Fcston Festung i))
Decaditagen von der Republik zu feiernde Festtage angeordnet: das Fest 1) deshöchste» Wesens und der Natur; des Menschengeschlechts; 3) des französischen Bolds; 4) der Wohlthäter der Menschheit; 5) der Freiheil und (Gleichheit; 6ider Ndärtvrer der Freiheit; 1) der Republik ; 8) der Freiheit der Welt; 8) derVaterlandsliebe; 1«) des Hasses der Tyrannen und Verrathen 11) der Wahr-heit; 1V der (Gerechtigkeit; 13) der Schamhaftigkeit; 11) des Ruhms und derUnsterblichkeit; 15) der Freundschaft; 18) der Mäßigkeit; 11) des Heldenmuths;18) der Treue; 18) der Uneigennützigkeit; 20) des Stoicismus; 21) der Liebe;22) der ehelichen Treue; 23) der kindlichen Liebe; 21) der Kindheit; 25) der Ju-gend; 26) des männlichen Alters; 21) des GreisenalterS; 28) des Unglücks; 28)des Ackerbaues; 30) der Industrie; 31) unsern Ahnen; 32) der Nachwelt undder Glückseligkeit. D. e. K.
Festo n (Fruchtschnur, Gehänge), eine lebendige oder künstliche, und imletzten Falle entweder gemalte oder von Stein (oder Lkueeo) erhaben gearbeitete,architektonische Verzierung aus zusammengebundenen Zweigen, mit Blumen undFrüchten vermischt. Bisweilen nimmt man auch, je nach der Bestimmung desOrtes, statt der Blumen und Früchte Muscheln, mathematische und musika-lische Instrumente, Thiere u. s. w. als Bilder der Fischerei, der Jagd, der Musik,der Jahreszeiten. Die Art, diese Festons aufzuhängen, ist verschieden, denn baldhängen sie nur an einem Ende gerade herab, bald sind sie an 2 Enden befestigtund bilden halbe Eirkelbogen, bald sind beide Arten vermischt. ücl.
Festung nennt man in der Kriegssprache jeden Ort, der durch Naturund Kunst eine solche Beschaffenheit erhalten hat, daß er den Angriff bedeutendaufhält und erschwert, die Vertheidigung aber bedeutend und für längere Zeit, selbstgegen die Übermacht, begünstigt. Unter einer Festung muß man einen Platz, ge-wöhnlich eine Stadt, verstehen, deren Lage und Eigenthümlichkeit nach allen Re-geln der Befestigungskunst benutzt, und der so eingerichtet worden ist, das; eine Be-satzung darin Schuh, und Gelegenheit findet, den Feind zu einer förmlichen Belage-rung zu nöthigen. Ein solcher Platz wird deßhalb mit allerhand Hindernissen um-baut und umgeben, welche der Feind nur mit der größten Anstrengung und einemungewöhnlichen Aufwands von Zeit, Mitteln und Kräfte» zu überwinden imStande ist. Diese Hindernisse werden bei ihrer Anlage auf ewige Dauer berechnetund heißen Festungswerke zum Unterschiede von leichtern Verschanzungen, derenZweck vorübergehend ist, wie bei bloß befestigten Lagern und andern Punkten. —Man theilt die Werke einer Festung in 1) Hauptwerke, 2) Außenwerke, 3) beson-dere Verstärkungen und Hindernisse. Die Hauptwerke, welche den Ort zunächstschützend umgeben, werden in ihrem Umrisse nach gewissen Grundsitzen und genauberechneten eingehenden und ausspringenden Winkeln, durch gerade Linien verbun-den, gebildet. Dadurch nur wird es möglich, daß alle Theile der Festung einandergegenseitig vertheidigen und auf den vorliegenden Boden ein sich vielfach kreuzendesFeuer bringen können, welches ein Haupterfoderniß der Vertheidigung ist. DerUmriß muß sich nach der Örtlichkeit richten, kann also selten regelmäßig, im Sinneregulairer mathematischer Figuren, sein, daher die ganz regulairen Festungen nuräußerst selten angetroffen werden. Das den Ort zunächst umgebende, aufgeführteWerk ist der Wall; bisweilen läuft noch ein zweiter, niedriger Unterwall oderläu-^e I»',->va mit ihm parallel oder ist an ihn angehängt. Die vorspringendenTheile des Haupkwalls nennt man Bollwerke, Bastionen (s. d.) (daherbastionirte Festungen; Marchi, Pagan, Freitag, Vauban , Coehorn, Carmon-taigne u. A. befestigten auf diese Art), oder auch, wenn vorspringende und einge-hende Winkel mit einander ohne gerade Linien verbunden sind, Tenaillen (da-her tenaillirtc Festungen, wie Dillich, Landsberg , Montalembert vorschlagen, dieaber nur theilweise ausgeführt wurden). Dem Walle folgt nach dem Umrisse des