Cucva
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Cubach
?lmerika gehalten wird, ist von den Spaniern nur zum Theil angebaut; das Klimaist heiß, aber nicht ungesund. Die Einwohner treiben hauptsächlich Plantagenbauund Handel; ihr Gewerbsteiß beschränkt sich auf die unentbehrlichsten Handwerke.Colombo , der die Insel den 28. Oct. 1193 entdeckte, nannte sie Johanna; 1511wurde die Eroberung durch Velasguez (st. 1524) vollendet. Man behandelte dieEinwohner mit aller Grausamkeit, die blinder Religionseifer und unersättliche Hab-sucht den Spaniern eingaben. Der größte Theil der Bevölkerung zvard aufgerieben,theils durch dasSchwert derüberwinder, theils durch die fürchterliche Pockenseuche,theils dadurch, daß man sie in den Goldgruben mit übermäßiger Anstrengung ar-beiten ließ. Cuba ward eine Wüste. Als man aber ihre Wichtigkeit für die ausMexico nach Europa segelnden Schiffe einsehen lernte, bevölkerte man sie mit spa-nischen Colonisten. England hatte Cuba 1689 und 1161 erobert. Die Hptst. istHavana (s. d.). Erzeugnisse sind: Zucker (jährl. eine Mill. Ctnr.), Taback,Baumwolle, Caffee , Mais, Maniok, Weinstöcke, Eocospalmen, Bananen, Cassia,Cacao, Sarsaparille, treffliche Waldungen mit Mahagoniholz und andern kostba-ren Holzarten, viel Honig, Wachs, Seide, europäische zahine Hausrhiere, Geflügel,Wildpret, Schildkröten, Fische, Gold, Silber, Kupfer, Mineralwasser, Salzquel-len. Man führt auS: Taback, Zucker, Wachs, Barunwolle, Ochsenhäute. Über-haupt ist Cuba die Niederlage von allen Waaren aus Mexico und den übrigen Pro-vinzen des mexicanischen Meerbusens, von europäischen nach jenen Ländern geführ-ten Waaren und von allem gemünzten Gold und Silber aus Mexico . Auch pfle-gen die spanischen und amerikanischen Schiffe bei ihrer Hin - und Herreise hier an-zuhalten. Noch immer ist Euba ein Sklavenmarkt für Westindien . 1824 wurden16,000 Negersklaven in 44 Schiffen hier eingeführt. Über die Wichtigkeit die-ser Insel, deren Wohlstand jedoch bei der jetzigen Lage abgenommen haben soll, s.M. Massö'S: „Lubs et la Ilevane, birtoire tnp0Ai.-rt»t>5t." (Paris 1826);B. Huber'ö,,-Lpereu stutiit, cle I'jzle cle (äuba" (Paris 1826), und Al. v. Hum-boldts poütigue rur l'lrle äs duib-,". M. einer Eh. und Betracht, überden Handel mir den Antillen u. Colombia (Paris 1826, 2 Bde.).
Cubach (Michael), Buchdrucker u. Buchhändler, Vers. des seit 1616—92oft aufgelegten Gebetbuchs: „Einer gläubigen und andächtigen Seelen täglichesBet-, Büß-, Lob - und Dankopfer, d. i. ein großes, vollkommenes Betbuch in allerleigeistlichen und leibl., gemeinen und sonderbaren Nöthen u. Anliegen zu gebrauchen"(Leipz. 1616). Nicht alle der darin enthaltenen 1200 Gebete haben C. zum Vers,sondern sie sind, wie der Titel sagt, aus 100 bewährten Autoren zusammengetragen.Für alle Fülle und Stände und Zeiten ist darin gesorgt, z. B.: „Gebet eines Alken,so schlotternde krumme Füße hat; wider des Teufels Anläufe; wenn man die Klei-der auszieht; wenn man sich im Bette aufrichtet; eines Büttels, Cantoriö, einesCornets, Dachdeckers; wenn du dich kämmest u. s. w. 11.
Cubus, s. Würfel.
Cueva (Juan de la), Dichter, geb. in Sevilla um die Mitte des 16. Jahrh.Eine große Leichtigkeit in der Verskunst, worin Ovid fein Muster war, bestimmteihn, sich der dramatischen Dichtkunst zuzuwenden, wo eben Torres Naharro demVersuche einiger zeichnen Theaterfreunde, dem Volke das griechische und römischeDrama aufzudringen, sich glücklich widersetzt hatte. Vereinigt in seinem Swebenmit Naharro, Lope de Rueda und Christoph de Castillejo, befestigte er die alte Ein-theilung in conwell:,, üiriii.is) buni.-nws, indem er den einzelnen Stücken durchgrößere Mannigfaltigkeit der auftretenden Personen, durch vollendetere Verse unddurch die Eintheilung in drei Iornadas ein echtnationales Interesse gab. Seinein Spanien jetzt sehr seltenen Werke findet man im „Oarn-nn e<g>riuol" (Bd. 8,S. 16). Das Früheste, was von ihm erschienen war, sind „Poesie liriou,"(Sevilla 1582), einerlei Inhalts mit dem „blcnu tebeu cle rolueuoei liiitorialcr"