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Zweiter Band. Bo bis C.
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CypriS Cyrillische Buchstaben

berief er eine Kirchenversammlung fti Carthago, um die Büßungen Derer zu bestim-men, welche während der Verfolgung abtrünnig geworden, jedoch zum christlichenGlauben reuig zurückkehren wollten. Als 251 wieder eine Christenverfolgung auS-brach, wurde er nach Curuba, 12 Stundenvon Carthago, verbannt. Am14.Sept.258 ward er zu Carthago enthauptet, weil er wider den Befehl der heidnischenObrigkeit in Carthago'S Gärten das Evangelium gepredigt hatte. Lactanz nenntihn den ersten beredten christlichen Schriftsteller. Doch hat seine Schreibart etwasvon der Härte seines Lehrers Tertullia». Wir haben von ihm eine Erklärung desVater Unser und 81 Briefe, die viel Aufklärung über die Geschichte der Kirche zuseiner Zeit geben. Daluzius gab s. Werke (Paris 1126, Fol.) vollständig heraus.

CypriS, Cypria, Beiname der Venus von der Insel Cypern, wo ihrerster Tempel war.— Cypripor, Beiname des Amor oder Cupido.

Cyr (Saint-.), Dorf im Depart. der Seine und Oise , Canton Versailles,ehemalige Abtei, berühmt durch die Erziehungsanstalt, welche Ludwig X I V. aufVeranstaltung der Maintenon 1686 daselbst gründete. 25V adelige Fräuleinwurden hier bis zu ihrem 20. Jahre unentgeltlich erzogen und unterrichtet. DiesGeschäft war 40 geistlichen Lehrerinnen anvertraut, und ebenso viele Laienschwe-stern waren zur Bedienung bestimmt. Das große Gebäude ist ein Werk Mansard'S.Die Maintenon schenkte dieser Anstalt ihre ganze Aufmerksamkeit; nach dem Todedes Königs lebte sie in Saint- Cyr und ist auch dort begraben. Auch dies Instituterlag der revolurionnairen Zerstörung, nachdem es im Convente als eine Schule desRoyalismuS und der Aristokratie dargestellt worden war. Napoleon legte in Saint-Cyr eine Militairschule an, die seinen Sturz überdauerte und 300 Zöglinge füralle Waffen, ausgenommen Artillerie und Geniewesen, bildet.

Cyrenaiker, die Anhänger der von Aristipp (s. d.) aus Cyrene gestifte-ten philosophischen Sekte, welche, nachdem sie ungefähr 100 Jahre in-und außer-halb Griechenland geblüht hatte, durch Epikur verdrängt wurde. Von Aristipp's Nachfolgern sind, außer seiner Tochter Arete und seinem Enkel AristippusMetro-didaktuS, die berühmtesten: Antipater, Anniceris , TheodoruS, Hegesius,Euphenie-ruS, Bion, DorystheniteS u. s. w.

Cyrene, Cyrenaica, »rsprüngl.einephönizische Colonie(daSheutigeDerne),ein mächtiger griech. Staat in Nordafrika, westl. von Ägypten , mit den Fünfüädten(Pentapolis), darunter Cyrene, eine Colonie von Sparta; jetzt ein groseS, noch un-erforschtes Feld von Alterthümern. Der Ort, wo C. lag, heißt jetzt Grenne oderCayron in der Landschaft Barca im Tripolitanischen. Die Alten schätzten das hiereinheimische >L5taudengewächS Silphium (la^er) als wohlschmeckend und heilsam.Bis ins 5. Jahrh, war C. der Sitz der Gnostiker. Die daffgen Alterthümer beschriebder Arzt della Cella in feinem nicht gründlichen „Vlarrch" >b> 1 1 ip»l> >ll 5.-,, ivalle lVunileri uc>-ül«-,,mli stell' >sp>itu, läitu nel 1811" (Genua 1819). I.R.Pacho (er nahm in Schwermuth sich das Leben den 25. Jan. 1829) hatte Afrika seit1819 bereist und untersucht; dafür erhielt er bei seiner Rückkehr 1826 in Paris den geogr.Preis von 8000 Fr. S.f. „klelat. st'nn v»v. <l.,ns la äsn u>.u chue,ilvrün.ll,,», k-ü ." (Paris 1821 fg., 3TH., 4., mit Kpfrn., Atlas in Fol.); derBrüder Äeechy „?i<>eeeilliir;.>i ut tlie expeclil. tu expluie tln' uu, l!>. (ä> >>l

Xli'i«»etc." (London 1828, 4., mitKpfrn.u.Chart.),unddieGeschichte inlt.Trig-he's „Ichk slvreneustniu von Bloch herauSg. (Kopenh. 1828). über diephö-nizische und grieeb. Inschrift, die man in den Ruinen von Cyrene gefunden und nachMalta gebracht hat, haben Gescnius (Halle 1825, 4.) und Hamacker (Pros. zuLenden, daselbst 1825, 4.) geschrieben.

Cyrillische Buchstaben, Charaktere, slaw. Csuraliza, eincSchrift-art der slawischen Sprache, deren eS3 gibt: 1) Lateinische oder deutsche Buchsta-ben, deren sich Polen, Böhmen und Lauscher bedienen. 2) Cyrillische, nach dem Er-