kathol. KircheFirmung (s. Firmelung) nennt. Die Reformatoren hatten die Firmung, weilsie die Wirkung der Taufe zu verkleinern schien, abgeschafft. Da aber eine religiöseFeier der Erneuerung desTaufbundeS derKatechumene» dem ersten Genusse des heil.Abendmahls vorausgehen mußte, wurde sie später mit Hinweglassung der Salbung(s. Ehrisam) wiedereingeführt. Dies geschah zuEnde des 16. Jahrh, in Hessen und Brandenburg , und im 17. Jahrh., besonders durch Wpener's Eifer, auch i» a.Protestant. Ländern. Als eine öffentliche kirchliche Handlung, die alljährlich mit denKatechumenen eines Kirchspiels zugleich gehalten wird, kam sie aber erst seit derzweiten Hälfte des 18. Jahrh, allgemein in Gebrauch. Wesentlich ist dabei, außereiner vorhergehenden Prüfung der Religionskenntnisse der Katechumenen, dieAble-gung ihres Glaubensbekenntnisses, um ihren Taufbund zu erneuern, und die daraufmit Gebet und Händeauflegen durch die Prediger zu verrichtende Einsegnung. Inden letzten Iahrzehendcn hat man viel gekünstelt, um sie recht feierlich zu machen;derZweck der Confirmation aber, den jungen Christen eineWeihe ihrer nun mit selb-ständiger Thätigkeit zu erstrebenden religiösen und moralischen Mündigkeit zu geben,und der Charakter des Protestantismus erfodern nur Eindringlichkeit und einfacheWürde der Reden, Gebete und Gesänge, um eine Rührung in ihren Herzen hervor-zubringen, die um so nachhaltiger wirken wird, se mehr sie sich auf ihre eigeneEin-sicht, Überzeugung undFrömmigkeit gründet, und diese hängt wiederum hauptsäch-lich von der Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit ihrer Erzieher und Lehrer ab.
Conformisten in England, s. UniformitätSacte.
Congestion. Die einzelnen Theile des thierischen Körpers erhalten nichtimmer dieselbe Menge Blutes, sondern bald mehr, bald weniger. Wo strömt z.B.während der Verdauung mehr Blut zum Magen und zur Leber, durch lebhaftesund anhaltendes Sprechen, Singen, Laufen häuft sich mehr Blut in den Lun-gen und in dem Herzen, durch anstrengendes Denken in dem Hirne an. Überhaupt,je lebhafter die Function eines Theiles ist, desto mehr Blut erhält derselbe; dieswird aber im gesunden Zustande eben so schnell fortgeleitet, alS eS zuströmte. Bis-weilen aber geschieht es, daß sich das Blut in einzelnen Organen zu sehr anhäuftund in denselben zu lange verweilt, alsdann wirkt es nachtheilig auf den Bau undauf die Function eines solchen Organs ein. Diese Blutanhäufung ist krankhafter