Band 
Vierter Band. F bis G.
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Fustage Fux

düngen und war Schriftsteller im Fache der Kunst. Don ihm ist: „beschichteund Abbildung der besten Künstler in der Schweiz " (4 Thle., 1155 — 1t); „Rai«sonnirendes Verzeichniß der vornehmsten Kupferstecher und ihrer Werke" (Zürich 1111); „Sammlung von Winckelmann's Briefen an dessen Freunde in derSchweiz" (1118). Auch gab er MengS'S „Gedanken über die Schönheit und denGeschmack in der Malerei", welche dieser ihm in der Handschrift zugeschickt hatte,mit einer Vorrede 1162 heraus. Sein edler moralischer Charakter und sein Eifer,jungen Künstlern fortzuhelfen, werden mit rühmlichem Lobe erwähnt. Seine 5K inder hatten das Kunsttalent ihres Vaters geerbt. Der zweite seiner Söhne, Jo-hann Heinrich, ein berühmter Maler, Pros., zuletzt Director der k. Maleraka-demie zu London (wo man ihn Fuseli schrieb), geb. zu Zürich 1138, studirte inBerlin unter Nutzer. Klopstock , Kleist und Wieland begeisterten sein Gefühl.1161 machte er mit Lavater eine Reise und ging nach England, wo Reynoldsseinen Kunstsinn für die Malerei ermunterte. Hierauf studirte er in Rom von1112 —18, wo vorzüglich Michel Angelo sein großes Vorbild war. Seit 1118lebte er in England, wo er, nach dem berühmten West, für den vorzüglichsten Ma-ler galt. Er starb den 16. April 1825 in London , 83 I. alt, und wurde in derPaulskirche an der Seite seines Freundes Joshua Reynolds begraben. Seine1801 erschienenen „Vorlesungen über die Malerei" (deutsch von Eschenburg ,Braunschw. 1803) wurden in Hinsicht des Styls und wegen der absprechendenUrtheile, die sich der Vers. über anerkannte Kunstwerke erlaubt hat, sehr getadelt.Seine Einbildungskraft schweifte oft über die Grenze des Kunstschönen hinaus undgefiel sich in abenteuerlichen Gestaltungen. Unter seinen Gemälden werden geschätzt:das Gespenst des Divn, nachPlutarch; Lady Macbeth; der Kampf des Herculesmit den Pferden des Diomedes, und seine MiltonS-Galerie, 60 Gemälde zu Mil-ton's Gedicht, die er 1199 in London ausstellte. An seinem PerseuS mit dem Kopfder Meduse (1811) tadelte man die gezwungene, zu kühne Stellung des PerseuS .F.'S sämmtl. Werke, nebst einem Versuche seiner Biogr. erschienen 1808 fg. zuZürich (2 Thle., Fol.). Außerdem schrieb er „Bemerkungen über Malerei undSkulptur bei den Griechen" und gab das „Malerlexikon" von Pilkington, 1805,4., verb.undverm. heraus. Seine Gemälde nach S hakspeare, Mikron und Dante haben engl. Künstler in Kupfer gestochen. — Johann Rudolf, geb. zu Zürich 1109, gest. 1193, studirte zuerst die Kunst bei Melchior F., und dann bei Louther-bourg dem ältern in Paris die Miniatur, in der er sehr vollkommen war; auch hater gute Zeichnungen in schwarzer Kreide nach Rafael und andern großen Meisterngeliefert. In der Folge beschäftigte er sich mehr mit der Literatur der Kunst, undgab das „Allgemeine Künstlerlexikon" 1163 zuerst in 4. heraus, wozu er 30 Jahrehindurch gesammelt hatte. Die dritte AuSg. in Fol. erschien 1119, und ist vonseinem Sohne, dem Ältrathsherrn, Hans Heinrich, der sich selbst einen blo-ßen Kunstdileiranten nennt, von 1806 an bis 1821, in 12 Abschn. (mehr als 6000S. Fol.) forkges. worden. Derselbe begann, 80 I. alt, „Neue Zusähe zu demallgeni. Künstlerlerik. und den Supplem. desselben" herauszugeben, wovon das1. Heft (Zürich 1324, Fol.) das A enthält.

Fustage, die Einfassung von Waaren, oder das Gefäß, worin Waarenenthalten sind oder versandt werden. — Fusti ist in der Kaufmannssprache derAbgang der Waare, der für Beschmutzung oder Beschädigung gerechnet wird. —Fustirechnung, die Abgangörechnung oder die Rechnung über das Zerbro-chene, Verdorbene oder Mangelhafte der eingehandelten Waaren, wofür auchdie Kaufleute die Wörter Refacti und Gerbelur brauchen.

F u x (Johann Joseph), ein großer Contrapunktist, Kirchen- und Theater-componist unter den Kaisern Leopold I., Joseph I. und Karl VI. , geb. in Steier-mark gegen 1660, wurde k. Obercapellmeister in Wien und bekleidete diesen Posten