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Franz l. (König von Frankreich )
dem einzigen, der dem Connetable gefolgt war, zu übergeben. DieserBourbon solltenicht das Zeichen s. Demüthigung empfangen. Man rief daher den Vicekönig vonNeapel , Herrn v. Lannop herbei. Damals schrieb er an s. Mutter: „Alles ist ver-loren, nur die Ehre nicht". Franz wurde »ach Madrid geführt, und nur durch einenharten Vertrag, der den 14. Jan. 1528 daselbst unterzeichnet wurde, konnte er f.Freiheit wieder erlangen. Er entsagte darin s. Ansprüchen ausNeapel, Mailand ,Genua, Asti, der Souverainetät über Flandern und Artois, auch versprach er, dasHerzogkhum Bourgogne abzutreten und 2 Mill. Thlr. zu zahlen. Für die Erfül-lung dieser Bedingungen mußte er seine beiden jüngsten Söhne als Geiseln stellen,gegen welche er an der Grenze ausgewechselt wurde. Ais aber Lannop, der als KarlsAbgeordneter dem Könige nach Paris gefolgt war, Burgund im Namen des Kaisersfederte, führte ihn Franz in die Versammlung der burgund.Deputirte», welche demKönige erklärten, daß er nicht das Recht habe, eine Provinz von s. Monarchie abzu-reißen. Außerdem halte Lannop die Kränkung, der Bekanntmachung der heil. Liguebeiwohnen zu müssen, welche in einem Bündnisse zwischen dem Papste, dem Königevon Frankreich, der Republik Venedig und allen Mächten Italiens bestand, umden Fortschritten des Kaisers Einhalt zu thun. Franz, der die Seele dieser Liguewar, ließ (152") durch Lautrer einen Theil der Lombardei besehen, lind befreite da-durch den von den kaiserl. Truppen eingeschlossenen Papst. Er würde auch Neapel erobert haben, wenn nicht ansteckende Krankheiten die franz. Armee sammt ihremGeneral 1528 aufgerieben hätten. Dieser Verlust beschleunigte den Frieden zuCambrai 1529. Der König v. Frankreich begab sich eines Theils s. Ansprüche undbehielt das Herzogth. Bourgogne, mußte aber s. 2 Söhne mir 2 Allst. Thlrn. lösen,und heirarhete Eleonoren, die Witwe des Königs von Portugal und Schwester desKaisers. Auch dieser Friede war von kurzer Dauer. Mailand , der beständige Gegen-stand der Kriege und das Grab der Franzosen , reizte unaufhörlich Franzens Ehrgeiz.1535 drang er nochmals in Italien ein und bemächtigte sich Savopens. Allein derKaiser fiel in die Provence >1538) und belagerte Marseille . Unterdessen hatte sichFranz mit -Loliman II. verbunden. Das kaiserl. Heer konnt-'sich in der Provencenicht behaupten. So wurde endlich in einer Zusammenkunft mit Karl V. , welche derPapst 1538 zuNizza vermittelte, ein lüjähr. Waffenstillstand geschlossen. DerKai-ser, der einige Zeit nachher durch Frankreich reiste, um die aufrübrerischenGemer zuZüchtigen, versprach demKönige in einer Unterredung, einen s. Söhne mir Mailand zu belehnen; aber kaum statte er Frankreich verlassen, als er die Zusage widerrief.1541 ließ der kaiserl. Statthalter, del Guasto, die franz., nach Venedig lind Kon-stantinopel bestimmten Abgesandten auf dem Po ermordtn, und der Krieg entzün-dete sich aufs Neue. Franz schickte Heere nach Italien, Roussillon und Luxemburg .Der Graf d'Tnghien schlug die Kaiserlichen bei CerisoleS, 1544 , und machte sichzum Meister von Äsonrferrat. Schon versprach sich Frankreich , in Verbindung mitAlgier und -Lchweden, glückliche Erfolge, alsKarl V. und Heinrich VUl. von Eng-land im Bunde gegen Franz I. , alle s. Hoffnungen niederschlugen. Sie drangen indie Picardie u. Champagne ein: Der Kaiser stand in S oiffons, und derKönig v. Eng-land nahm Boulozne. Zum Glück fürFranz hinderte dasBündnisi der proiest. Für-stcnDeutschlandS den Kassr, seine Vortheile zu verfolgen, und machte ihn zum Frie-den geneigt, der 154 4 zu Crespi zu Stande kam. Karl entsagte den Ansprüchen aufBurgund . Zwei Jahre später machte auch England Friede». Franz starb an jenerdurch die Entdeckung Amerikas nach Europa verpflanzten, damals noch unheilba-ren Krankheit, den lehren März 1547. Bei s. Freigebigkeit und Kunstliebe würdedieser ritterliche und unternehmende Fürst, hatte er sittlich und gerecht regieren wol-len, Frankreich glücklich gemacht haben. Der Schlitz und die Beförderung, die erden Künsten angedeihen ließ, haben bei der Nachwelt den größten Theil s. Fehlerausgelöscht. Er lebte in der Zeit, wo die Wissenschaften wieder erwachten, und ver-pflanzte die Trümmer, t«e den Verheerungen Griechenlands entgangen waren, »ach