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Geogenie Geognosie und Geologie
in 7 Btn. bekanntzumachen. Wenn darinn die Poesie des großen Dichters auch nichtkicfgenug ergründet ist, so hat dasWerk doch Verdienste, insbesondere durch die treffl.Übersetzungen von mehren Bruchstücken, ja von 2 vollständigen Tragödien derAlken.G, besaß ein ausgezeichnetes Talent zum Übersetzen, und es ist zu bedauern, daß ernicht mehr als den 1801 erschienenen Thcokrit übersetzt hat. Erstarb zu Paris , 71alt, d, 26. Febr. 1814. S. „Lours <le litleruture di.uiusliuui', 0,1 leeuc'il,^,-,r uidir des imitiere;, des seuillelo»; de Oeullrov, pieecde d'»»e noticeliistoi >g»o sur s.i vie et ses cuivrages", See. ed„ k. I — VI. (Paris 1825).
G e o g e n i e, die Lehre von der Entstehung unserer Erde.
Geognosie und Geologie. Die Geognosie belehrt uns über dieverschiedenartigen Mineralinasien, Felsartcn oder Gebirgssieine, aus welchendie Erdrinde zusammengesetzt ist, über den Bau der Ei de, und gibt uns Ausschlüsseüber die Verhältnisse, die Lagerstätten und das Alter der Mineralien. Die Geo-logie darf mit der Geognosie nicht verwechselt werden, wiewol sie mit derselbengenau verbunden ist; sie gilt als die versuchte wissenschaftliche Darlegung von derEntstehung unsers Erdkörpersund von den Umwandlungen, welche er in frühererZeit erfahren hat, oder denen er noch gegenwärtig ausgesetzt ist. Die Geologie ent-lehnt ihre Lehren aus den vereinigten Forschungen der Geognosten, Physiker undChemiker. Man kann Deutschland als ihr Vaterland ansehen, und als Begrün-der der Geognosie gilt mit Recht Werner (s. d.), wiewol es auch in andern Län-dern Männer gab und gibt, die sich wesentliche Verdienste um diese Wissenschaftenerwarben; die Namen Saussure, Pallas, Dolomieu, A. v. Humboldt, L. v.Buch, Euvier, Al. Brongniart, Beudant, Bouä, Buckland, v. Hoff u. A. sindbekannt. — Über die allgemeinen Verhältnisse des Erdkörpers und über seine Au-ßenfläche verweisen wir auf die A. Erde, Berge, Meer, Luft, Flüsse,Seen, Gletscher, Atmosphäre, Vulkane, Erdbeben w. Hier be-trachten wir zuvörderst die Bestandtheile der Erdrinde. Diese bestehtaus Gcbirgs-oder Felsarten, welche mehr oder weniger ansehnliche Räume erfül-len. Man theilt die Felsarten in gleichartige, scheinbar gleichartige und in un-gleichartige, in Trümmergesteine, lose Gebirgsarten und Kohlen. Die gleichartigenGesteine (z. B. Quarzfels, Kalk, Gyps) gehören oryktognostisch einfachen Minera-lien oder eigentlichen Mineralspecies an; in den scheinbar gleichartigen Gesteinensind mehre Species in so kleinen Theilen und so innig mit einander verbunden, daßman sie mittelst des Augesnicht nicht mehr unterscheiden kann, (z. B.Basali). Zndenungleichartigen Gesteinen hingegen lassen sich die Gemcngiheile nach ihrem Gefüge,ihrer Gestalt w. mehr oder weniger deutlich erkennen (z. B. Felsspath, Quarz undGlimmer in Granit). Die Trümmergesteine, Eouglomerate, Dreccien, bestehengus weniger oder mehr stumpsartigen Bruchstücken und auü Geschieben verschiede-ner Gebirgsarten, aus Körnern und Blättchen, welche durch einen einfachen odergemengten Kitt zusammengehalten werden. Die Bruchstücke und der Kitt sind ge-wöhnlich verschieden. Aus der mechanischeil Zertrümmerung der bis jetzt angeführ-ten Gesteine, theils auch durch ihre mehr mechanische Zers tzung vermittelst des Ein-wirken!? der Atmosphäre, durch dauerndes Abnutzen und Fortschwemmen von Guß-regen und Ltti'önien, entstehen die losen Gesteine (Gerölle, Gruß, Sank, Lehm w.).Eine besondere Stelle in der Reihe der Felsarten gebührt den aus dem Pflanzen-reiche abstammenden Kohlen. — Der Structur oder dem Gefüge nach, gibt eskrystallinisch-körnige, schieferige und dichte Gesteine, Porphyre und Mandelsteine.Die kryst.-körnigen Gesteine bestehen aus kristallinischen Theilen, oder aus scharf-kantigen Körnern, durch bloße kristallinische Zusammenhäufung in und mit einan-der verwachsen. Bei Gesteinen von schieferiger Structur erscheint die Masse ausdünnen Lagen yder Schichten, aus übereinandergefügten Blättchen zusammenge-setzt. Dicht sind die Felsarten, tpenn den Theilen der Masse keine besondere Gestalt