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Cordilleras de los Andes
zu sprechen. Sie erstreckt sich bis nach Guyana , und zu ihr gehört der nach seinemglänzend gelben Glimmerschiefer genannte goldene Berg, Eldorado. Die Bergeder zweiten Kette haben nur 4000 F. und sind mit Palmen, Ananas und köstli-chen Schlingpflanzen so bedeckt, daß Niemand durchdringen kann. Ein feuer-speiender Berg, Duida, erhebt sich bis zu 8465 F. über die Meeresfiäcke. DieseSeitenkette besieht aus Urgebirgcn und hat daher keine Versteinerungen oder Über-reste aus der Vorwelk. Die dritte Seitenkette der Andes sind die Gebirge von Chi-quitos, welche zwischen dem 45. und 20° S. B. nach Osten den Flüsse» ihren Ur-sprung geben, die in den Maranon und den Plata fallen. Sie verbinden die Rie-senhäupter der Andcs in Peru mit den BergenvonBrasilien und Paraguay . Durchdiese 3 großen Gebirgszüge wird Südamerika in ebenso viele ungeheure Flächengetheilt, welche westwärts durch den Hauptrücken der AndeS geschloffen, gegen O.zu bis an den atlant. Ocean offen sind. Die nördlichste Fläche ist das niedrige Thaldes Oronoco, worin Neuandalusicn und Guyana liegen; die zweite Fläche ist daswaldreiche Thal des Maranon, wozu noch das nördl. Brasilien gehört; die südl.Ebene bildet die Viehreichen Pampas, welche sich bis nach Rio-Ianeiro und Bue»nos-ApreS erstrecken. Der Haupkrückcn der Andes erhebt sich in der Gegend vonQuito über 20,000 Fuß. Den Chimborasso (20,142 Fuß) erstieg Humboldt den23. Juni 1802 bis zu 18,192 F. Der Antisana (11,958 F.), der Kokopari(s. d.), der Pichincha (über 15,000 F.). Nach Pentland befinden sich die höchstenSpitzen der Anden auf der östlichen, 19,000 F. hohen Kette (zwischen 14 —11°S. B.), die fast ganz aus Flötzgebirgen besteht. Einige überragen »och den Chim-boraffo, z. B. der I llimani, nach Pentland's Messung 24,000 F., der Sorata 28,000 F. hoch. Diese Gebirge stehen fast alle wenig südl. vom Äquator, zwischenQuito und Lopa, von der Südsee kaum 25—30 Meilen entfernt. Ihre gefrorenenHäupter bestehen fast durchgehends aus Porphyr, der eine Höhe von 10— 12,000Fuß einnimmt; dagegen findet man Granit nur bis etwa>iber 11,000 F. über derMeeresfläche; und die übrigen Kegel der westlichen Eordilleren, von denen nochmehre über 20,000 Fuß sich erheben, sind fast alle vulkanisch und die Behäl-ter eines unermeßlichen Brennstoffs, der in fürchterlichen Erdbeben ansbricht,wobei nicht bloß Lava und verschlackter Basalt, sondern auch ganze StrömeWasser, viel Thon, und eine Menge todter Fische ausgeworfen werden. Oftbrausen aus diesen Vulkanen Sturmwinde hervor, die Alles zu Boden werfen,was ihnen entgegensteht. Diese Gebirge sind äußerst reich an Metallen allerArt, Blei allein ausgenommen. Außer der Platina ist ihnen ein sonderbaresErzeigen, welches aus Thon, Eifenkalk, salzsaurem und gediegenem Silber be-steht. Ungeachtet die Schneelinie der Anden bei 15,000 F. anfängt, folglich dieSpitze des Chimborasso über 5000 F.,hoch mit ewigem Schnee bedeckt ist, gibt esdoch keine Gletscher, weil unter dem Äquator die Temperatur sich fast immer gleichist, und die Sonne das ganze Jahr hindurch fast mit immer gleicher Stärke scheint;daher kommen auch in den Andesrhälern nie die fürchterlichen Lawinen vor. Dage-gen unterscheide» sich die Andes von den europ. Alpen durch die ungeheuern Felsen-spalte», die bisweilen eine Tiefe von mehr als 4000 F. haben und dabei ganz senk-recht sind. Eine solche Felsenspalte, Icononzo genannt, durch welche der LuminaPaz fließt, ist wegen einer natürlich gewölbten Brücke merkwürdig, welche 300 F.über dem Flusse sich 50 F. lang, 40 F. breit und 8 F. dick von einem Felsen zum an-dern erstreckt. Im höher» Virginien gibt eS ein ähnliches Naturwunder. Ein unge-heurer Kalkfelsen nämlich, dessen senkrechte Wände 250 F. doch sind, bildet eineSpalte von 90 F. Breite, die oberwärls durch ein so dickes Bogengewolbe über-baut ist, daß ehedem die schwersten Lastwagen darüber gingen. Die Eingeborenenwerfen über diese Schlünde der Andes Brücken von stricken aus den zähen Fasernder amerikanischen Agave. Diese Hangenden Brücken bedecken sie mit Rokr oder