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Furca Fürst
Stiftung gegründet, die seinen Namen führt, und deren Vermögen gegennärtigbereits über 5000 Tblr. betrogt. In der Domkirche ward außerdem aufKostm desnämlichen Vereins F.'s Büüe, von Rauch aus cai arischem Marmor verfertigt, auf-gestellt, mit der Inschrift: „'u liolae, « ocle-i.ae, >>»triue clecu^". F.'S gesammelteSchriften sind in 2 Tchln. im Verlage des Vereins erschienen, welche zugleich seineBiographie und Ausu'ige aus seiner Eorrespondenz enthalten.
Furca oder Gabelberg, ein 13.171 Fuß hoher Berg imWalliserlande,deßhalb so genannt, weildasLand, von ihn, herabgesehen, einer Gabel gleicht, 7a dieBerge sich auf beiden Seiten hinziehen wie die Zinke» einer Gabel. Nach Andernbat er diesen Namen von seinen 2 höchsten Spitzen. Er liegt auf der nordöstlichenSeite des Walliserlandes und macht den Hauptmittelpunkt der hohen Alpen.
Furcht, lebhafteDesorgniß derGefahr, oder jedes, oft nur eingebildetenÜbel», dem wir unsere Kraft zum Widerstände nicht gewachsen fühlen. Was dieseFurcht erregt oder leicht erregen kann, ist furchtbar, im höher» Grade fürch-terlich. Die Grade der Furcht sind Bangigkeit, Angst, Erschrecken, Grausenund Entsetzen. Wer sich leicht fürchtet, der ist furchtsam; wer sich leicht faßt, dieGefahr mit Überlegung zu bestehen, muthig; wer nicht leicht in Furcht gesetzt wer-den kann, unerschrocken. Wem der Muth mangelt, der ist feig; wem Unerschrocken-heit mangelt, schüchtern, d. h. er kann durch Furcht erregende Vorstellungen oderfremde Begegnungen leicht verscheucht werden. Diese Schüchternheit ist ein blei-bender Zustand, das Erschrecken hingegen ist vorübergehend; auch der Muthigstekann erschrecken. Es ist daher ein Unterschied zwischen Furcht und Furchtsamkeit.Jene gehört zu den Affecten, wo sie der Hoffnung entgegensteht, und wirkt oft un-willkürlich, aber auch nur vorübergehend; diese ist Geneigtheit zur Furcht. Wersich fürchtet, thut es beim Anblick derGefahr; der Furchtsame ist in weiter Entfer-nung von ihr, denn sie könnte ja näher kommen. Furchtsamkeit ist eme Folge phy-sischer Eindrücke auf unser Empfindungsvermögen, durch körperliche Beschaffenheitund Erziehung verstärkt und befestigt. Eine ängstliche Behutsamkeit charaktcrisirtdas ganze Betragen des Furchtsamen, herrscht in seinen Reden, seinem Gange, sei-nen Bewegungen und seinem Gesichte. Seine Stimme ist verzagt, leise, ängst-lich, ebenso sein Gang. Im Umgänge ist er mehr kriechend als höflich, denn erglaubt, sich nicht genug vorsehen zu könne», damit er Andre nicht reize. Die Grie-chen nennen Phobos (die Furcht) den Sohn des Ares. 0,1.
F u r i o s o bezeichnet in der Musik nicht sowol eine Art von Bewegung alsvielmehr eine Art des Ausdrucks, und wird daher auch als Beiwort gebraucht, z. B.-Ill,kurio-». Das Wilde und Rasende, worauf dieser Ausdruck hindeutet,wird nicht durch übermäßige Geschwindigkeit, wie Manche glauben, befördert; einwilder und rauher Accent im Vertrag entscheidet hier mehr als Bewegung, und die-ser wird von Seiten des Tonsehers, in Absicht auf Ausführung, besonders begün-stigt durch fremde harte Ausweichungen, aushaltende Dissonanzen, Sforzatos, un-erwartete und plötzlich eintretende Fortes, chromatische Fortschrcüungen im Ein-klang und ähnliche Hülfsmittel mehr.
Fürst. Das Wort ist abgeleitet von der Partikel Für, insofern dadurchetwas Vorderes, FrükereS, in einer Reihe VoraustehendeS bezeichnet wird. Inder Steigerung (dem Comparativ) hatte die altdeutsche Sprache Furica, d. i. früber-her, eber. In der höchsten Steigerung (Superlativ) Furist, und zusammengezo-gen: Fürst, das Allern üheste, Erste in der Reihe, Höchste. (Bei den Englän-dern noch b ir-l, das Erste: bei den Holländern <>e Vnr>r.->.) So kommt ein gesir-sstes Dach vor, ein sehr hohes Dach, das höchste Dach; die Firste, der Giebeldes Hauses. First selbst, als Substantivum, hat die Bedeutung des Giebels,Gipfels. In der Sprache der Franken kommt es als Bezeichnung einer persönli-