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gezogen, von dem andern aber abgestoßen; der andre Pol des Magnets wirkt ent-gegengesetzt, und dieselben Erscheinungen zeigen sich sämmtlich umgekehrt an derander» Spitze der Nadel. Die einander anziehenden Pole hat man freund-schaftliche, die sich abstoßenden hingegen feindliche genannt; auch nennt manNordpol und Südpol ungleichnamige, Nordpol und Nordpol aber, sowie Süd-pol und Südpol , gleichnamige Pole. Das magnetische Abstoßen läßt sich in einAnziehen verwandeln, wenn ein sehr starker einem sehr schwachen Magnet so nahegebracht wird, daß die südliche Polarität durch Null in die nördliche übergeht.Hieraus hat man mit einiger Wahrscheinlichkeit auf zwei verschiedene magnetischeMaterien geschlossen, wovon die eine die andre schwächt, und die sich überhauptin ihren Wirkungen ebenso verhalten, wie die positive und negative Elektricität.Man nennt auch die nördliche Polarität wirklich die positive, sowie die südliche dienegative, obgleich zwischen der Natur der magnetischen und elektrischen Materie eingroßer Unterschied ist. Damit soll aber nicht da? wirkliche Vorhandensein von zweiverschiedenen magnetischen Materien behauptet werten. In der einstweiligen Vor-auosetzung derselben bezeichnet man die eine ss- öl, die andre — öl; jenes ist dienördliche, dieses die südliche. Wenn wir nun unsere Erde als einen Viagnet be-trachten, welcher sich in den südlichen Theilen al« -s- öl, in den nördlichen aberals — öl zeigt, so läßt sich daraus die Richtung der Pole eines Magnets nach N.und S. erklären, und eS folgt, daß, wenn wir uns als Bewohner der nördlichenHalbkugel denken, der nach N. zeigende Punkt des Magnets der Südpol , undder nach S. gewandte der Nordpol sein muß. Auffallend ist auch an dem Viagnetdie Eigenschaft, daß er seine Kraft dem Eisen mittheilt, wodurch die künstlichenMagnete entstehen. Wenn ein Stückchen Stahl oder Eisen eine Zeit lang an ei-nen, Magnet gehangen hat, oder auch nur mit demselben bestrichen worden ist,so wird es selbst magnetisch und zieht andres Eisen an. Man darf dies nicht füreigentliche Mittheilung der magnetischen Materie halten, da der Magnet dadurchnichts an seiner Kraft verliert, und überdies das Stück Eisen oder Lkahl auchnicht Das empfängt, was der Magnet hat, sondern jedesmal das Gegentheil.Vielmehr stellt man sich, wie bei der Elektricität, vor, daß die (vorausgesetzten)beiden magnetischen Kräfte -j- öl und — öl im gemeinen Eisen gebunden und,da sie sich im Gleichgewicht befinden, nicht bemerkbar sind; in dem magnetisirtenEisen aber durch die Kraft des Magnets das Gleichgewicht aufgehoben, eine Der-theilung der magnetischen Kraft bewirkt, und dadurch Polarität hervorgebrachtwerde. Jeder Pol eines Magnets wirkt auf dos Eisen schon in einer gewissen Ent-fernung. Den Raum, durch welchen sich diese Wirkung erstreckt, nennt man denmagnetischen Wirkungskreis oder die magnetische Atmosphäre. Bei dieser Wir-kung findet das nämliche Gesetz statt, wie bei der Elektricität. Ein jeder magne-tische Pol sucht in demjenigen Eisen oder eisenhaltigen Körper, der in seinen Wir-kungskreis kommt, eine der seinigen entgegengesetzte magnetische Kraft zu er-wecken, woraus das allgemeine Gesetz folgt: ungleichnamige Pole der Magneteziehen sich an, gleichnamige stoßen sich ab. Wenn man einen unmagneiischenStab von Eisen oder Stahl in den magnetischen Wirkungskreis eines Pols bringt,welcher freie« -s- öl hat, so trennt die« beide bisher gebundene, also im Gleichge-wichte befindliche und »»merkliche öl des Eisenstabes, indem es — öl schon in derFerne anzieht, und daher in dem Theile des Eisens, der ihr am nächsten ist, — ölhervorbringt, das -s- öl hingegen zurückstößt, welches das andre Ende des Eisensempfängt. Stärker und dauerhafter al« durch Erweckung theilt man einem Eisen-oder Stahlstabe die magnetische Kraft durch das Streichen mit. Dies geschiehtentweder durch den einfachen Strich, indem man den Stab von seiner Mitte ausnach der einen Seite mit dem einen, und nach der andern Seite mit dem andernPole des Magnets in einerlei Richtung mehrmals streicht, oder durch den Doppel-