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Gesangschulen Geschäftssiyl
fall fand; daher in ihrem Geschmacke auch mehre der vorhin erwähnten fruchtbarenLniderdichker dicbteleii, drren mystische Lieder in das Hallesche, nerdhausische (1735),Magdeburger und andre Gesangbücher aufgenommen wurden. Neumeister undKluge in Wittenbcrg schi iebeu nachdrücklich dagegen und verwarfen insbesondere dieunverständige» und spielenden Redensarten: in Gott einkehren, sich in Christumversenken, in Jesu Wunden verbergen, in Gott einstießen und andre als anstöHg.Ein Freund der Hymnclogie, der dänische Etatsraih Moser, besaß ii» 1.1751schon eine Sammliing von 250 Gesangbücher» und ein Register über 50,000 Lie-,der. Die Veränderungen, welche Herausgeber der Gesangbücher mit ältern Lie-dern vornahmen, haben Serpilius, OleariuS und Schamelius gesammelt.— Auchder durch Gottsched herbeigeführte Geschmack war der geistlichen Dichtkunst nichtganz ersprießlich. Erst seit der Mitte d. 18. Jahrh. m>.t Geliert, welcher 1757 s.,,Geistlichen -Oden und Lieder" herausgab, begann eine günstigere Periode. Estratenneue Dichter auf, deren Lieder dieikrerVorgänger in mehr als einerRücksicht über-trafen, als: Klopstock (1758), I. A. Schlegel (1700), Ioh. Andr. Trainer (1702— 64), Chstp. Chsti. Sturm (1767), Christoph Frieds, Neondei'(i 772), Blstss).Munter (1773), Kasp. Lavaker (1774 — 80), Heinr. Chr. Heeren (1779) u. A.(Vgl. über die meisten die des. Art.) 1705 vereinigte sich daher der Prediger derleformirten Gemeinde zu Lechz., Zollikofer (s. d.), mit den, Kr> eneuereinneh-nier Weiße (s. d.) zur Herausgabe eines neuen Gesangbuchs für die Gemeinde.(In der reformirten Kirche bediente man sich noch der durch der. preuß. Rath, l).Ambrosius Lobwasser st. 1585), nach Marot's und Beza's franz. Übersetz, indeutsche Reime gebrachten Übersetz, des Psalters Davits.) Das Zollikofer'scheGesangbuch, welches 1706 unter manchen Hindernissen und Anfechtungen erschien,brach gewissermaßen die Bahn zur Verfertigung und Einführung neuer Gesang-bücher. Indeß folgten diesem Beispiele die reformirten Gemeinden in Bremen und Lüneburg 1767; im I. 1773 auch die evangelisch-luth, lasche Gemeinde in derKurpfalz; 1778 die bremer Domgemeinde; 1770 Braunschweig; 1780 Schles-wig-Holstein; Berlin; 1782 Kopenhagen , Anipacb u. a., sodaß jetzt, seit Erschei-nung des Zollikofer'schen Gesangbuchs, über 100 öffentliche protestantische neueGesangbücher vorhanden sind. 1819 kam auch eins für die deutsche lutherischeuiid resormirte Gemeinde inNordamerika, zu Baltimore heraus. Manche Gemein-den haben in diesem Zeitraume schon ein zweites neues Gesangbuch eingeführt, alsdie protestantischen Gemeinden in Wien, Riga, Bremen u.a.; andre bedürfen esnoch, denn man war in dem Bestreben der aufklärenden Reinigung häufig so weitgegangen, daß man dasKräftigste nut dem Matte», dasPoelischeundChristlichemitder nüchternen Prosa einer populairen Moral vertauscht halte. Don Evers's „Ge-sangbuch zumSchul- und häuslichen Gebrauche für die Jugend" erschien (Hamburg 1823) eine 2. Aufi. Die Nomen der Dichter, deren Lieder man in diesen neuernGesangbüchern mit und ohne Veränderung aufgenommen findet, können hier nichtalle angegeben werden. Außer den genannten mögen hier noch stehen: Demme,Diterich, Eschenburg , Funk, Funke, Gleim, Graß, Grot, I. A. Hermes, I. Ch.LossiuS, Mahlmann, Meister, Motzn, Niemevcr, Pfranger, Recke, Elise v. der Re-cke , Spalding, Starke, Sonntag, Sucro, W.Albr. Teller, Uz, Juliane V-illodter,Wagner. Auch in vielen röniisch-karhol. Kirchen bed enk man sich neuer deutscherGesinge. — Selbst für den veredelten jüdischen Cultus sind deutsche Gesangbü-bücher erschienen, als von Iohlson(18!9) undvonKley s1821). Das erste enthältnur hier und da abgeänderte Lieder christlicher Liedlrdichrer nach den in christlichenKirchen gewöhnlichen Melodien; das andre aber größtentheils neugedichlete Hym-nen und Lieder. 1,.
G esa ng sch ule n, s. Singschule».
GeschäftSstyl. Unter Geschäften verstehen wir diejenigen Äußerem-