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Vierter Band. F bis G.
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dem Vogelsgcbirge in berWetterau verbindet, an der einst schiffbaren Kinzig, mit-ten im ehemaligen deutschen Reiche. Diese begünstigte Lage, die Wildpret, Fischeund Geflügel darbot, Überfluß für Jagd und Genuß, bestimmte Friedrich I. Bar-barossa (1152—90), am Fuße der Stadt sich eine Burg auf einer Insel der Kinzigzu erbauen, deren Trümmer noch jetzt ein Zeugniß für die Pracht jener Zeit geben.Einen ganzen Felsen des nächsten Sandsteingebirges muß man zu diesem Gebäudeverarbeitet haben, so groß sind noch seine Überbleibsel. Doch reichen diese Mauern,aus großen behauenen Werkstücken nach Außen aufgeführt, nach Innen mit Bruch-steinen gefüllt, keineswegs hin, sich ganz zuverlässig in dem nachgebliebenen Raumezu orientiren. In welchen Jahren die Burg erbaut wurde, ist ebenso wenig aufuns gekommen, als durch wen. Jetzt ist von dein Lieblnigssitze Friedrichs >. diegeräumige Halle noch übrig, zu der ein Thor (das Meßthor) führt, nur voneinem der beiden Thürme, die früher hier standen, begleitet; dann das Reichssaal-gebäude, das sich in den großen Thronsaal, des Kaisers Zimmer und den Raumtheilte, wo die Treppen nach dem Erdgeschosse niedergingen, sowie empor nach demobern Stockwerk und der Capelle, die bis 1811 in Ehren gehalten ward. Der Um-fang der Ringmauer, die ein unregelmäßiges Siebeneck umschlossen hat, betrug 710Fuß rheinl. Auf der Ringmauer ruhte die nördliche Seitenwand des Reichssaal-gebäudes, und noch stehen auf ihr die Thronverzierungen des Versammlungssaalöund die Fenster des kaiserl. Gemaches. Noch kurz vor s. Kreuzzuge verweilte Fried-rich I. in dein geliebten Gelnhaufen, und »ach ihm hielten länger oder kürzer diemeisten Kaiser, bis auf Karl l V., in dieser Burg ihren Hof, durch Urkunden dieBürger der benachbarten Stadt begnadigend. Burg und Güter verpfändeteKarl! V. 1349; von da an geriekh Gelnhausen in Verfall, den wiederholte kaiserl.Befehle (namentlich SigiSmunds von 1417) nicht aufhielten. Ein Einfall derHussiten1430 bewirkte wahrscheinlich die letzten Veränderungen. Bis in die neue-sten Tage dauerte seitdem die Zerstörung dieser ehrwürdigen Trümmer, derenSteine als Baumaterial angesehen wurden, das Jeder sich zueignen könne.—Stieglitz , „Von altdeutscher Baukunst", behauptet, der neugriech. Styl sei in derAnlage des Ganzen nicht zu verkennen, doch sei das Arabische in den Verzierungensichtbar. Büsching („Wiener Iahrb.", Nr. X.) glaubt diese Bauart die altsächsi-sche nennen zu müssen. S. Bernhard Hundeshagen : „Kaiser Friedrichs I. Bar-barossa Palast in der Burg zu Gelnhausen": eine Urkunde vom Adel der vonHohenstaufen und der Kunstbildung ihrer Zeit, histor. und artist. dargestellt"(2.Aufl. mit 13 Kpf., 1819, Fol.), womit die Beurtheilung von Büsching imangef. Bde. der „Wiener Jahrb." zu vergleichen ist. 19.

Gelon, Sohn des DinomeneS, Tyrann (Selbstherrscher) von Syrakus ,bemächtigte sich der Oberherrschaft um 491 oder 500 v. §h. Er vergrößerte dieStadt und vermehrte die Zahl ihrer Einwohner. Als Griechenland von ckerpesmitKrieg bedroht wurde, schickten Athen und Lacedämon Gesandte an ihn, um einBündniß mit ihm gegen den Perserkönig zu schließen. G. erbot sich, 208 Ga-leeren, 20,000 Schwerbewaffnete, 4000 Reiter, 2000 Schützen und ebensovielSchleuderer zu stellen und mit Mundvorrath während des Krieges zu versehen, wennman ihm den Oberbefehl zu Wasser und zu Lande überlassen wolle. Diese Bedin-gungen verwarfen die spartanischen Gesandten, und selbst die Hälfte des Oberbefehlswollten ihm die Athener nicht zugestehen. G. versagte daher die gebetene Hülfe undschickte dagegen einen gewissen Kadmus nach Delphi, mit dem Befehle, hier denAusgang abzuwarten, und wenn die Griechen überwunden würden, dem Rerpes ins. Namen zu huldigen und kostbare Geschenke zu überreichen. Damals wußte ernoch nicht, daßäkerpes die Earthager veranlaßt hatte, während er die Griechen inihrem Vaterlande angriffe, dieselben auch in Sicilien und Italien anzugreifen.Hamilkar landete zu dem Ende mit einer Flotte von 2000 Kriegs-und 3000 Last-