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Zweiter Band. Bo bis C.
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Consigniren Consistorium

gespielt. ?lus diesen Conservatorien ist die große Anzahl von Componisten, Sän-,gern und Sängerinnen hervorgegangen, welche sich m ganz Europa verbreitet ha-,den. In Neapel sind die Conservaiorien auf eines reducirt, welches 1818 in dasvormalige Nonnenkloster S.-Sebastians versetzt wurde und den Namen 11o»l,Ii >»uiia.-> erhielt. Zn Mailand wurde 1808 von» Dicekönig ei» neuesConservarorium errichtet, dessen Direction )lsioli erhielt. Es hat 14 Professorenund 60 Zöglinge. Z» Frankreich trieb man bis zu dem Zeitpunkte, wo die italie-nische und deutsche Musik durch Piccini, Sacchini , Gluck und andre große Mei-ster bekannt wurde, die Musik wenig. Jetzt fühlte man, daß man erst Säugerbilden müsse. Die Oper legte also eine Musikschule an, und 1184 ward sie zurb>»!o rovlil«! >1e i:l»,i>t <-l ,lc l1co1a„>.>t'»»i erhoben. Indessen entwickelte sichdiese Anstalt erst in der Revolution zu größerer Bedeutung. Man suhlte das Be-dürfniß, 14 Armeen mit Instrunientalmusikern zu versorgen, und im Nov. 1193decretirte derConvent dieErrichtung eines Institut »-,1'xnnO cle »»eisigue. später-hin, 1195, erhielt es c»,e schliefiliche Einrichtung und den Namen tl»ns<>> ext»,, ,-.Es sollte für beide Geschlechter dienen; 600 Zöglinge sollten aus allen Departe-ments dazu gewählt werden, und 115 Lehrer wurden dabei angestellt. Die Aus-gaben wurden auf 240,000 Fr. festgesetzt, 1802 aber aus 100,000 Fr., folglichauch die Zahl der Lehrer und Zöglinge beschränkt. Der Unterricht theilte sich inden für Musik und den für Declamation zur Bildung für das Theater. Es sindan demselben immer die ausgezeichnetsten Lehrer angestellt gewesen, unter denenwir hier nur Gossee, Mehul , Garat, Ehoron und Cherubim neunen wollen.Seit seiner Errichtung hat es bereits über 2000 Musiker, Sänger und Sänge-rinnen gebildet. Zugleich ist das (lon^o, v.'ii»i>c in Paris der VcreiniguugSpunktfür alle Musikliebhaber. Die öffentlichen Übungen der Zöglinge sind die glänzend-sten Concerte in Paris . Insbesondere ist die Ausführung der Symphonien un-übertrefflich. Auch hat es fast für alle Fächer Elcmentarbücber oder sogen. Metho-den herausgegeben, die in ganz Europa bekannt und eingeführt sind. Minder be-deutende Anstalten dieses Namens haben Wien und Prag .

Consigniren, versiegeln, dann aufzeichnen, verzeichnen. In der Hand-lung insbesondere: Waaren an Jemand in Commission zum Verkauf schicken, wo-gegen der Absender gemeiniglich zwei Drittel oder doch die Hälfte des Geldbe-trags in Wechseln, in 2— 3 Monaten Zeit zahlbar, auf Denjenigen entnimmt,an den die Waaren consignirt worden sind, der dagegen auch die Assecuranz derLadungen gewöhnlich und in der Regel zu besorgen pflegt, damit das Geschäft fürihn um so sicherer und einträglicher ist. So consignirt der Königsberger Getreide,der Amerikaner Taback, Reis, Häute, der Sachse Wolle auf die Märkte »achAmsterdam, Hamburg und London , als die vorzüglichsten Etapclplätze des Con-tinentalhandels und englischen Verkehrs.

<l <> ii; i l i „ >ii .i l, 6 » „ ,l > (derRarh, sich zu entfernen), ist auf den Uni-versitäten eine mildere Art der Relegation, welche den auf diese Weise Verwiesenennicht hindert, auf einer andern Universität seine Studien fortzusetzen, und überhauptseine bürgerliche Ehre nicht verletzt, da sie nicht wegen wirklicher Verbrechen, son-dern nur jugendlicher Unbesonnenheiten und Ungebührlichkeiten wegen verhängt zuwerden pflegt.

Consistorium, eine von dem Landesherr» oder einer kirchlichen Ge-meinde angeordnete Behörde, welche die der Kirche zuständigen Rechte, in An-sehung einer oder mehrer Kirchen eines Landbezirks oder Ortes, ausübt. DerName schreibt sich aus den Zeiten der römischen Kaiser, besonders Kaiser HadrianS (st. 138 n. Chr.) her; diese hatten stets ein Collegium von Räthen ((lu,,sisln,i»n>)bei sich, welche beisammen sein (c>>n,i<>ter<') mußten, um über diejenigen SachenRecht zu sprechen, welche unmittelbar vor den Kaiser kamen. Das Collegium