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Galvani
GalvanisinuS
Einzelne Mängel in Ansehung den Reinheit den Composiiion wende» dnnch t:eEigenthümlichkeit den Ideen und die Schönheit s. Melodien ausgewogen. SeineOpern, denen Zahl sich beinahe aus 50 belauft, gehönen fast alle zur komischen Gat-tung, die en besonders liebte, und in der en unerschöpstich an Wendungen und Ein-,füllen war. Aber auch s. heroischen Opern und s. Kirchencomposttione» enthaltenAnen und Chöre voll Feuer und Ausdruck. öl.
Galvani (Aloisio), geb. zu Bologna d. 9. Sepr. 1737, studirte die Me-dicin, und trat mit Auszeichnung in diese Laufbahn, indem er 1762 eine Thesisüber die Natur und Bildung der Knochen vertheidigte. Mit Vorliebe widmete ersich der Anatomie und Pkvsiologie. Bald bekam erden Auftrag, die Anatomie indem berühmten Institut s. Vaterlands zu lehren, und gab eine anziehende Abhand-lung über die Uringefüße der Vogel heraus. Der Beifall, den diese Schrift erhielt,führte ihn zu dem Einschluß, die vollständige Physiologie der Vogel zu bearbeiten;allein er beschränkte sich auf eine Untersuchung der Gehörwerkzeuge. Der Zufallführte ihn hierauf zu der Entdeckung mehrer Erscheinungen, die einen neuen Zweigder medicinischen Phusik bilden und »ach ihrem Ersinder Galvanismus (s. d.)benannt worden sind. Aufeiner Reise, die er nach Sinigaglia und Rimini machte,war er auch so glücklich, der Ursache der bei dem Krampfsische sich zeigenden elektri-schen Erscheinungen auf die Spur zu kommen, und schrieb eitle Abhandlung darüber.Einfach in s. Sitten und Wünschen und mit einem natürlichen Hange zur Melancho-lie, niied er zahlreiche Gesellschaften. Der Verlust s. geliebte» Gattin 1790 machteihn trostlos. Die Revolution nahm ihm, weil er aus Gewiffenszweifel den Beam-teneid nicht leisten wollte, s. Amt. Er zog sich aufs Land zurück und starb d. 4. Dec.1798. In Rom wurde eine Medaille mit s. Bildnisse geschlagen.
Galvanismus. In dem Hörsaale Galvani's zu Bologna stand eineElektrisirmaschine, aus welcher einer s. Zuhörer zufälligerweise Funken lockte, wäh-rend ein andrer einen Frosch präparirte und die Schenkelnerven desselben entblößthatte. Bei jedem Funken gerieth der Froschschenkel in Zuckungen. Galvani glaubte in dieser damals ganz neuen Erscheinung einen Fingerzeig zu sähen, daß dieElektricität das Mittel sei, welches die Muskelbewegung hervorbringe. Er ver-folgte diese Versuche mit präparirte» Fröschen eifrig, versuchte auch, atmosphärischeElektricität auf sie einwirken zu lassen, wiederholte die Versuche, welche glückten,mir präparirte» Muskeln andrer, zum Theil lebender Thiere, und zog aus diesemAllen den Schluß: jeder Muskel des thierischen Körpers sei eine elektrische Batterieim Kleinen, und jede Muskelfaser stelle esse Kleist'sche Flasche vor, deren Inneremdie Nervenfäden Elektricität zuführen. Diese Elektricität werde wahrend des leben-den Zustandes ununterbrochen in dem Gehirne erzeugt, ströme von dort durch dieNerven dem Innern der Muskeln zu, und lade sie, welche Ladung sie auch nachTödtung des Thieres eine Zeit lang behalten sollen. Werden die äußern Theile desMuskels und der Nerv durch einen oder mehre die Elektricität leitende Körper inVerbindung gesetzt, so entlade sich diese thierische Elektricität; und sowie eine glä-serne Verstarkungsslasche beim Entladen erschüttert werde und töne, so komme auchder Muskel durch das Entladen zum Zucken. Galvani nannte daher das Wirkungs-mittel in diesen s. Versuchen thierische Elektricität und machte sie 1791 in s. Werkeüber die Muskelbewegung bekannt. Der berühmte Physiker Volta aus Como ,Pros. der Physik zu Pavia im Mailändischen, zeigte indeß bald durch entscheidendeVersuche, das; Galvani , durch unvollständige Versuche verführt, eine unhaltbareLehre aufgestellt habe, und daß es keine thierische Elektricität gebe, wie er sie sich ge-dacht habe. Sind Nerv und Muskel des präparirte» Frosches ganz rein und blut-leer, und setzt man sie durch einen Mrtallbogen, der durchgängig gleichartig ist, miteinander in Berührung, so erfolgt keine Zuckung, obgleich auch in diesem Falle diethierische Elektricität des Muskels entladen werden müßte. Wenn man dagegen