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Cynosura Cyprian
Eynosura, Nymphe von» Berge Ida, welche den Jupiter erzogen hotteund nachher in dos Gestirn des kleinen Boren verseht wurde. Nach diesem Sternerichteten sich die Phönizier bei ihren Schifffohrten; noch jetzt ist Eynosur, im un-eigentlichen Sinne, gleichbedeutend mit Leitstern, Wegweiser, Richtschnur.
CynthiuS, Beiname des Apollo, von» Berge EynthuS auf der Insel De-los, an dessen Fuße ihm ein Tempel erbaut war; auch Diana, seine Schwester,fuhrt den Namen Eynthia von diesem Berge, weil sie hier geboren sein soll.
E y p e r n, Insel im Mittelland. Meere, zwischen Kleinasien u. Syrien , imAlterthume berühmt wegen ihrer ungemeinen Fruchtbarkeit und wegen ihres wei-chen Klima (343 lüM., mit 120,000 E., darunter 40,000 Griechen). Eypern istdas Vaterland des Blumenkohls. Wein, Öl, Honig, Wolle »c. waren die vorzüg-lichsten Erzeugnisse und sind es noch; merkwürdige Orte und Berge, z. B. Paphos,Amachusie, Salamis, der Olvmp mit einem reichen VenuStempel, zeichneten dasLandaus. VenuSwurde hier vorzüglich verehrt, denn, der Sage zufolge, stieg sieanEyrherenS, dann anEvperns reizendem Ufer aus dem Schaume des Meeres em-por. Die älteste Geschichte der Insel verliert sich in das Dunkel der Vorzeit. AlsAmasis sie 550 v. Ehr.) der ägyptischen Herrschaft unterwarf, hatten ionische undphonizischeColonistenmehre kleineKönigreiche daselbst; sie blieb bei'Ägypken, bis 58v. Ehr. die Römer sie ansichrissen. Nach der Theilung des römischen Kaiserthumsblieb sie den» östlichen Reiche unterworfen und wurde von eignen Statthaltern auükaiserl. Geblüte regiert, von denen sich Komnenuö I. unabhängig machte, dessenHaus auf dem Throne blieb, bis Richard von England die Familie Lusignan mitder Krone belehnte (1191). Nach dem AuSsterben der männlichen Linie der Lu-signans kam Jakob, ein natürlicher Sprößling derselben, zur Regierung. Er hatteeine Venetianerin, Katharina Eornaro, zur Gemahlin, und da er sie kinderlos hin-terließ, benutzten die Venetianer diesen Umstand, Eypern ansichzureißen (1473).Sie blieben im ungestörten Besitze bis 1571, wo Amurat III., nach der tapferstenGegenwehr des Marco Ant. Bragadino, der 11 Monate Famagusta vertheidigte,die Insel eroberte und mit dem türkischen Reiche vereinigte. Der türk. Feldherrbrach die Eapitulakion, ließ die Gesa»? men niederhauen und den tapfern Braga-dino lebendig schinden. Die Hauptst. Nikosia ist der Sitz des türk. Befehlshabers,eines griech. Erzbischofs u. eines armenischen Bischofs. Die cvprischen Weine sindroth, wenn sie aus derPresse kommen, nach 5 — 6 I. aber werden sie blässer; nureine Sorte, der MuScateller, hat in den ersten Jahren eine weiße Farbe, wird je äl-ter, je röther, und nach Jahren dick wie Sprup. Sein Geschmack ist äußerst süß.Sie sind nicht zu jeder Jahreszeit gleich schmackhaft; der Frühling und Sommersind ihnen am vortheilhastesten, große Kälte schadet ihnen und nimmt ihnen Ge-schmack und Geruch. Sie werden anfangs in verpachte Schläuche gefüllt, daher sieeinen starken Pechgeruch haben, den sie nur nach Jahren verlieren. Nach dem fe-sten Lande kommen sie in Gebinden, müssen aber nach einiger Zeit auf Flaschenabgezogen »Verben, wenn sie sich halten sollen. Der beste ist der Eommanderia.
Erpresse. Die Dichter haben diesen» Baume den Eharakter stiller Trauerbeigelegt und lassen ihn oft die Gräber beschatten. Seine immer grüne Farbe istihnen das Bild der Ewigkeit.
Eyprian der Heilige, geb. 200 n. Ebr. zu Earthago, stammte aus einerangesehenen Familie und war Lehrer der Beredtsamkeit daselbst. 246 bekehrte ersich zum Christenthum, vertheilte sein Vermögen unter die Arme» und lebte äu-ßerst enthaltsam. Die Gemeinde in Earthago wählte ihn zum Presbyter und 248zum Bischof. Er wurde das Licht der Geistlichkeit und der Tröster des Volks.Zwar floh er während der Verfolgung der Ehristen unter dem Kaiser DeciuS, er-mähnte aber seine Kirche, stets beim Glauben an» Christenthum zu beharren. 251