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Siebenter Band. M bis N.
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Magnifieat Maginiftl,

Abweichung auf der ganzen Erde gemacht, daß man Abweichung-- oder Declina-tion-charten hat entwerfen kennen. Aber tiefe Charten sind nur für einige Zeitbrauchbar, da ununterbrochene, euie lange Reihe von Jahren hindurch fortgesetzteBeobachtungen, namentlich zu London und Paris , dargeihan haben, daß die Ab-weichung an einerlei Ort veränderlich ist. Seit 150 I. hatte dieselbe von Nordnach West beständig zugenommen ; seit einigen Jahren steht sie still. Lehr wahr-scheinlich ist die Witterung, die Abwechselung zwischen Wärme und Kälte und in-sonderheit die Elektricität dabei wirksam. Fast unwidersprechlich führen daraufSaussure'ö meteorologische Beobachtungen und daraus gezogene Folgerungen.Eine andre sonderbare Erscheinung bei der Magnetnadel ist ihre Neigung oderInclination, welche sich dadurch zeigt, daß die eine Spitze, bei völligem Gleich-gewicht der Nadel, sich gegen den Horizont neigt. Man nimmt sie an den meistenOrten derErde, doch nichtüberall aufgleicheArtund unter gleichcmWinrel, wahr.Sie zu beobachten, hat man eigne Neigungscompasse. In dem größten Theileder nördlichen Halbkugel unserer Erde ist es der Nordpol der Magnetnadel, wel-cher sich gegen den Hornont neigt. Diese Neigung, wobei sich der Südpol hebt,wird die nördliche genannt. S ie nimmt zu mir der Annäherung an den Pol, daherSeefahrer denjenigen entgegengesetzten Theil der Compaßnadel, welcher sich hier-nach bei der Annäherung an den Pol über den Horizont erhebt, einstweilen mitso viel Wach- schwerer mache,/, daß die Nadel die nöthige horizontale Lage erhält;sowie daher auch die Nadeln von Haus au- so aufgestellt werden missen, daßder eine Theil etwas schwerer als der andre ausfallt. In der südlichen Halbkugelhebt sich der Nordpol der.Nadel, indem sich der Südpol gegen den Horizont neigt.Diese Neigung heißt die südliclw. Sie nimmt ebenfalls zu, je mehr man sichdein Eüdpol nähert. Es gibt Örter auf der Erde, wo sich die Magnetnadel garnicht neigt; diese fallen zwar nicht, wie man aus dem Bisherigen schließen möchte,unter den'Aguaror, doch aber in dessen Nahe. Die Neigung ist ebenfalls veränder-lich, aber nicht in dem Grade wie die Abweichung. Die Ursache der /Neigung derMagnetnadel leiten die Phrsiker au- der magnetischen Kraft der Erde, die Ursacheihrer Veränderlichkeit aber an- dem Umstände her, daß die magnetischen Pole derErde sich nach und nach in andre Stellen verrücken, welches allerdings auch an-der Abweichung der Magnetnadel zu erhellen scheint. Über Declination und In-clination der Magnetnadel gibt vollständige Belehrung: Christopher HansteenA„Untersuchung über den Magnetismus der Erde" u. s. w. (Christiania 1819, 1.),deßgl. Desselb. Schrift über den magnetischen Meridian und dessen Pole. AuchParry hat auf seiner Entdeckungsreise im nördl. Polarmecre darüber Beobachtun-gen angestellt. Die neuesten Ansichten über die Richtung der Magnetnadel ent-wickelt das bei dem Artikel Mag net genannte Werk von I). Pfasf. 1829 habendie von Hausiern aus s. wisscnschaftl. Reise in Sibirien gemachten Beobachtungenseine Annahme eines magnetischen Poles bestätigt.

M a g n r f i c a t, der sogen. Lobgesang Mariä, welcher in der Vulgata an-fängt: ältigiiiü-!it anniul inoa (le-nunum. Er wird häufig in Musik gesetzt undals Kirchenmusik aufgeführt.

Magnificenz (Herrlichkeit, Hoheit), ein Titel dcr Rectoren undKanz-ler der Universitäten, auch in den freien Städten terBürgermeister. Ei» Fürst , derdie Würde eines RectorS übernimmt, wird „>.>gi,ilioo,itis!n,i,u.'> genannt.

Magnuse n(Finn) (isländ.b'innnr äiag»»!8ni>), geb.den21.Aug.1181zu Skalholt auf Island , wo sein Vater, der Landrichter (Laugward) MagnuSOlafson, Ökonom war, ist seit 1815 Pros. in Kopenhagen , und ward vor Kurzemauch zum Adjunct des königl. geh. Archivars Thorkclin ernannt. Unter alle» Is-ländern zeichnet sich M. durch seine treue Liebe zur Kunst und zu seinem dänischenVaterlande aus. Seinen Vorlesungen über die Edda verdankt man einen vielfach