Band 
Vierter Band. F bis G.
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Griechen (Kampf derselben 4822)

des Chiliarchen Marko Dotsaris, um Missolunghi , den Waffenplah von West-hellas, zu decken, Suli zu entsetzen und Arta zu nehmen. Sie hatten hier denPascha von Janina, OmerVrione, und den von Arta, Ruschid, zu bekämpfen,indem der Oberfeldherr (Leraskicr) Kurschid, der schon im Mai die Thermopylenvergebens gestürmt hatte, am 17. Juni endlich über Trikali nach Larissa aufge-brechen war. In Albanien ward Suli, das Omer Vrione eingeschlossen hielt,zwar entsetzt, allein nach dem blutigen Kampfe bei Peta (16. Juli 1822), woKopitan Gozo verrätherisch steh, und die Philhellencn, die am längsten gegen dieÜbermacht Stand gehalten, 150 Mann, Kanonen und Gepäck verloren, musstensich Botsaris und Normann ins Gebirge werfen. Vergebens riefMaurokortaiosalle Mannschaft zu den Waffen, die übrigen Heerführer unterstützten ihn nicht;General Darnakioti ging zu den. Feinde über, und innerer Zwiespalt unter denAlbanesen lahmte die Kraft der Hellenen; der Steinhaufen von Suli ward ani20. Sept. den Türken übergeben, ein Theil der Sulioten (1800 Männer mitFrauen und Kindern) fand in Eephalonia britisch-ionischen Schutz, die Übrigen zo-gen stolz und frei ins Gebirge. Endlich warfen sich Mau, okordatos am 5.Nov. mitZOOM. und Marko Botsaris mit 22 Sulioten nach Missolunghi . „Hier'', sagteMaurokordakos, „müssen wir mit Griechenland fallen". OmerVrione glaubte nunMeister von Ätolien zu sein und drang, nebst Ruschid) an der Spitze von 11,000M. bis Missolunghi vor. JussufPascha sandte Truppen vonPatras und Lepaniogegen Korinlh ab , und Kurschid, der in Larissa frische Truppen aus Rumelie » undder Bulgarei an sich gezogen, wollte aus Thessalien durch Livadien, wo die Hellenenbereits am 19. Juni 1822 die Akropolis nach ^monatlicher Einschließung durchHunger erobert hatten, gegen den Isthmus ziehen, und dann mit Jussuf und OmerVrione vereinigt, den Feuerherd des Aufstandes in Morea ersticken. Schon war s.Hauptheer, an 25,000 M. stark, meistens Reiterei, durch die Thermopylen, welcheOdysseuS im Mai und Juni dieses Jahrs so tapfer vertheidigt halte, ungehin-dert vorgedrungen; es hatte aufs. Zuge durch Livadien, Alles verwüstend, eine Am-nestie bekanntgemacht, und Korinth , das der Befehlshaber, ein Priester, NamensAchilleus , der sich nachher aus Verzweiflung selbst den Tod gab, feiger Weise den19. Juli räumte, besetzt; als aber Kurschid selbst durch jene Pässe ziehen wollte,ward er 3 Mal von -OdysseuS geschlagen und nach Larissa zurückgetrieben, wo er den26. Nov., kurz vor der Ankunft des Kapidschi Baschi starb, der sein Todcsurtheilbrachte. Jenes Reiterheer aber, ohne Fußvolk, Lebensmittel und Futter, fand inMoreas Bergschluchten s. Untergang. Ale es gegen Argos zog, von wo dieCentral-regierung entfloh, und 6000 M. von Jussufts Heere zu demselben gestoßen waren,worauf es Verstärkungen nach.Napoli di Romania warf, vereinigte die Gefahr alleKapitanis; jetzt galt ihr Befehl allein, und ihre That entschied. Nikolaus Nikitas,der eben Napoli di Romania mir Eapitulation zu nehnreu gehofft harte, MauroMichali und Hpsilantis Zogen sich, das ebene Land verwüstend, auf die Hohen beiArgos; Ppsilankis hielt in der verfallenen Burg von Argos den Fortschritt des Fein-des auf; die griech. Flotte vereitelte den Entsatz von Nauplia durch die große türki-sche Flotte und nahm ein östreichisches mit Lebensmittcln nach Nauplia bestimmtesSchiff; Odysseus bemächtigte sich der Pässe des Geranien; Kolokotroni aber, dervon Patras , das er umzingelt hielt, herbeigeeilt war und alle Mannschaft zu derFahne des Kreuzes gerufen hatte, übernahm den Oberbefehl und besetzte noch inden letzten Tagen des Juli die Pässe zwischen Patras , Argos undKorinth, wodurcher den Türken die Verbindung mit Thessalien und Kurschid abschnitt. Daraufbegann auf allen Seiten der kleine Krieg, Tag und Nacht vom 1. bis 8. Aug- Am8. erbot sich der türkische Oberfeldherr, Drain Ali (oder Ttschar Hadschi Ali Pa-scha), dessen Truppen nur Pferdefleisch zur Nahrung hatten, Morea zu räumen;allein Kolokotroni verwarf den Antrag. Nun wollte sich der Pascha nach dem Jsth-