Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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Croinivell

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als die Länge seines Schwertes; undC. fand so vielen Widerspruch, daß er nachden ersten 5 Monaten das Parlament aufhob. Übrigens war seine Staatsver-waltung, den Umstanden gemäß, musterhaft. Er unterhielt hinreichende Verpfle-gimgsmagaziue; der Sold der Armee war stets einen Monat voraus gesichert;das Staatseinkommen wurde, ohne neue Auflagen, streng und sparsam ver-waltet. Au Richtern ernannte er die redlichsten und aufgeklärtesten Männer,ohne Rücksicht auf ihre frühern politischen Meinungen. Als man ihm vor-stellte, daßHale, den er zum Oberrichter des ersten Gerichtshofes ernannt hatte,einer der erklärtesten Feinde derRevolution gewesen sei, antwortete er: „Ich weißes, aber er ist ein allgemein geachteter Mann, und ich will in ihm eineScheide-wand aufrichten zwischen meiner Rache und meinen Feinden!" Nie versuchte derProtector in den Gang der Rechtspflege einzugreifen. In Religionsfachen befolgteer den Grundsatz derDuldung. Jeder konnte seinem Gewissen folgen. Auch imjjbrigen hätte C. gern »ach seinem richtigen Blicke gerecht und milde regiert, Wis-senschaften und Künste befördert und Balsam in die Wunden der Nation geträuft;aber wie er die Gewalt erworben, so mußte er sie auch, wider seinen bessern Willen,durch eine oft tyrannische Strenge behaupten. In gleicher Furcht vor denRoya-listen wie vor den LevellerS, konnte er sich nicht einmal auf die Officiere der Armeeverlassen; er traute selbst den Soldaten nicht und würde zu seiner Leibwache einRegiment Schweizer in Dienste genommen haben, wenn er nicht besorgt hätte, sichdadurch verhaßt zu machen und seine Furcht zu verrathen. Mit Hülfe der Fanati-ker hielt er die Royaliflen im Zaum, und diese dienten ihm als Gegengewicht gegenjene, daher er den mehrmals im Kriegsrathe gemachten Vorschlag, alle Royalistenzu ermorden, ebensowol aus Klugheit als aus Abscheu verwarf. Doch mußtensie ein Zehntel von dem Betrage ihres Vermögens abgeben und wurden stets wieFeinde angesehen; auch sollte bei ihnen der gewöhnliche Rechtsgang nicht stattfin-den. Uin diese Auflage einzutreiben und die Verdächtigen zu richten, vielleicht auch,um die Einheit des Heers aufzulösen, theilte der Protector England in 12 Ean-tons und stellte jeden unter die unumschränkte Gewalt eines Major-Generals, vondessen Beschlüssen man nur an den Protector appelliren konnte; doch hob er diesesverhaßte Pasthal-egiment bei Zeiten wieder auf. Dagegen erhob er die britischeSeemacht. Der berühmte Admiral Blake und andre britischeSeehelden machten derHolland . Marine unter Ruyter, Tromp u. A. den Sieg streitig. In dem Friedenmit Holland (15. April 1654) behielt England die Ehre derFlagge, und dem engl.Colonialhandel gab die Schifffahrtsacte einen neuen Schwung. Der mit Spanien von 1655 — 58 glücklich geführte Krieg, in welchem Iamaica und Dünkirchen erobert wurden, machte das neue Parlament, aus welchem E. alle Republikanerbei der Wahl sorgfältig ausgeschlossen hatte, so nachgebend, daß es ihm zuletzt denKönigstitel antrug. Allein Einzelne, darunter Lambert, der zweite Befehlshaberdes Heers, welcher nach E. Protector zu werden hoffte, und die Mehrzahl derOfficiere widersprachen so bestimmt, daß §. aus Furcht, Cäsar's Schicksal zu ha-ben, die Annahme verweigerte. Auch sein Schwager Desborough und sein Schwie-gersohn Fleetwood widerrielhen es ihm; selbst sein ältester Sohn, Richard, war imHerzen Rovalist. Dafür gab ihm nun das Parlament (1657) durch eine Acte,genannt: „Demüthige Bittschrift und Vorschlag", den Titel Hoheit und das Rechtseinen Nachfolger zu ernennen, und er wurde ein zweites Mal mit den Zeichen sei-nerWürde, dem Sammetmantel von Purpurfarbe, als Sinnbild derGerechkig-keit und Gnade, der Bibel, dem Stäbe und dem Schwerte, von dem Sprecherfeierlich beliehen. Von allen Seiten erhielt E. Beweise der höchsten Verehrung;doch benebelte der Weihrauch der Bewunderung nicht seinen Verstand: er sah dieDinge ruhig, klar und sorgenvoll an, wie sie waren. Shakspeare selbst hat keinedramatischere Lage dargestellt als die, in welcher C. sich befand; aber. darin un-