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Fabroni Forciolati
tanket die Art dieser Arbeit an. Die sonstigen Unterschiede, die man zwischenFabrik und Mannfactur angibt, sind ungegründet. Fabricat, was in derFabi ik verfertigt worden ist. In der Malerei versteht man unter Fabriken allevon dem Maler in seinem Gemälde dargestellten (Gebäude, besonders wenn sie,wie bei Landschaften und in Hintergründen historischer Compositionen, nicht derHauptgcgenstand des Gemäldes sind.
Fabroni (Angelo), ein berühniker italienischer Biograph, geb. zu Mar-radi im Toscanisihen ant 7. Febr. 1732, erhielt den ersten Unterricht zuFaeura, dann studirle er in Rom in dein Collegio Bandinelli Logik, Physik,Vketaphrsik und Geo etrie, und schrieb das Leben Clemens'S XI l. Unter-stützt und aufgemuntert in seinen Studien, sichre er den Gedanken, das Lebender italienischen Gelehrten zu beschreiben, welche im 17. und 18. Jahrh, ge-blüht hatten, und verwandte auf dieses Merk, wovon der erste Band 1706erschien, seine angestrengteste Thätigkeit. Sein-m Glücke stellten sich viele Hin-dernisse in d>-n Weg, unter andern auch die Feindschaft der Jesuiten . Er begabsieb daher nach Florenz , wo er 1767 vom Großherzog Leopold die Stelle einesPriors erhielt, und nun seine Zeit zwischen den geistlichen Geschäften und
literarische» Arbeiten theilte. 1769 reiste er nach Rom , wurde von Cle-mens XN. mit großer Freundschaft empfangen lind zu einem Prälaten derpäpstliche» .Kammer ernannt; doch er kehrte nach Florenz zurück und gab
hier Briefe von Gelehrten des 17. Jahrh, aus den Archiven der Medicis heraus. 1773 ward er zum Erzieher der großherzoglichen Prinzen ernannt;nun gewann er Zeit, sich wieder mit seinen Biographien zu beschäftigen. Ermachte Reisen ins Ausland, besuchte Mien, Dresden lind Berlin . In seinenletzien Lebensjahren beschäftigte er sich mir theologischen Arbeiten und starbden 22. Sept. 1803. Die beste Ausgabe seiner in gutem Latein geschriebe-nen ,ss in,,- IN,!>>,,,,>> llneteini, exe, ll, >,t>»n> gni x.iocule» XI II. et XVlII.
tloin.inni" erschien zu Pisa 1778 — 99 in 18 Bdn. Der 19. lind 20.
Bd. kamen nach seinem Tode hinzu, wovon der eine sein eignes Leben ent-hält, von ihm selbst geschrieben bis 1800. Dieses Werk von 167 Lebens-beschreibungen gehört unter die vorzüglichsten seiner Art imd umschließt einen«L cbah von Gelehrsamkeit. Musterhaft sind F.'S ,->>iH ölclieüx >1. , in,"und „li.'gni (ioxnin'i öleel. li> " (Pisa 1781 und 1789, -1.). Auch gaber das ,,'ü>»ln,Ie ,1c Icktten,!," seit 1771 zu Pisa heraus und setzte es biszum 102. Bde. fort.
F aeadc, die Außenseite oder äußere '.Ansicht eines Gebäudes. Weilman an den meisten Gebäuden nur Eine Außenseite zu sehen bekommt, die nachder Lrraße schenke, so hat man diese Außenseite mit dem Haupteingange auchvorzugsweise Fa, ade genannt. '.Als Werk schöner Baukunst muß sie ein Ganzesbilden, dessen Theile ein schönes Dei hältniß an sich, eine symmetrische Stellunggegen einander und Harmonie in: Ganzen haben, lind in ihr muß sich vorzüglichder Charakter des Gebäudes aussprechen.
Facciolati (Giacomo , ein italienischer Philolog, geb. zu Torreglia unweit Padua den 6. Jan. 1682. Die Anlagen des Knaben veranlaßie» denCardinal Barbarigo, ihn ins Seminar zu Padua aufzunehmen. Hier wurde erim Zeiträume von wenigen Jahren ». der Theologie, Professor dieser Wissen-schaft, sowie der Philosophie, endlich Präsect des Seminars lind Generaldi-rektor der Studien. Er wandte seine vornehmste Sorge auf die Wiederher-stellung des Studiums der alten Literatur; daher unternahm er auch eineneue Ausgabe des Wörterbuchs in 7 Sprachen, welches nach seinem ersten Vers.,dem Mönch Ambrosius von Calepio (Calepinus), das Calepinische genannt