Magyaren Mahlinann 39
erwachten Sinn für da? nordische Alterthum in Dänemark . Seine Bearbeitungder sämmtl. Eddischen Lieder (-1 Bde.) ist classisch. Seine von dem König ihm auf-getragenen archäologischen Vorlesungen für die Kunstakademie haben ihni zwarNeid und eine» unwürdigen Streit zugezogen; allein die Sache de? Alterthum?Hai durch s. 'Antworten, in welchen Viele? auf eine gründliche und ruhige Art aufsNeue beleuchtet ist, in der That gewonnen. Zhm verdankt man auch die Forts, derisländischen Anna'»n („>v <pi-blö>1"), insbesondere dieHcrauSg. der „bäl.l-, 8i,e-,nu»>Ii>i l,i»- 1'i>»w", aus Kosten desArna-Magnäischen ZnstitulS (Kopenh.,3.B.,4.), und die Schriften der isländ. Literaturgesellschaft, deren Stifter er ist. 87.
M agvarcn (Madjaren), der ursprüngliche Name der Ungarn , densie sich selbst geben, und mit welchem sie noch jetzt sich am liebsten benennen lassen. Erstum 626 singen sie an. bekannt zu werden. Sie stammen aus Asien ab, aber überihren ursprünglichen Wohnsitz sind die Meinungen getheilt. Die wahrscheinlichsteist, das sie in der Mögend des kaspischen Meeres, zwischen dem Flusse Kama unddem Gebirge Ural , gewohnt haben. Eine gewisse Ähnlichkeit, die man zwischender Sprache dcrFinnen und der Magraren zu entdecken geglaubt, hat die Vermu-thung veranlaßt, daß dieseLeßtern sinnischen Ursprungs wären. Nach verschiedenenZügen in Asien kamen sie zu Ende des ".Jahrh, aus Asien nach Europa und besetz-ten die Gegenden zwischen dem Dnipr und Don am Zngulflusse, im heutigen Ka-tharmoslaw'schen Gouvernement. Hier blieben sie über 260 bis sie den an-dringende» Petsckenegen weichen mußten. Sie drangen unter ihrem AnführerArpad in der letzten Hälfte des 9. Jahrh, nach Dacien vor, setzten sich 896 in Pan-noiuen fest und errichteten da ein Reich. Die ältern Annalisten nennen sie biswei-len Tüllen, gewöhnlich aber Ugner, Ungarnz das Land selbst wurde nach ihnenUngarn (s. d.) benannt. S. de? Grafen Mailarh „Gcsch. der Magnaren"(Wien 1829, 5 Bde.). A—->.
Mahabkarata, s. Indische Literatur.
Mahagoni (Maboni, nach falscher Aussprache), richtiger, wiewolbei uns weniger gebräiichl.ch, Ma koga n i. Unter den 3 bis jetzt bekannt geworde-nen Baumaaitmigen d. N. zeichnet sich der gemeine Mahogambaum seines schätz-baren Holzes wegen aus. Lein Vaterland sind die wärniern Länder des mittägi-gen Amerika, Jamaika, Tuba, Dominos und die Bahama-Inseln. Das Holz istein wichtiger Handelsgegenstand. Man hak gewässertes, inarmorirteS, gemasertesund ganz glattes. Die ansang? gelbröihlicbe Farbe wird mit der Zeit braun undendlich ganz schwarz. Will man die eigenthümliche Farbe länger erhalten, so darfman es nicht zu stark mit Wachs bohnen, noch weniger mit ^)l bcstreichen. Seinschönes Ansehen, der treffliche Glanz, dessen es fähig ist. die ausnehmende Härteund die besondere Eigenschaft, daß es nicht fleckt, und derWurni nicht hineinkommt,verschaffen dem Mahogamholz einen der ersten Plätze unter den kostbarsten Hölzern.Die Spanicrund Portugiesen in Amerika bauen Schiffe daraus, wozu es sich bes-ser schickt als das Eichenholz. Das falsche Mahogamholz, bekannt u. d. N. Ma-deiraholz, von dem BaumeVigmatico, hat vor dem echten den Vorzug, daß es dieFarbe besser behält. Die Rinde des MahoganibaimiS ist von medicinischcm Ge-brauch, u. a. gegen Wechselfieber und periodisches Kopfweh.
M ahlmann (Siegfried August), k. sächs. Hofraih, Dichter im lyrisch-elegischen Gebiet und in der Burleske, geb. den 13. März 1111 in Leipzig , woer, vom Rcckor Korbinski in Borna und auf der Landschi le in Grimma dazu vor-bereitet, bis 1789 studirte. Er beschäftigte sich vornehmlich mit den allgemeinenWissenschaften, mit Mathematik und Philosophie, ging als Führer eines jungenEdelmanns nach Liefland, mit welchem er nachher die Universitäten Leipzig undGöttingen besuchte. Darauf reiste er nochmals nach Liefland und Kurland 1797,und kehrte 1798 nach Leipzig zurück. Hier beschäftigte er sich vorzüglich mit de,r