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Zweiter Band. Bo bis C.
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80 S Congloinerat EunZrogutiotton

Beschaffenheit und wird Congestion genannt: ein ?lusdruck, der von der Anhäu-fung einer jeden Flüssigkeit gebraucht, bei uns aber vorzugsweise, ja fast einzigund allein auf die krankhafte Blutanhänfung bezogen wird. Diese kann erstensdurch Alles veranlagt werden, was die Bewegung des Bluts überhaupt beschleunigtund insbesondere dasselbe nach einem einzelnen Theile hinleitet; so sind z. B. dieEntwickelungspcriode», von denen jede ein besonderes Erstem von Organen vor-zugsweise in Anspruch nimmt, ferner die Krisen, und endlich die zufälligen An-strengungen der einzelnen Organe als Ursachen der Congestion bekannt. Unter sol-chen Umstanden wird die Congestion von einem aufgeregten Zustande der Arterienüberhaupt und einzelner insbesondere zunächst veranlaßt. Zweitens, wenn dieBlut-bewegung nach einem Organe unterdrückt wird, so häuft es sich in einem andernzu sehr an. Darum veranlasse!, Erkältungen der Füße, Unterdrückung der bluti-gen und andrer'Absonderungen so oft Congestione». Endlich drittens bestüden sichauch die forrleiienden Blutgefäße, die Venen, bisweilen in einem Zustande, inwelchem sie ihrerBeÜimnmng nicht gehörig genügen können, z. B. wenn sie schonvorher zu sehr ungestillt sind, wenn ihre Kraft, das Blut aufzunehmen und fortzu-bewegen, verloren oder vermindert ist, und wenn sie durch äußern Druck, Binden,Geschwülste u. s. w. in ihrer Thätigkeit beschränkt werden. Man unterscheidetdein gemäß active und passive, arterielle und venöse Congestione».— Wo sich aberdas Blut in größerer Menge anhäuft, da werden die Organe rotber und heißer,der Puls klopft heftiger, die Venen dehnen sich mehr a»S; das Volumen einessolchen Theiles wird größer, krankhafte Gefühle, Schmerz, Druckn, s. w. schla-gen hier ihren Sitz aus. Die Funktionen solcher Organe werden verändert, bei mä-ßigem Grade der Congestion weiden sie mehr aufgeregt, bei höhern Graden undlängerer Dauer unke: drückt, geschwächt, ja gänzlich aufgehoben. Da nun aberjedes einzelne Organ seine eigenthümliche Funckion hat, so folgt, daß die Sym-ptome der Congestion, welche auf diesem Grunde beruhen, nach Maßgabe derOrgane, in welchen sie stattfinden, sehr verschieden und mannigfaltig sein müssen.Im Gegentheile aber beobachtet man in andern Organen Zeichen von Blutmangel,nämlich Blasse, Kälre, Einsinken des Volumens und Schwäche. Die Congestiondauert gewöhnlich nur kurze Zeit; meistens aber ist sie, wenn sie nicht frühzeitigbeseitigt und ihre Wiederkehr, zu welcher sie große Neigung hat, verhindert wird,nur der 'Anfang einer Reihenfolge von anderweitigen krankhaften Zuständen; baldgeht sie in Blutungen über und endigt sich mit denselben, bald steigert sie sich zurbVnrzundung, bald endlich wird sie ein chronischer KrankheitSzusiand, d. h. dasBlut häuft sich eine lange Zeit hindurch an, dehnt die Venen aus, bedingt eineausdauernde Erweiterung derselben, und die Erscheinungen der Reizn,ig, die mitder Congestion verbunden sind, Verliere» sich, und ein torpider, geschwächter Zu-stand triu an die Stelle derselben. Diese Umänderung der Congestion begreift mauu. d. Iß. von Stockung des Blutes (üwgn-ttiu), Anschoppung (iniüroim). 34.

Conglomerat, s. Sandstein.

C oiigregatio nal i sten, s. Independenten.

Congregationen, die aus Cardinälen und Beamten des Papstes zurBesorgung gewisser Angelegenheiten fast für jeden Zweig geistlicher und weltlicherStaatsverwaltung bestehenden Versammlungen; dahin gehören: die Inquisition (Congregation des heil. Amtes), die Congreg. zur Auslegung und Vollziehung desTridentmische» Conciliums (,U ! OnncUi»), die Congreg. da ,>r>>p.'munch> üür.(S. Propaganda.) iLo gibt es auch eine militairische Congregation, derenPräsident ebenfalls ein Prälat ist. — Congregation heißt auch eine Gesell-schaft mehrer Klöster von einerlei Regel, die zusammen eine reguliere Corporationausmachen, Capitel halten und ihre Obern wählen; die Provinz eines geistlichenOrdens wird ebenfalls Congregation genannt. In Frankreich bezeichnet man