Band 
Zweiter Band. Bo bis C.
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CujaS

(Sev. 1588). Sein Heldengedicht: „l.n congui8tn <1e l.i Lotios" (Sev. 1603,auch in Fernandez'S Sammlung, Th. 14 und 15), in 20 Gesängen, entschuldigtdurch Schönheiten der Ausführung die Mangel des Plans. Die „Oine.Ilu!," (v jtr»^eüi:,ü) (Wev. 1588), vier Trauerspiele, fanden zu ihrer Zeit Beifall in dem !dichtungsrcichen Sevilla , beleidigten aber damals durch die Einmischung allegori- ^scher Personen in die Handlung. Im „?srna8o aspsiiol" findet man auch eine j„4rr pnctios" von C. in Terzetts geschrieben, die uns über altspanische Dramatik jwillkommene Aufschlüsse gibt. C. starb im Anfange des 17. Jahrh. s

Cujas (Jacques), bekannter unter dem lateinischen Namen Cujacius , jSohn eines Gerbers zu Toulouse , mit Namen CujauS, geb. 1522, änderte seineneigenmächtig verkürzten Namen später in de Cujas um. Durch Fleiß und Talentkam er dem Unterrichte s. Lehrers der Rechtswissenschaften, Arnoul Ferner, so ent- sgegen, daß er allgemeine Aufmerksamkeit erregte. Schon 1547, bei s. ersten Vor«trage über die Institutionen vor den Kindern des Präs. Dufaur, bewunderte manseine Klarheit. Doch mußte er 1554 sich zu Toulouse einen mittelmäßigen Men«sehen, Forcadel, vorgezogen sehen, als ein Lehrstuhl der Rechte offen ward. In Ca-hors, wohin er 1554 berufen wurde, und wohin ihm alle seine Schüler folgten,blieb er nur ein Jahr; denn Margaretha von Dalois, die durch Michael von Ho«pital'ü Wahl zu ihrem Kanzler einen Beweis ihres Scharfblicks gegeben hatte, ließauch C.'S Talent nicht unbeachtet, als sie Bourges , den Hauptort ihres Leibge«kinges, zur ersten Rechtsschule jener Zeit zu erheben entschlossen war. Auf Hopi-tal's Aussoderung ging C. dahin ab und lehrte dort bis 1567, wo er nach Va-lence sich begab und der dortigen Schule ebenfalls Ruhm und Glanz erwarb.Damals zerrütteten Frankreich die unglücklichsten Parteien; auch C. sah sich ge«zwungen, ihnen zu weichen. Er kehrte 1575 nach Bourges zurück, ging der Be-sorgnisse wegen nach Paris , wo er Rechtsvorträge hielt: eine Begünstigung, dienur ihm zugestanden ward, da die Rechtsschule zu Paris erst seit Ludwig XI V. be-sieht. 1577 wandte er sich wieder nach Bourges , das er, obgleich die glänzend-sten Vorschläge ihn nach Bologna lockten, doch nicht verließ. C. verdankte seinenRuf dem Zurückgehen auf die Quellen des römischen Rechts in ihrem ganzen Um«fange und der classischen Art ihrer Benutzung. Indem er die römischen Gesetz-bücher durch Zuziehung von Handschriften, von denen er selbst an 500 besaß, anunzähligen Stellen berichtigte und den ganzen Reichthum einer gründlichen Gelehr-samkeit aufbot, um das Dunkle zu erklären, ward er der Stifter der humanistischenJurisprudenz, die seine geistreichen Vortrüge, freigesprochene, aber scharf aufgefaßteDeductionen der einzelnen Sätze, in jenen Zeiten doppelt anziehend machen mußte.Außerdem vermehrte die Bewunderung seiner Schüler, die sein Name aus allenLändern Europas herbeizog, die Theilnahme, die der große Lehrer ihren persönlichenSchicksalen bewies, und eine Klugheit, die sich ebenso fern von theologischen Zänke-reien hielt (niinl boo scl eüiclui» jii!iet»iis, war sein Sprüchwort), als durchtreue Anhänglichkeit an der Sache Heinrichs I V. Vertrauen einflößen mußte. DerSchmerz über die Lage Frankreichs soll seinen Tod beschleunigt haben (zu Bourges am 4. Oct. 1590). Gegen seinen Willen bestattete man ihn sehr feierlich. C.war kurz, untersetzt und kräftig, von feiner, aber durchgreifender Stimme. Seinezahlreichen Werke hatte er alle mit dem Bauche auf der Erde liegend geschrieben.Er hatte in s. Testamente befohlen, daß seine Bücher vereinzelt würden, damit nichtder Mißbrauch seiner Randnoten seinem Andenken schade, doch daß sie durchausnicht an Jesuiten verkauft werden sollten. Die Buchhändler von Lyon erstandenseine Handschriften, um sie als Maculatur zu gebrauchen. Die bei s. Leben vonihm selbst besorgte AuSg. s. Werke (bei Nivelle, 1577) ist gut und genau, aberunvollständig; ebenso enthält auch die von Colombet besorgte AuSg. (Paris 1617und 1634) nicht alle s. Schriften. Eine vollständige AuSg. besorgte Fabrot (Pa-