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Anibcutrr Froiburff
baren Obcrbehörden sind das Oberbergamt »nd das Oberhültenamt, die ihren Sitzzu Freiberg haben, Jenes leitet den eigentlichen Erzbau, dieses führt die Aufsichtüber die Schmelzhütten und das Amalgamirwerk. In frübern Zeile, winden diegewonnenen Erze überall, auch in den Hütten der Privatbesitzer, geschmolzen, seitdein Anfange des 18. Jahrh. aber müssen alle Silber-, Blei- und Kupfererze andie Gcneral-Lchmelzadministratlon zu Freiberg abgeliefert werden. Rechtssachenminder wichtiger Art werden von den Bei gänitcrn, wichtigere von dein Bergschöp-pcnsiuhl entschieden, den der S ladtrakh zu Freiberg bildet. Die Vorzüge der sächsi-schen Bergwei ksverwaltung sind selbst von Ausländer» anerkannt. „Ihr Zweck",sagt d'Aubuisson (,,!>>> ,nl,,e5 ,lo lroilicr^ an 8.,xo <t ,Ie lanr o.Xj>li,i tütiOli",Leipzig 1802, 3 Bde.), „in vornehmlich, den gebauten Gruben lange Dauer zusichern, siezn verbessern, und die Mittel herbeizuschaffen, die Unglücksfallen abhel-fen und die Eröffnung neuer Erzgänge möglich mache» können. Bei wenigen ähn-lichen Verwaltungen herrscht so viel Ordnung und Sparsamkeit. Die eingeführteVerwaltung der Zechen ist den Gewerkschaften unstreitig Vortheilhaft, doch ist derNutzen dieser Gesellschaften nur ei» untergeordneter Zweck der verwaltenden Be-hörde, der Hauptzweck aber die Erhaltung und Verbesserung des Bergbaus, wo-durch dein Staate die Dauer und Stetigkeit der ihm aus den Bergwerken zufließen-den Einkünfte, und 10,000 Bergleuten ihr Lebensunterhalt gesichert wird". (Vgl.Sachsen.) Unter den Reviere», in welche der sächsische Bergstaat getheilt wird,ist Freiberg das bedeutendste. Alle Arten von Erzgängen in demselben beschreibtd'Aubuisson a. a. O.: ferner: Werner'S „Neue Theorie von der Entstehung derGänge" (Freiberg 1191), und der verstarb. Berghauptmann v. Trebra in seinen„Merkwürdigkeiten der tiefen Hauptstolle des BrrgamtsrevierS Freiberg" (Freiberg 1801). Hier sind die reichsten Silberbergwerke Sachsens ; unter diesen war dieGrube Hiinmelssürst sowol hinsichtlich ibrer Ergiebigkeit als der Regelmäßigkeitihres BauS und derVollkommcnheit ihrer Maschinen eine der ersten in Europa . Sieist seit mehr als 4 Iabrh. geöffnet, wird seit 200 I. ununterbrochen gebaut, lie-ferte jährlich für 95,000 Thlr. Silber und gab 1109 —1818 überhaupt 2116§tnr., wie die Inschrift einer Silberstufe sagte, die dem Könige am Tage seinerJubelfeier überreicht wurde. In der Nabe von Freiberg befinden sich unter mehrenAnstalten zur Förderung des Bergbau? die großen S ilberschmelzhükten mit 8 Hoh-öfen und 14 Reverberiröfen, und vorzüglich dos 1181 gegründete und nach demzerstörenden Brande 1195 vollkommen hergestellte Amalgamirwerk (s. Amalga-m a), wo man jährl. gegen 60,000 Ernr. Erze amalgamirt und dadurch eine jährl.Ersparniß von 10,000 Klsirn. Holz bewirkt. Der 1188 angelegte sehenswertheKurprinzencanal führt bald auf, bald nebe» der Mulde die Erze entfernter Grubenzum Amalgamirwerk, in dessen Nähe Käbne mit 60 — 90 Ctrn. Erz durch einesinnreiche Maschine 20 Ellen hoch aus der Mulde in den Canal gehoben werden.Nach Breithaupt'S -Lchrist: „Die alte und freie Bergsiadt Freiberg in Hinsichtihrer Gesch., Statist., Eult. u. Gewerbe" (Freiberg 1825), hat der freiberg . Berg-bau in d. 640 I. s.Dauer240 Mill. Thlr. od. 82,000 §tnr. feinesSilber geliefert.
Freibeuter, ein Seeräuber, der, überall auf Beute ausgehend, seineFlagge nach den Umständen ändert. Er ist von dem Kaper dadurch unter-schieden, daß dieser, durch eine Autorisation seiner Regierung, den Kaperbrief,bevollmächtigt, Feindseligkeiten nur gegen die Nationen ausübt, mit welchendie seinige im Kriege befangen ist. Er wird daher militairisch behandelt, derFreibeuter hingegen als ein Räuber.
Freibriefe, s. Licenzen.
Freiburg , 1) Hauptst. des ehemal. Breisgans, jetzt deü TreisamkreiseSim GroßherzogtkilM Baden, welchem sie im presburger Frieden (1805), nebst demBreisaau, von Ostreich abgetreten wurde, liegt in einer romantischen Gegend des