Band 
Sechster Band. K bis L.
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Kupido Kuppel

Vorrichtungen, um Kupferfiiche auf eine zierliche ?lrt schneller und wohlfeiler alsbicher zu verfertigen. Vollkommener als die britifthen, welche man dis 1815 sehrgeheim hielt, war jedoch die von dem verst. Conto in Paris vor 20 I. erfundenegroße Kupferstichmaschine, durch welche die Franzosen in den Stand gesetzt wur-den, ihre Prachtwerke so zierlich und so wohlfeil zu liefern, und womit jetzt in Ber-lin Vorzügliches geleistet wird. Conto war Director der Arbeiten der Commission,welche die Ausgabe der „Denvi iptin,, >Io l'k^'vpto" zu besorgen hatte. Die ebensokostbare als langweilige Fertigung der dazu nöthigen Kupferstiche leitete ihn aufseine Erfindung, wodurch Luft, Wasser, einzelne Stücke der alten Architekturund ähnliche Gegenstände nicht nur bestimmt dargestellt, sondern auch, vorzüglichin den sogen, platten Tinten, vortrefflich ausgeführt wurden. Bei diesen Tintenund bei dem sogen. Grunde kommt nämlich Alles auf die Geradheit der Linien, aufderen Parallelismus und gleichförmige Tiefe an; auch bei den wellenförmigen Li-nien gewährt Contos Maschine dieselben Vortheile. Als er seine Erfindung aufdie punktirten Linien ausdehnen wollte, überraschte ihn der Tod. Ohne aus dersel-ben ein Geheimniß zu machen, verfertigte er selbst die erste Maschine dieser An, mitwelcher die Commission für die „I),-5mi>>ii»n >lo I'ls-zvpte" für mehr als 300,000Fr. Kupferstiche lieferte. Auch bei der <>« l1,>,>-ü.,,>iiii„>>lo" ward diese

Maschine gebraucht. Die Herren Ober kämpf erhielten von ihm eine ähnliche, fürihre Cottondruckereien berechnete Maschine. — Die Conto'scheKupfei'stlchmaschinebesteht aus einemTifthe, auf welchem die Kupferplatte ausgeschraubt ist. Ein senk-rechtcsRad ist mit einem Zeiger versehen, welcher, wenn er gedreht wird, eine sehrlange, horizontal gestellte Schraube mit einem Lineal von Kupfer in Bewegungseht, an weichem ein Wagen mit einem Griffel hinläuft, wodurch die parallelen Li-nien entstehen, deren Abstände verschieden sind, je nachdem der Zeiger an dem Rade,das in 8 lind wieder in 2 Theile getheilten Bogen besteht, gestellt wird. Der Wa-gen trägt eine Feder mit einer Schraube, welche auf den Griffel wirkt und mit ei-nem Zifferblatts nebst Weiser versehen ist, wodurch der Grad des Druckes bestimmtwerden kann., Auch der Grabstichel läßt sich bei dieser Maschine anwenden; undwo man mit Ätzwasser gravirt, nimmt man statt des Griffels einen Demant. Willman zitternde Linien einschneiden, so nimmt man ein wellenförmiges Sebeibchen;zu langen und großen wellenförmigen Linien aber eine große, nach einer bestimmtenFigur ausgeschnittene Kerbstange; durch eine kleine Zugabe kann man auch conver-gircnde Linien und dadurch die Linearperspective hervorbringen. Endlich hat Hr.Galet die Cont/'sche Maschine noch für runde Linien eingerichtet. Man verfertigtemittelst dieser Maschine Luft von 3 Fuß Höhe und 28 Zoll Breite mit regelmäßigerAbnahme von Oben nach Abwärts in 3 bis 4 Tagen, wozu man sonst mit freierHand auf gewöhnliche Weise 8 Monate gebraucht habe» würde; ebenso Wasser-flächen von 3 Fuß; Hintergründe von 3 Fuß 8 Zoll. Eine andre Kupferstichma-schine, von Schlick, einem Dänen, verfertigt, ward, nach Iomard'S Bericht imNamen einer Specialcommission über Kupferstichmaschinen, nicht so brauchbar alsdie Contö'sche gefunden. S. die Beschreib, und Abbild, der Conto'schen Ma-schine in Dingler's „Polytechn. Iourn/H Jan. 1824.

Kupido, s. Cupido.

Kuppel (ital. v»>>c>I.i, franz. ronpnlo, cloms scmipole eigentlich deräußere und dOme der innere Theil der KuppelP lat. tI>e>I»H, Kugel- oder Kessel-gewölbe, ist ein sphärisches oder Halbkugelrundes Gewölbe, welches runden Gebäu-den zur Decke dient und oben gemeiniglich eine runde Ö.ffnunz behält, durch welchedas zur Beleuchtung nöthige Licht hereinfällt, welche Öffnung entweder ganz freibleibt oder mit einem kleinen, an den Seiten offenen Thürmcken erbaut wird, wel-ches man die Laterne nennt. Die Alten, welche oft runde Tempel bauten, sinddie Erfinder der Kuppeln, von welchen uns noch das ehemalige Paniheo», die