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Geburt
Farben eine Art Mittelsarben. (S. Mezzotinto.) 4) In ber Baukunst sindgebrochene Treppen, gebrochenesDach, solche, die mehre Absätze haben.
(Geburt ist der Acr bei den weiblichen Menschen und ^augkhieren, durchden sie ein Kind oder ein Junges ihrer Art zur Welt bringen. Wenn die Frucht idregehörige Zeit in kein Fruchkhälter der Vftitter zugebracht hat, und alsdann anStande ist, ein silbstandigeS Lebe» zu führen, so reißt sie sich los, um das ihr nach ih-rer Art zukonnnende Leben unabhängig von der Mutter zu leben. Indem nämlich derFruchrhälter durch die zunehmende Größe der Frucht bis zu seinem Mapiinnin aus-gedehnt ist, erwacht die ihm eigenthümliche Reizbarkeit, das Ausar,»nenziehnngS-vermögcn in ihm, er verengt dadurch seinen innern Raum und treibr die reife Fruchtvon sich. Die Zeit der Geburt ist bei den Verschiedenen Geschlechtern derSäuge-thiere sehr verschieden, bei jedem aber genau und bleibend bestimmt. In dem Frr.cht-hälter der Gebärmutter des Weibes fängt der Mensch als Embryo sein Leben an,wird dann weiter ausgebildet, zunächst als Föttis, dann als unreifes, endlich alsreifes Kind. Mit seinem Wachsthum und zunehmenden Umfange wachsen mgle:chdie häutigen Hüllen, die es umgeben, und erweitert sich der innere Raum dee Frucht-Halters durch dessen Ausdehnung. Am Ende der L9. oder Anfange der 40. Wocheist das Kind völlig ausgebildet, und fähig, sein Leben unabhängig von der Mutterfortzuführen, daher erfolgt in derRege! nun die Trennung von ihr, d. h. die Geburt.Eü entstehen allmälig die Zusammenziehungen der Gebärmutter, welche, da sie mitschmerzhaften Empsindungen verbunden sind, Wehen genannt werden. Man theiltdiese ein in vorhersagende oder Rupfer (Vorwehen), welche den Anfang machen,nicht lange dauern, gelinde sind, und das Gefühl einer unangenehmen Spannungund eines Drängens erregen. Wenn die Schwangere davon befallen wird, kann sieoft nicht von der Stelle, bis die Wehe vorüber ist, da sie denn wieder oft einigeStunden lang frei ist. Dann folgen die wahren Wehen ; diese dauern immer län-ger, kommen immer schneller zurück und werden immer heftiger. Die Zusammen-ziehungen des Fruchthälters geschehen in derDrdnung, wie die Ausdehnung dessel-ben vor sich ging, indem der obere Theil oder der Grund desselben sich zuerst zu-sammenzieht, während der untere Theil und die Dssnung oder der sogen. Mutter-mund sich ausdehnt und erweitert. Daher senkt sich die Frucht bei den, allmäligsich verengernden Raume des Fruchtkälters gegen die Öffnung desselben herab;die t» den Hüllen der Frucht eingeschlossene Flüssigkeit, als der am meisten Wider-stand leistende Theil, wird vorausgckrieben und bildet eine Blase, welche zur all-mäligen Erweiterung des Muttermundes viel beiträgt. Es ist daher nachthestig,wenn voreilige und unwissende Hebammen durch Kneipen an der Blase das zu früheZerplatz.-» derselben befördern. Bei wiederholten und kräftigen Wehen zerreißt end-lich' diese Blase, ergießt sich, und sogleich tritt der Kopf des Kindes selbst ein. Dadie Schädelknochen a» demselben noch nicht ganz vollendet, sondern auf dem Wirbelnur durch eine feste Membrane verbunden sind, und, einander genähert, sogar einwenig ubereinandergeschoben werden können, so kann der Kopf durch den Druck,welchen er erleidet, an seinem Umfang etwas vermindert und in eine mehr länglicheForm gedrückt werden, daß er durch die Dffnung des Fruchthälters und des Beckens,in welchem dieser eingeschlossen ist, sowie auch durch die äußern Geburtstheile hin-durchgleiten kann, worauf alsdann bald der übrige Körper nachfolgt. Der Act derGeburt ist demnach in der Regel kein widernatürlicher, gefährlicher und krankhafterZustand, wie ihn wol manche zaghafte Frauen sich vorstellen. Es ist ein der Naturgemäßes Entwickeluugsgeschäft, welches ebenso wenig Krankheit ist qls das Zahnenund die Entwickeluna der Mannbarkeit, obgleich alle eine nicht unbedeutende Ände-rung im Körper verursachen und zu Krankheiten Anlaß geben können. Zwar erso-dert das Geburtsgcschäft eine heftige Anstrengung der Natur, aber diese hat auchviele und höchst zweckmäßige Vor- und Zubereitungen getroffen, um es zu erleich-