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ssenhäusern erweitert, und der Friede von Tilsit (^/, Juli 1807) hatte den Bei--tritt Rußlands u. Preußens zum Continentalbunde gegen England zur Grundlage.Östreich war neutral geblieben, indem es einen andern Zeitpunkt abwarten wollte,um seine nie aufgegebenen Entwürfe gegen Frankreichs Übermacht auszuführen.Kaum hatte jetzt Napoleon sich im Osten und Norden gesichert, als der Zustand derpyrenäischen Halbinsel ihn zu neuen Eroberungen reizte. Portugal trennte sich nurscheinbar von England ; ein stanz. Heer durchzog daher Spanien und besetzte Por-tugal ohne Widerstand; die regierende Dynastie floh nach Brasilien (Nov. 1807).Ein Familienzwist am madrider Hofe verschaffte zugleich Napoleon Gelegenheit,sich unter der Maske eine« schiedsrichterlichen Freundes einzumischen. Der schwacheKarl IV. verzichtete in Bayonne zu Gunsten Napoleons auf die Krone Spa-niens ; ein Gleiches wurde von den span. Prinzen erzwungen; der König von Neapel,Joseph, ward König von Spanien , und der Großherzog von Berg bestieg den Thronvon Neapel. Aber die Begebenheiten in Spanien berührten das Familieninteressedes Hauses Habsburg , und der muthige Widerstand der Völker der pyrenäischenHalbinsel gegen Frankreichs Heere zeigte dem wiener Cabinet eine günstige Gelegen-heit, die neue Staatsordnung in Deutschland u. Italien zu zertrümmern. Ungeach-tet der Zusammenkunft Napoleons mit dem Kaiser von Rußland in Erfurt (unOct. 1808), ungeachtet der von dort aus gepflogenen Verhandlungen mit Wien u.London, ungeachtet des festern Vereins zwischen Paris u. Petersburg und der Fort-schritte Napoleons in der pyrenäischen Halbinsel, ergriff daher Ostreich , im neuenVerbände mit Britannien, im April 1809 die Waffen; allein es erlag und muhtesich im wiener Frieden (11. Oct. 1809) gefallen lasten, daß 2000 LlM. mit 3s-Mill. E. von seinen Provinzen abgerissen und den benachbarten Staaten zugetheiltwurden, daß ein neuer Staat, die illyrischen Provinzen, gebildet, der Kirchenstaat (den 17. Mai 1809) mit Frankreich vereinigt, und ihm, durch den Verlust deradriatische» Häfen, alle Verbindung mit der See entzogen wurde. Frankreichs Herrschaft über ganz Italien und Deutschland schien jetzt unerschütterlich fest gt--gründek; der Kaiser von Östreich war eingeschlossen in einen, zwar noch bedeuten-den , aber von franz. Föderativstaaten und ihnen befreundeten Mächten völlig um-gebenen Staat: der mächtige Kaiser des Nordens, durch persönliche Freundschaftau den Souverain Frankreichs geknüpft, zwang Schweden , zum Tontinentalvereinwider England zu treten , während die Pforte, in schwankenden Verhältnissen zwi-schen Frankreich und England, durch die russischen Angriffe abgehalten wurde, et-was Großes zu unternehmen. In Frankreich selbst betrachtete man die Revolu-tion als ganz beendigt, da der Kaiser, von seiner bisherigen Gemahlin geschieden,mit der Erzherzogin Marie Louise von Östreich (1. April 1810) sich vermählte.Schon früher hatte Napoleon , um seinen Thron mit äußerm Glänze und treuenAnhängern zu umgeben, durch ein Decret (vom I. März 1808) außer den herzogt.Würden, mit denen die Helden des Vaterlandes belohnt wurden, einen Erbadel,und die Majorate durch das constitutionswidrige SmatuSconsiilt vom 11. Aug.1806 hergestellt, jedoch ganz verschieden von dem ehemaligen Feudaladel, indem derneue franz. Adel an ein gewisses Vermögen geknüpft wurde, ohne daß Vorrechte inRücksicht auf Abgaben, Gerichtsbarkeit, Eonftription, Ämter rc. stattfinden soll-te», auch aufhörte, sobald die Grundlage desselben, jenes Vermögen, fehlte. Zuden beide» Orden-der Ehrenlegion und der eisernen Krone fügte Napoleon in seinemFeldlager vor Wien (1809) noch den der 3 goldenen Vließe hinzu. So war fürden Glan; des Thrones, für die Belohnung des Verdienstes und die Befriedigungder Veitenschaften zugleich mit umsichtiger Klugheit gesorgt. Indeß widmete Na-poleon auch allen übrigen Zweigen der Staatsverwaltung seine thätige Aufmerk-samkeit. Dem Iustizwesen war ein fester Gana durch neue Gesetzbücher vorge-zeichnet, und die Vollziehung der Gesetze durch die Organisation der Gerichtshöfe