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Geographie
Abulfeda , Ul»gh-Begh; der einzige christliche Geograph ist Guido von Ravenna).5) E ch t wissenschaftliche Periode, von KopernicuS bis aus uns. Vlanfindet hier genauere astronomische Bestimmungen, zweckmäßige Berichte von Rei-sen zu Wasser und zu Lande , genauere und zweckmäßigere Topographien, bestimm-tere Ländermessungen und Angabe des Flächeninhalts nach Quadratmeilen, undzweckmäßigere geographische Systeme und Lehrbücher. Auch ist erst in diesen Zei-ten der Versuch einer systematischen Geographie des Alterthums mir einigem Erfolgunternommen worden, doch im Ganzen mehr sur die Bearbeitung der alten als dermittlern Geographie geschehen. Christoph Cellarius brach hier eigentlich die Bahn.Seine Schrift erschien zuerst zu Leipzig 1686, 12.: „(leugiapina i>»iig»ii uck ><>trruin lnstuiicorum luriliox», cxrOmalionei" .-ippiirui.,". Umgearbeitet:litiii eirl'ie -Iiitigui" (2 Thle., 1., Leipzig 1701, neueste AuSg. 1773). Daraufschrieb Aoh. Dav. Köhler eine „Anleitung zu der alte» und mittlern Geographie",mit 37 Charten in 3 Bdn., (Nürnb. 1730). Das „Handbuch der alten Geogra-phie", von dAnville, in 5 Th., erhielt seine höhere Brauchbarkeit in der neuenAuSg., welche von mehren deutschen Gelehrten trefflich bearbeitet und reichlichausgestattet wurde (Nürnb. 1800 fg.). Der 1. und 2. Th. enthält Europa vonHeeren, der 3. Th. Asien von Bruns; der 1. Afrika von Bruns und Paulus, und der5. die mittlere Geographie. Au diesem schätzbaren Werke gehört ein sehr brauchbarerAtlas von 12 Charten, Fol. — Mit sorgfältigen, Fleiß und Quellenstudium hatKonrad Mannen die „Geographie der Griechen und Römer aus ihren Schriftendargestellt" (10 Th., Leipz. 1788 —1820; von 5Th. die 2. umgearbeitete AuSg.1799—1828). Brauchbare Untersuchungen über Gegenstände der alten Geo-graphie enthalte» Heeren'S „Ideen über die Politik, den Verkehr und den Handelder vornehmsten Völker der alten Welt" (1. Aufl., in dessen sämmtl. Werken 10.—15. Th., Gött. 1826). Anwendbar beim Iugendunterricht ist Funke'ü At-las der alten Welt" 12 Charten mit erklärenden Tabellen (Weimar 1800, 1.),sowie der Schulatlas für die alte Erdbeschreibung, 15 Bl„ von Heusinger und Du-four, (Braunschweig . Qucrfol.); vorzüglicher ist Reichard'S „( UIns wir-,, in,i-<j u»s" (Nürnb. 1819 fg.), und für Schulen: Kärcher's „O, bin torraru», .in i nj u n.,ct bluropo nivelii aevi" 23 Bl„ Querfol. (Karlsruhe 1824, im AuSZ. IN d. T.„IU-,5 ininor", in 9 Bl.) Die Geschichte der Geographie, bis herab zum I.1800, umfaßt in einer faßlichen Übersicht Maltebrun S „Geschichte der Erdkunde",aus d. Franz., herausg. mit Ausätzen von E. A. W. v. Zimmermann, 2 Abtheil.(Leipzig 1812). Doch ist durch dieses Werk Sprengel'S „Geschichte der wichtig-sten geographischen Entdeckungen bis zur Ankunft der Portugiese» in Japan "(2. Aus!., Halle 1792) nicht entbehrlich gemacht worden. Noch fehlt es an einemmit Kritik und umschließender Gelehrsamkeit geschriebenen Werke über die mittlereGeographie; denn Christoph Iunker'g „Anleitung zur Geographie der mittlernZeiten" (Jena 1712, 4.) macht jenes Bedürfniß erst recht fühlbar. Für die ver-gleichende Geographie haben die Schriften von Gosselin und Menrelle Werth. Dieneue Geographie, so unvollkommen auch ihre Bearbeitung und so unsicher ihre da-malige Grundlage war, gewann doch bereits i» der erste» Hälfte des 18. Iabrh.durch Hübner'S vollständige Geographie, die viele Aufl. erlebte; durch des ReciorsHager geographische Schriften und durch die in 16 Th. fleißig zusammengestellte„Neue europäische Staats - und Rkisegeographie" (Leipzig 1750 fg.). Der Be-gründer der wissenschaftlichen Bearbeitung der Geographie ward aber Ant. Friedr.Büsching, dessen „Neue Erdbeschreibung" zum ersten Mal 1751 zu Hamburg er-schien. Die neueste, 8. Aufl. dieses classischen Werks ist von 1787 und enthaltim Ganzen 11 Bde. Freilich ist dasselbe, nach den großen Veränderungen derneuesten Zeit, nicht ganz mehr in seiner damaligen Gestalt brauchbar, auch hat esfür ein geographisches System ju viele Beimischungen aus der Statistik und ist in