Band 
Vierter Band. F bis G.
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Fauche-Bore!

dieses Wesen durch einen freien Entschluß diesen großen Weltplan ausführe, und3) nach Verhältniß seines sittlichen Verhaltens, nach der O.uaniität und O.ualitätseiner Kräfte, auch ihn in diese,» Plan mir ausgenommen und ihn an die Stelle inder Welt, durch den Zusammenfluß der ihm oft undurchdringlichen, unbegreiflichenUrsachen gesetzt habe, wo er »ach seinen Kräften für das Ganze und Meiste wirkennnd a» der sittlichen Ordnung Antheil nehmen kann: so gibt er ein vernünftigesFatum zu. Das Verhalten des Menschen kommt als objectiver Grund durchausdabei in Anschlag. Denn es wäre ungereimt, ei» Schicksal in der Bedeutung an-,zunehmen, daß Alles, was Einem begegnet, unabhängig von dem eignen Handelnund ohne vorgängigcn Grund geschehe. Es ist falsch zu sagen, das Zukünftigewird geschehen, man thue auch was man wolle; sondern es geschieht, weil manEtwas thut, wodurch es veranlaßt wird. Ist im Buche des Verhängnisses dasZukünftige geschrieben, so ist auch zugleich die Ursache davon geschrieben. Es gibtdaher keine absolute, sondern nur eine hypothetische Nothwendigkeit.

Fauch e-Borel (Louis), bekannt durch dievonihmmilgroßerGewandt-heit und Beharrlichkeit zum Vortheil des vertriebene» Königshauses während dersranz. Revolution geleiteten Verhandlungen, ward 1762 zu Neufchatel geboren, woseine aus der Franche -.Eomtä stammende Familie seil der Verfolgung der sranz.Protestanten sich angesiedelt hakte. Beim Ausbruche der Revolution widmete erdie Buchdruckerei, welcher er vorstand, der Sache der Ausgewanderten. EinigeAussähe zogen ihn, Verbannung zu. Nun diente er ganz der Partei, welche derneuen Ordnung in Frankreich entgegenwirkte. Don 1793—1814 wird sei» Namebei allen Versuchen genannt, die man machte, um die BourbonS wiederherzustellen.So ward er 1795 nn Name» Ludwigs XVIII. als Vermittler zwischen Pichegru und dem Prinzen von Condä gebraucht, um jenen für die Sache des vertriebenenKönigshauses zu gewinnen. Er bedung sich auf den Fall desGelmgenS eine Mil-lion Livrcs, den Michaelorden und die Stelle eines Oberaufsehers der konigl. Buch-druckerei aus. Bei unglücklichem Erfolg aber wollte er sich mit 1000 Louisd'orEntschädigung begnügen. Als Pichegru die ihm gemachten Anträge, jedoch unterder Bedingung der Mitwirkung Ostreichs, angenommen hatte, begab sich F.-B.zum Prinzen Condä, der ihn nach Lttrasburg schickte, wo der Mittelpunkt des sranz.Heeres war. Um Verdacht zu entfernen, gab er vor, ein Haus zur Anlegung einerDruckerei kaufen zu wollen. Als jedoch Argwohn entstand, wurde er verhaftet, undPichegru verlor den Oberbefehl. F.--B. erhielt bald seine Freiheit, da man in seinenPapieren nichts fand, das den Verdacht begründen konnte. Er knüpfte 1790 mitPichegru in Arbois neue Verständnisse an, und die Folge der Unterhandlungen war,daß sich der General, als er 1797 an der Spitze des Raths der 500 stand, in Ent-würfe zu Gunsten des bourbonischen Hauses einließ, die der 18. Fructidor zerstörte.F.-B. stand auf dem Verzeichnisse der Geächteten, und da man seinen Briefwechselmit Pichegru im Wagen des östr. Generals Klingling gesunden hatte, so mußte ersich verberge». Nach seiner Angabe hat er Mittel gefunden, den Director Barrasfür die Herstellung der Monarchie zu gewinnen; allein Barras hat 1819 diese Be-hauptung öffentlich für eine Verleumdung erklärt. Der 18. Brumaire störte alleEntwürfe, und F.-B. begab sich nach London , wo er sich abermals bewegen ließ, zuGunsten der Bourbons den Vermittler zwischen Moreau und Pichegru zu machen.Nach seiner Ankunft in Paris aber wurde er verhaftet und mußte 18 Monate imTemple gefangen sitzen, bis er auf die Fürsprache des preuß. Gesandten entlassenund mit Gendarmen aus das preuß. Gebiet gebracht wurde. Gleichwol wagte er es,1801 in Frankreich einet: Aufruf Ludwigs X V II I. an das sranz. Volk zu verbreiten.In Gefahr, verhaftet zu werden, ging er nach England, dann nach Schweden , und1800 wieder nach London. 18li kam er im Gefolge der Verbündeten nach Paris ,gitig darauf mit dem Fürsten Hardenberg »ach London und begab sich endlich in