L04
Gama (Vaöoo de)
das Zinkende, mik dem andern das Kupferende der Säule, so erhält er einen Schlag,der bis über die Handwurzel hinausgeht. Hat er beide Hände mit Salzwasser ge-hörig genäßt, saßt mit ihnen große Metallstäbe und berührt mik diesen die beidenEnden der Säule, so gehen die Schläge bis in die Schultern, und er ist unvermögend,die Arme still zu halten. Bringt man das eine Ende der Säule mir einem Theiledes Kopfes in Berührung, während man mit nasser Hand das andre Ende derSäule beruh't, so sieht man Blitze vor den Augen und fühlt auf der Zunge einenGeschmack. ,sührr man von den beiden Enden der Säule Gold- oder Platindrähtein ein Gefäß »ut Wasser, so wird das Wasser sogleich in die beiden gasförmigenKörper zersetzt, aus denen es besteht. Haben die Platten große Oberflächen, undist ihre Anzahl nicht unbedeutend, so entsteht in dem Augenblicke, in welchem mandie beiden Enddrähke mit einander in Berührung bringt, eine so große Hitze, daßkleine Metallmassen, r. D. Gold- und Silbe, plättcben, Eisen-oder Platindraht,dadurch nicht bloß geschmolzen, sondern selbst mit dem hellsten, zum Theil farbigenLichte verbrannt werden. Kohlenstreifen lassen sich auf diese Art unter Wasser weiß-glühend machen. Durch die Kraft mächtiger galvanischer Apparate sind von Davvin London zuerst die Alkalien und Erden zersetzt, und die Metalle, aus denen dieseKörper bestehen, dargestellt worden u. dgl. m. Es verdient noch bemerkt zu wer-den, daß die neuern stanz. Naturforscher dem Galvanismu? den Nameneile (lüvoloppä >>a, I« onnMut" (Berührunqselektrieität) beilegen, welche Benen-nung, da sie zugleich den ersten Grund der Erscheinung (die durch nichis als die bloßeBerührung heterogener Körper bedingt wird) angibt, wol unter allen den Vorzugverdienen möchte. (Vgl. Orsted und Magnetismus.) S. Ampäre's und Ba-buiet'S „Darstellung d. neuesten Entdeck, über d. Elektricität", a. d. Franz. (Lpz.1822). Das Allgemeinste der galvanischen Theorie erläutert vortrefflich Biot ins. „Lehrb. d. Erperün.-Physik", 3. Auf!., deutsch durch Fechner (Lpz. 1814), im15. Cap. 4. Buches: „Von der Elektricitätserregung durch Berührung"; auchRöSling'S Werk: „Der GalvaniSinuS" (Ulm 1824, 2 Thlc.). 1'.
G a m a (Vasco de), geb. zu Eines, einer kleinen Seestadt in Portugal ,aus einem edeln Geschlechte, machte die für den Gang des Handels und selbst fürdie Bildung und die Staatenverhältnisse E„, ^pas hochwichtige Entdeckung desSec-weges nach Ostindien, wodurch er den Grund zu Portugals Handelsmacht in demindischen Meere legte. Als der Zögling Heinrichs des Seefahrers, Ema»uel derGlückliche, den Thron bestiegen hatte, übernahm er die von seinem Vorfahren, Jo-hann >>., eifrig vorbereitete Ausführung des Entwurfs, um das Vorgebirge derguten Hoffnung, das Barth. Diaz 1486 entdeckt hatte, nach Indi.n zu segeln.Er rüstete 4 mit 160 Soldaten und Seeleuten bemannte Schiffe aus, zu deren Be-fehlshaber er den G. ernannte. Emanuel übergab ihm feierlich die Fahne, die ermitnehmen sollte; es war das Kreutz des Christordens, dessen Großmeister Hein-rich der Seefahrer gewesen, darauf gestickt. Am 9. Zuli 1491 bestieg G. das Ad-miralschiff, das den Namen des heil. Gabriel führte. Sein Bruder Paul hatte denOberbefehl über das zweite, und Nicolaos Coelho über das dritte Kriegsschiff. Dasvierte, eine Barke mit Lebensrnitteln, führte Gonzalo Nuiictz. Am 20. Nov. um-schiffte G. das Vorgebirge der guten Hoffnung, Anfang 1498 kam em an die Ost-küste von Afrika , und am I.März lief er in den Hafen von Mozamoigue ein, woseine Mannschaft in große Gefahr gerieth, als verlautete, daß die angekommenenFremdlinge Christen wären. Sein Geschütz rettete ihn. Z» Mombaza ward erebenso feindlich behandelt; desto freundlicher nahm ihn der Konig von Melinke auf.Er gab dem Admiral einen der Schifffahrt kundigen Mohammedaner aus Guzcratund einen erfahrenen Piloten. Gerade auf die Küste von Masabar steuernd, kau»G. im Mai, zu Ansang des Winters in dieser Weltgegend, in Calcukta, einervon Hindus bewohnten Stadt, an, wo der Beherrscher des Lande«, den man Za-