Band 
Vierter Band. F bis G.
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Giganten Gigli

Zusammensetzung von vielerlei Schwitzmitteln als das allgemeinste Gegengiftdachte. Hiervon rühre» die ,V!exiplun,>u,eu der Alten, der sonst so berühmteMuhridat, Theriak u. a. her, welche aber nichts weiter bewirkten, als was sie ver-möge ihrer sonderbaren Mischung konnten, nämlich erhöhte Thätigkeit der Systemeder Nerven und Adern, und daher erfolgenden Schweiß, wodurch sie oft mehrSchaden als Nutzen stifteten. Über die metallische» Gifte belehren Gmelin'gVers.üb. die Wirkung des Baryts, Strontians rc. auf den thierischen Organismus"(Tüb. 1824). (Vgl. Toxikologie.) II.

Giganten, drachenfüßige Riesen, welche Güa, im Zorn über die Einker-kerung der Titanen in den Tartarus, aus dem Blute des entmannten Uranus gebarund zum Kampfe gegen den Jupiter aufregte. Auf den phlegräischen Feldern stürz-ten sie aus der Erde hervor und begannen den Kampf gegen die himmlischen Göt-ter. >L 2 le thürmtcn die Gebirge Ossa, Pelion, Ota, Rhodope und andre aufein-ander, und bestürmten von dieser Höhe mit Felsenstücken und Feuerbränden denOlymp. Wenn erstere inS Meer fielen, bildeten fie Inseln; fielen sie aufs Land,Berge. Aber die Götter errangen den Sieg. Hercules denn ohne den Beistandeines Sterblichen konnten die Götter nicht siegen tödtete und verwundete mehre,unter diesen den Alkyoneus. Mercur erlegte den HippolytuS, Vulcan und Hekateden Klitias, Minerva den Pallas, Jupiter selbst erschlug mehre mit seinen Blitzen,Neptun stürzte einen Theil der Insel Kos auf den Polybatus, Minerva die InselSicilien auf den Enceladus. Nach Einigen wurden auf alle Giganten Inseln oderBerge gestürzt, aus denen sie Feuer spieen, nach A. wurden sie in den Tartarusverschlossen und daselbst mit dem Uranus bewacht. Nach spätern Erzählungen solltaö Geschrei des Esels Silens, nach A. das Blasen des Triton auf seiner See-muschel sie in die Flucht gejagt haben.

G i g a n t i s ch, s. K o l o ß.

Gigli (HieronymuS), Lirerawr, geb. zu Siena den 14. Oct. 1660, hießeigentlich Nenci. Einreicher Verwandter, Hieron. Gigli, nahm ihn an Kindes-statt an, und der junge Nenci führte den Namen s. Wohlthäters, dem er auch einereiche Gattin und ein ansehnliches Vermögen verdankte. G.'s lyrische und drama-tische Dichtungen fanden überall den größten Beifall. Allein sein unbezähmbarerHang zur Satyre und sein beißender Witz, besonders gegen Alles, was Heucheleihieß, erregten ihm gefährliche Feinde. Eine von ihm u. d. T.Don Pilone" veran-staltete Übers. von Moli, re'STartuffe" zog ibm den Haß der Geistlichkeit zu, dieer dadurch noch mehr aufbrachte, daß er dies Stück mit einigen Freunden auf demTheater in Siena aufführte, wobei niehre dort bekannte Personen in Kleidung undBenehmen aufs treueste dargestellt wurden. Aber auch gegen sich selbst und s. Ange-hörigen richtete sich G.'s Witz, und in einem andern Drama,I.-> «»eil:, ,li von?i1o»o", persiflirte er nicht nur sich mit allen s. Schwächen und Eigenheiten, son-dern auch s. Gattin, wegen ihrer oft in Geiz ausartenden Sparsamkeit, s. Ver-wandten und Hausgenossen. Als er endlich, bei der Herausg. der Werke der heil.Katharina, in einem angehängtenVoe-Gvl-irio (.leite opere cki 8u>. 0-,ilu>>e stell» liuAU» s,die Aussprüche der loeostenila stell» 0»,e.i, deren Mit-glied er war, angegriffen hatte, brach der Sturm gegen ihn los, und G., verleumdetuns, angeklagt von allen Seiten, unterlag der Überzahl s. Gegner, unter denen sichdie Jesuiten auszeichneten. Sein Name wurde aus der Liste der Professoren vonSiena , der Mitglieder der Akad. dcrCruSca u. a. gel. Geselllch. auSgestrichen, under selbst aus s. Vaterstadt gewiesen. Da nun überdies noch s. Vermögensumständedurch Verschwendung und Unachtsamkeit sehr zerrüttet waren, so sah er sich gezwun-gen, in Rom alles Das zu widerrufen, was er Verwundendes für die Cruoca unddie überhaupt durch s. Schriften Getroffenen geschrieben hatte. Dadurch erlangteer nun zwar die Erlaubniß, nach Siena zurückkehren zu dürfen, s. Lage ward indeß