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Siebenter Band. M bis N.
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Maimoii (-Lalomon)

1205 zn Kabira oder in Palästina beschloß. Unter seinen Schriften ist die be-kannteste: „Moreh tssevochim", >>>»'!„> ;,r-r>>loK»nu>. (Lehrer der Verwirrtenoder stLankente»), ein Versuch, die Lehren des A. T. niit der Vernunft in Über-einstimmung zu bringen, oder eine Art von Religionsphilosophie, welche von sei-nem hellen Verstände und seinem Scharfsinn auf das rühmlichste zeugt. DieseSchrift war ursprünglich arabisch geschrieben und wurde von einem Juden insHebräische, und von Burkorf ins Lae. übersetzt (1629, 4.). Außerdem verdienengenannt zu werken: sein treff.leber Commentar über die Mischna , hebr. und lat.(Amsterdam , 6 Bde., Hol.): „Jak Chazakha" (die starke Hand), ein Abriß des„Talmud" (Venedig , 4 Bde., Hol.); „SepherHammisokh" (das Buch der Lehren),hebr. und lat. (Alusterdam 1640, 4.), eine Erklärung der 613 affirmativen undnegativen Lehren des Gesetzes. Heiner ein Buch über den Götzendienst, übersehtvon Vosstus, ein andres über Christus, von Genebrard übersetzt, mehre niedici-msche und andre Wei ke, Briefe und Abhandlungen. Die Juden nennen ihn denwahrhaften Meister, den großen Adler, den Ruhm des Morgenlandes, das Lichtdes Abendlandes und betiachten ihn als das größte Genie nach dem GesetzgtberMoses . Sie bezeichnen ihn, ihr,r Sitte gemäß, oft mit den vier BuchstabenR.M. B. M. (Rabbi Moos Ben Maimon ), woraus man Rambm gemacht Hai.Man hat es jedoch der Moral dieses geistreichen Lehrers der Juden Nicht zurEhre angerechnet, wenn er in seinem „Sepher Mischpokm," (oder das Buch vonden Rechte») die Erläuterung gibt: „Leute von andrer Religion soll man steißigmahnen, denn es ist ein verdienstvolles Werk, dieselben zu schinden und zu plagen,nach dem Befehle der Schrift: den Fremden sollst du drängen".

M a i m o n (Salomon), ein um die Philosophie verdienter jüdischer Ge-lehrter, geb. zu Reschwitz in Lithauen 1153. war der Sohn eines armen Rabbi-ncn, der ihn zum eifrigen Studium des Talmud anhielt. Nachdem er langein äußerster Dürftigkeit gelebt hatte, ging er, von Wißbegierde getrieben, nachDeutschland. In Berlin , wohin er in den armseligsten Umständen kam, fand erbei Mendelssohn Unterstützung. Rastlos betrieb er seine Studien, vornehmlich imGebiete der Philosophie, lernte einige Zeit die Apothekerkunst, wandte sich nach Ham-burg , Llmste. kam, Bieslau, dann wicdernachBerlin, und starb ausdem Kalckrcuih'-schen Gute Sieaersdorf in Niedcrschlcsün d. 22. Nvv. 1800. Wir besitzen eineLebensgeschichte von ikm selbst (Berlin 1192—93, 2 Thle.) und „Maimoniana,oder Rhapsodien zur Charakteristik Salonion Maimon'S, aus seinem Privatlebengesammelt", von Ld. I.Wolff (Berlin 1813) herausgegeben, in welche» ein Aus-zug jener Biographie enthalten ist. Ferner: „Versuche über die Transscendental-philosophie" (Berlin 1190); „Versuch einer neuen Logik, nebst Briefen an Änesi-deinus:c." (Berlin 1191), durch welche er Kanr'S transscendentale Logik zu be-richtigen und näher zu bestimmen suchte; fei ner „Über die Kategorien des Aristo-teles " (ebend. 1194); u»d „Kritische Untersuchungen über den menschlichen Geist"(Leipzig 1191), in welchen Schriften er die Lehren der kritischen Philosophiemit großem Scharfsinn entwickelte und bestimmte.

Main, der kleinste unter den sechs Hauptflüstsen Deutschlands , entstehtaus der Vereinigung des weißen und rothen Mains, eine Grunde von Kulmbach ,bei dem Dorfe Steinhausen, im Obermainkreise des Königreichs Bester». Hiernimmt er die Itz und die Regrsttz aus und wird bei Bamberg schiffbar, tritt hierin den Untermainkreis desselben Königreichs, nimmt daselbst die fränkische Saale,bei Werthheim im Großherzogthum Baden die Tauber, bei Hanau die Kinzig undim Herzogthum Nassau bei Höchst die Nitta auf. Nach einem schlangenarriggewundenen und daher der Schifffahrt nicht günstigen Laufe von 60 Meilen er-gießt sich der Main bei Mainz in den Rhein , wo er eine Breite von ungefähr 400Schritten hat, und Güterschiffe von 1500 —1800 Ctr. Ladung trägt. Er durch-

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