Cordon
CoreUi
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Schilf und geben ihnen einen schmalen Rand von Flechtwerk. Unter den Wasser-fallen, welche die «Ltröme der Andes bilden, ist der Tequendama in Bogota zunenne». Mitten in einer reizenden Landschaft stürzt das Wasser, 40 F. breit, in2 Absahen 600 F. hoch in ein tiefes Becken hinab.
Cordon (Schnur), beim Heere diejenige Stellung der Truppen, wodurch sieeine ununterbrochene Linie, gleichsam eine Truppenschnur, bilden, um entweder einLand vor feindlichen Einfällen, oder auch bei ansteckenden Krankheiten vor Ausbrei-tung derselben zu verwahren. Im erster» Falle, wie es vornehmlich der östr. Gen.Lascy anwendete, entspricht es nach den neuern Ansichten der Kriegskunst seinemZwecke schon darum schlecht, weil eine zu sehr ausgedehnte Linie vom Feinde leichtdurchbrochen werken kann und an sich weniger kräftigen Widerstand zu leisten imStande ist. Wer zu viel oder Alles decken will, deckt Nichts. ,6.
Cordova, am Guadalguivir, eine alte berühmte Stadt im spanischen Niederandalusien, Hauptort einer nach ihr benannten Provinz, sonst eines mauri-schen Königreichs, mit 30,000 (ehemals 200,000) E., 37° SB 13"N. B. Am-phitheatralisck am sanften Abhänge des Gebirges erbaut, bildet C. ein länglichesViereck und ist mit Mauern und mächtigen Thürmen umgeben. Ein Theil derStadt ist römischen, ein andrer maurischen Ursprungs; viele Gebäude sind verfal-len, und eine Menge von Gärten nimmt einen großen Theil des bewohnbarenRaumes weg. Die Straßen sind enge, krumm und schmutzig; doch ist die PlaeaMayor, der große, regelmäßige Hauptmarkchlatz, durch die Schönheit der ihn um-gebenden Säulengänge ausgezeichnet. Die Überbleibsel des Wohnsitzes der mauri-schen Köniqe machen jetzt einen Theil des erzbischösi. Palastes aus. Die Domkircheist eine zu Ende deö7. Jahrh, vom König Abderhaman erbaute prachtvolle Moschee,deren wunderbar verbundene, theils achteckige, theils runde Kuppeln von 850 Ja-spis- und Marmorsäulen getragen werden, welche 19 Säulengänge bilden. DieBrücke über den Strom ruht auf 16 Bogen und ist von den Mauren erbaut. —C. hat zu allen Zeiten starken Handel getrieben, und zur Zeit der Mauren ward dashier sonst ausschließlich bereitete Glanzleder (Corduan) weit und breit versandt.Dagegen hat C. Seidenfabriken und ein berühmtes Pferdegestüt. In welchenJahren die Römer den Grund der Stadt (tlolnnia I'aliici.i. später t',or,!uIx>) ge-legt, ist nicht bekannt. 572 ward sie von den Gothen erobert und 692 von demmaurischen Feldherrn Abderhaman in Besitz genommen, welcher hernach sich sei-ner Lehnspflicht gegen den Khalifen von Damaskus entzog und C. zu seiner königl,Residenz erhob. Die Provinz Cordova (195 OM., 259,000 E.) umfaßt, außerdem fruchtbaren und schönen Tkale des Guadalguivir, die zuni Theil mit ewigemSchnee bedeckten Gebirge der Sierra Morena .
Corelli (Arcangelof geb. zu Fusignano im Gebiete von Bologna , 1653,Violinspieler, ward von Matteo Simonelli, Sänger der Peterscapelle zu Rom ,für die Kirchenmusik und von Bassano zu Bologna für die weltliche Musik gebildet.1706 unternahm er eine Reise nach Deutschland , war in Diensten des Kur-fürsten von Baiern und kehrte nach etwa 5 Jahren in sein Vaterland zurück.Er wußte die Geige mit tiefer Einsicht und einer unglaublichen Fertigkeit zu be-handeln. Die Sprünge und tändelnden Verzierungen andrer Violinspieler warenihm fremd. Sein Vertrag hatte einen eigentbümlichen Charakter, voll Anmuthund Ausdruck; sein Ton war fest und gleich. Sein Gönner in Rom war der Car-dinal Ottoboni. C. bildete und leitete, nach Crescentini's Angabe, jene berühmtemusikalische Akademie, die alle Montage in dem ottobonischen Palaste gehaltenwurde. Durch seine Violinsonaten und Concerte ward er gleichsam Schöpfer einerneuen Hannonie, zumal für sein Instrument. Er starb 1713 und hinterließ, au-ßer einem beträchtlichen Vermögen, eine kostbare Gemäldesammlung, welche derCardinal Ottoboni erbte. Er wurde in dem Pantheon begraben.