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Siebenter Band. M bis N.
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Mafra

kiel Verona"; 5) ,I1»>;eun, Vmonoi-w"; 6) „Verona illii.-iiiaka", „nb vieleandre, besonders über s> Vaterstadt. Ausg. seiner sämmtl. Werke: 21 Bde.,Venedig 1190. — 4) Giovanni Pietro, einer der gelehrtesten Schriftstellerunter den Jesuiten, stammte von einem in Bergamo angesiedelten Zweige des Ge-schlechts. Er wurde hier 1535 geb., ging nach Rom, wo er sich mit Annibal Caro u. a. gelehrten Männern verband, »ahm später den Lehrstuhl der Beredsamkeit inGenua an, wo er bald auch Secretair der Republik wurde, und trat 2 I. nachherzu Rom in den Jesuitenorden. Im römischen Collegium lehrte er mit Erfolg dieDeredtsamkeit und gab (1510) eine lat. Übersetzung von Acosta's „Geschichte vonIndien " heraus, deren schöne Schreibart den Card. Heinrich von Portugal ver-anlaßte, den Vers. »ach Lissabon zu berufen und ihm die Abfassung einer allgemei-nen Geschichte von Indien zu übertragen, wozu er ihm die Urkunden aus den Ar-chiven mittheilen ließ. Dieses Werk („lH-.il» in.Iie-,, »„> »>»> XVI")erschien 1588 zu Florenz , und in einer bessern Ausg. zu Kokn 1518, ist aber nurdurch die Lchreibarr, und keineswegs durch Kri'ik und Gründlichkeit ausg->icbnet.1581 kam M. nach Rom und Sicna zurück, in ner mit der Ausfeilung s. Werkebeschäftigt, worin er so niübsam und ängstlich gen.u: war, daß er oft ganze Tagemit dem Abglätten einiger Redensarten zugebracht haben soll. Er starb 1003 zuTivoli. — 5) Paolo Alessandro, ward 1653 z» Dolterra geb. Er befeh-ligte m Rom eine Compagnie der päpstl. Garde, setzte dabei s. gelehrten Beschäfti-gungen eifrig fort, und errvarb sich durch fleißigen Besuch der Museen und Cabmetteeine ausgebreitete Kenntniß der Denkmäler des Alterthums. Erst in seinem 50. I,machte er die Früchte seiner freilich nicht sehr kritischen Arbeiten bekannt. Er starbzu Rom 1116. Seine wichtigsten Werke sind: „H-x-coli-, >Ii 5l.->i»e .unliebe cinullorne" (Rom 1104, Fol.), worin 163 Abbild, von alten Denkmälern enthal-ten sind, die sich in Roms Palästen, Gärten und Sammlungen befinde», und eineneue Ausg. der „Lennne unliebe iPurale eolie 5po».i/>»i>>" des Lionardo Ago-stini, die 1101 za Rom erschien, aber, ungeachtet sie die vollständigste ist unddulch M.'ö Zusähe undAnMerk. neuen Werth erhält, doch von Liebhabern wenigerals die älteste und seltene, durch schöne Kupferabdrücke ausgezeichnete Ausg. vrmI. 1651 (2 Bde., 4.) gesucht wird. (Vgl. Eberk'S „Bibliogr. Lex.", Art. Ago-stini.) — 6)Rafael, auch u. d. N. Rafael von Dolterra bekannt, ward gegendie Mitte des 15, Jahrh, zu Dolterra geb., widmete sein ganzes Leben gelehrtenBeschäftigungen, und starb 1522 in (.Vaterstadt. Seine bekanntesten Werkesind die Zuerst 1506 zu Rom erschienenen „Oominenlaiii ieium urbao.ii »»>libri XXXVIII", die in den eisten 23 Büchern geographische und biographischeAbhandlungen, in den letzten aber eine eneyklopäd. Übersicht aller gegen Ende des15. Jahrh, verbreiteten Kenntnisse enthalten.

Mafra , Villa mit 400 H. und 1000 Einw. in der ProvinzEstremadura,ungefähr 5 deutsche Meilen nordwestlich von Lissabon , unfei n dem Meere, ineiner dürftigen hochgelegenen Gegend, hatte einst das ärmste Kloster in Portugal und hat jetzt das prächtigste. In einer Krankheit gelobte Johann V. den Baudieses Klosters an der Stelle des schlechtesten seines Reiches, und von 1111 — 31wurde dieses Gelübde, mit einem Aufwande von mehr als 20 Mill. Gulden, er-füllt. In seiner viereckigen Form dem Eseorial ähnlich, ist es ihm an Ausdehnungüberlegen, indeß mehr ein Denkmal der Prachtliebe und des Aufwandes als derGröße; in den Augen der Eingeborenen aber: .^luiaeilbu (das Wunder) <!<-1'»,-tiigai! Ein deutscher Goldschmied, Friedrich Ludwig, der bei den Arbeiten fürdie Patriarchalkirche reich geworden war, wurde mit der Ausführung dieses Ge-bäude« beauftragt. Es wird durch ausgedehnte Gärten mit reichversorgken An-pflanzungen, lind seit 1112 durch eine Klosterschule belebt, die Joseph I. dortstiftete. Auf der Westseite ist ein ionischer sechosauliger Pvrticus, welcher zu der