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Magnetismus, Eleklnsiims u. Chemismus
nur die ersten Grundlinien an. — Bekanntlich unterscheidet man an Magne-ten (und so an jedem magnetischen Körper) zwei entgegengesetzte Endpunkte,welche als Nord- und Südpol erscheinen, und einen dritten Punkt zwischenbeiden, welcher indifferent ist (keine magnetische Wirksamkeit äußert) und da-her Indifferenzpunkt heißt. Diese drei Punkte liegen m einer Linie, und derMagnetismus wirkt immer in gerader Richtung (nach der Linie); auch hat dieMagnetnadel eine bestimmte Richtung (von S. nach N.). — Alles zeigt dar-auf hin, der Magnetismus sei Linieufunetion. lineare Polarität. — Dagegenhaftet der ElektrismuS, insofern er rein, als bloßes Anziehen und Abstoßen sichäußert, immer nur an den Flächen der Körper, wirkt nach keiner bestimmtenLinie; nur elektrische Flächen wirken auf Flachen andrer leichter Körper erstanziehend, dann zurückstoßend. Der ElekrriemuS ist daher Flächenfunetion,Flächenpolarität. — Wenn endlich die entgegengesetzten Stoffe (z. B. Säure undAlkali oder Lauge) einander gegenseitig (chemisch) nach allen Richtungen odervielmehr richkungSloS durchdrüigen, so ist dieses eine Ackio» in die Tiefe, wodurchneue Materien erzeugt werden. Der Chemismus ist daher Dickefuncrion. Undso entsprechen die drei Planetenprocesse vollkommen den drei Dimensionen derräumlichen (ausgedehnten) Materie; denn der Raum existirt nicht für sich, er isteine Abstraction und die Geometrie (Rau.mwissenschaft ist daher die obstraeteNaturwissenschaft. Dieses ist die mathematische Bedeutung der Processe, weschedie Materie des Planeten beleben, aber sie haben auch eine physikalische Bedeu-tung. Wie nämlich in der uns bekannten Welt keine Seele ohne Leib, keine Thä-tigkeit ohn« «dein existirt, so auch kein Proceß (keine polare Thätigkeit) ohne einmaterielles Substrat, eine Basis. Sowol der Magnetismus als der Elekrris-mus und der Chemismus haben ein solches Substrat, eine solche Basts oder Ele-ment, worin lind wodurch der Proceß wirkt, und welches gleichsam sein Organ ist.So der ElektrismuS; er herrscht vorzüglich in der Luft, und diese ist jederzeitelektrisch, wicwol i» verschiedenen G,aden, bald stärker bald schwächer; alleeigenthümliche Veränderungen der Atmosphäre sind ursprünglich elektrische Verän-derungen. Der ElektrismuS ist daher das Leben (die eigenthümliche Thätigkeit)der Luft, und diese daher das eigenthümliche Substrat, das Organ oder gleichsamder Leib des ElektrismuS. — So der Magnetismus; er ist nur in starren Körpernkhätig (denn weder Luft noch Wasser kann magnetisch werden), namentlich imMetall, stnnlich erkennbar vorzugsweise im Eisen; der Magnetismus ist daüLeben des Metalls, das Merall die Basis des Magnetismus. — So endlich derChemismus; seine Basis ist das Wasser. Vorzüglich ist das Meerwasser daseigentliche Element des Chemismus. Im Meerwasser hat sich die ihm eigenthüm-liche Säure (Salzsäure, Wassersäurr) mit dein Nairum (dem erdigen Bestandtheildes Meerwassers) zu Meersal; verbunden. Der Proceß, durch welchen das Meer-salz entstand und noch entsteht, ist gleiebsam der chemische Urproceß, von welchemjeder andre chemische Proceß ein Nachbild ist; kenn alle chemische Stoffverbindungist ähnlich dem Salzbildungsproceß, worin sich die Erde mit dem Wasser (dasErdige mit dem mauern) vermählt. Die eigenthümliche Thätigkeit des Wassersist Auslösung (eine chemische Action), und Wasser ist das thätige Mittelglied beiallen chemischen Verbindungen und Trennungen. So erscheint also, wissenschaft-lich betrachtet, der Galvanismus im Großen als die Wechselwirkung der dreiElemente des Planeten, der Erde, des Wassers und der Luft, oder als die Wech-selwirkung zwischen drei Seelen der Elemente, des Magnetismus, Chemismusund ElektrismuS. — Durch die neuern Fortschritte der Naturwissenschaft, hin-sichtlich des Wesens und gegenseitigen Verhältnisses der genannten Processe, durchdie Entdeckungen eines Volka, Ritter. Ermann, Humboldt u. A., in Verbin-dung mit den wissenschaftlichen Erörterungen eines Steffens, Buch, Karsten und