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Magie, natürliche
zogen und von der klebrigen sympathetischen Dinte festgehalten zu werden, und derVerbrannte Körper wird dann auf einmal in seinem Schattenrisse wieder erkannt.So verwandelt unser Magier ein Spiel Karten in einen lebendigen Vogel, indemer neben dem eigentlichen Spiel Karten noch ein nachgemachtes, inwendig hohles,oben und unten mit 2 Kartenblättern. an den Seiten mit Kartenblattschnihchenzusammengeleimtes hat, in dessen Innern ein lebendiger Vogel sitzt, der durcheinige kleine Öffnungen Lust hat. Darauf wird das nachgemachte Spiel Kartenstatt des echten in eine unten offne blecherne Büchse geschoben, in die es genauund eng hineinpaßt, das untere nur leicht angemachte Blatt weggerissen, und —»statt der Karten kommt ein Vogel aus der Büchse, Unser MagicuS läßt auch.Mittelst eines Hohlspiegels, dessen Bilder auf den häufigen Dampf der Räuche»rungen fallen, Geister erscheinen, durch bekannte akustische Apparate sie Fragenbeantworten u, s. f. An andrer Theil dieser natürlichen Magie, richtiger Ta-schenspiekerkunst genannt, beschäftigt sich mit der Bereitung sympathetischer Din-ten, mit elektrischen Kunststücken, wie man z. B- durch den elektrischen Funkenein Thier todten, einem Menschen unvermuthet einen Schlag versitzen könneu> s. w> Unter Magie im engern Sinne sollte man bloß jene geistige (gute oderschlimme) verstehen, die sich auf eine Gewalt des Geistes über Geist und Körper— den eignen soivol als fremden — und über die äußere Natur gründet. JeneKrankenheiklingen, die durch den Glauben, jene Einwirkung auf den Willeneines Fremden und Entfernten, durch Fipirung des eignen Willens auf jenen(s, Magnetismus), das ganze Gebiet des Hellsehen«, z. B. das Wissenum fremde Zustände und Gedanken, Vergangenheit und Zukunft, die ansteckendeGewalt des Enthusiasmus, der Verzückung und andrer guten und schlimmen Zu-stände dieser Art und alles Verwandte, gehört in das Gebiet der eigentlichen Ma-gie; denn alle jene Erscheinungen gründen sich aus die Gesetze der in vergeistigenRegion herrschenden Liebe oder Abneigung. In das Gebiet der natürlichen Ma-gie gehörten dann solche Erscheinungen der organischen und anorganischen Natur,welche sich auf das Gesetz einer körperlichen Verwandtschaft (Liebe oder Abneigung)gründen, wiez, B. das Mtlönen der angespannten Saiten, wenn außer ihnen undin ihrer Nähe der gleichlautende und venvandte Ton angeschlagen wird. Natür-liche Magie also ist es, wenn in einem lebenden menschlichen oder thierischen Kör-per durch den Gebrauch gewisser natürlicher Mittel, z. B. aus dem Pflanzenreich, ir-gend eine sinnliche Begierde ;c. erregt wird, oder ein bestimmter Zustand desNervetpsystems. Natürliche Magie ist es ferner, wenn die Infection eines Thieres (z, B,eines Hundes, der Tauben, Bienen) durch die Ausdünstung und den Schweiß einesMenschen Zuneigung zu dem letztem erregt, ein magisches Geheimniß, das sichselbst öfters unter 2 verschiedenen Menschen erprobt hat, wie die plötzlich entstan-dene Leidenschaft jenes sranz. Königs zu einer Prinzessin, weiche auf solche Weiseerregt worden, beweist. (M. f. Kluge, „Über thierischen Magnetismus".) Indas Gebiet jener natürlichen Magie gehören ferner Erscheinungen, wie jene be-kannte, wo ein Aal durch Berührung eines Magnets oder großen Stücks Eisenzum großen Theil seiner Muskelstärke beraubt wird, wo ein Gewächs besser undüppiger gedeiht, wenn es in der Nähe einer bestimmten Art von Pflanzen steht, wosich Nervenzufälie von einem Menschen auf einen andern, oder auf ein berührteszartes Thier fortpflanzen und so sich lindern, oder wo umgekehrt heftige Nerven-zufälle durch die selbst unbemerkte Annäherung eines widerlichen Thiere«, z. B.einer Katze, erregt werden; Frucht und Zittern selbst in ganz unerfahrenen, erstkürzlich au« Europa z. B. nach Afrika gebrachten Thieren bei dem Brüllen eine«Löiven, und eine Menge Erscheinungen, die sich auf natürlich-Sympathie undAntipathie gründen. Eine natürliche Magie dieser Art würde aus Naturkunde unhselbst Heilkunde und Physiologie vieles Interessant» und manches minder Anep.